Posts mit dem Label Mediale werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mediale werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 31. Oktober 2012

GUT (Teil I: Einführung)

Inwiefern haben sich GUT & GÜTER durch die aktuelle Kulturrevolution der Computerwelt verändert?

Aufgrund ihrer allgemein gehaltenen Definition erfassen die Wirtschaftswissenschaften de facto alle Mittel und Leistungen als „Gut“, die irgendeinen Nutzen stiften.  

Demnach ist das "Gut" aus der Seemannssprache (Gesamtheit der Taue und Seile in der Takelage eines Schiffes) nur indirekt gemeint ;-)


Klassifizierung von GUT & GÜTERN:

Die neuen Dimensionen von GUT: 

In dieser Artikelserie werde ich die bisherigen Klassifizierungen von GUT & GÜTERN überarbeiten, denn diese sind an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß

Durch die Computer-Revolution kamen bei den immateriellen Gütern speziell die digitalen Güter - also Musik, eBooks, Online-Journalismus, Video, ... etc. hinzu und lösten - zwar nicht den Buchdruck selbst - aber die Kulturrevolution des Buchdrucks ab.

Besonders durch die Unabhängigkeit vom Datenträger (bei Musik z.B. die Löslösung vom Vinyl) und die absolute Kopierbarkeit kamen neue Möglichkeiten gemeinsam mit neuen Schwierigkeiten auf die Menschen zu. 

Zyklisch wurde das Ende des Vinyl, das Ende des Buchdrucks, das Ende der Zeitschriften, ... usw. heraufbeschworen. Dies trat jedoch nie ein. Sicher hat sich der Markt verändert und ganz sicher sind auch Umsätze eingebrochen (durfte das im Musikbereich selbst mitverfolgen) - aber in Wirklichkeit hat sich der Markt mit den neuen technischen Möglichkeiten nur verändert. De facto werden in den Medienbereichen heutzutage mehr Umsätze und Gewinne eingefahren, als jemans zuvor - nur die Künstler und Kreativschaffenden kommen in der Masse zu kurz ... während andere Künstler bereits dank den Neuen Medien zu einer ungeahnten globalen Aufmerksamkeit und finanzieller Auswertung gelangt sind.



Stefan Meretz / Gütersystematik

In der nebenstehenden Abbildung wird ein Gut durch fünf Dimensionen gekennzeichnet. Neben den bereits genannten Dimensionen Ressource und soziale Form sind das Beschaffenheit, Nutzungsweise und Rechtsform. Sie werden im folgenden vorgestellt. Anschließend will ich die Besonderheiten der Commons noch einmal hervorheben.

 
Mit der Digitalisierung fielen die Grenzen. Daten können die Welt praktisch in Echtzeit umrunden und potentiell jeden Menschen erreichen, ewig kopiert werden - ohne Qualitätsverlust. Zwischen den Menschen und vor allem ihren Daten stehen keine zeitlichen und räumlichen Barrieren mehr.

Es wird also Zeit unsere Vorstellungen von GUT und GÜTERN grundlegend zu überarbeiten und den Boden für ein neues kulturelles Verständnis zu bereiten.


Man unterscheidet zwischen 10 Güterarten:
Sachgüter, auch materielle Güter sind Güter, die man anfassen kann.
Dienstleistungen sind immaterielle Güter + Rechte, also nicht anpassbare Leistungen.
Freie Güter sind kostenlos Güter, die unbegrenzt zur Verfügung stehen. Knappe/wirtschaftliche Güter sind wiederum Güter, die nur begrenzt zur Verfügung stehen und einen Preis haben.


Verbrauchsgüter werden bei ihrer Verwendung verbraucht oder vernichtet, wohingegen Produktionsgüter in Unternehmen zur Herstellung anderer Güter dienen.
Konsumgüter stehen dem Menschen unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung und Gebrauchsgüter stehen einem zur längeren Zeit zur Verfügung.
Zum Schluss gibt es dann noch Komplementärgüter, dass sind Güter die sich gegenseitig ergänzen (z.B. Lampe und Strom) und Substitutionsgüter, dass sind wiederum Güter die sich gegenseitig ersetzen, wie Butter und Margarine.
Natürlich lässt sich ein Gut in mehrere Güterarten einordnen. (Kreditlexikon)










Gemeine Güter

I. Einführung <<<~~~ Wir sind hier :-)

II. Freie versus knappe Güter
III. Real- versus Nominalgüter

IV. Materielle Güter
V. Immaterielle Güter
VI. Funktionale & Dysfunktionale Güter
VII. Arbeit & Dienstleistungen

A) Recht / Juristische Güter
B) Access / Zugang - Reichweite & Betroffenheit

- Motivation der Bereitstellung und Regelung der Verteilung von Gütern
C) Marketing


Da ich fortlaufend schreibe können sich die Aufteilung sowie die Inhalte der einzelnen Kapitel permanent ändern / überarbeitet werden.

Ich suche Hilfe, um aus den Artikeln ein für die Öffentlichkeit kostenloses pdf zu zaubern: Lektorat, Layout & Illustration. Wer mir dabei helfen will, mailde sich doch bitte: Nils (at) Freie-Mediale.org 


Donnerstag, 18. Oktober 2012

Beispiele für Presse- / Medienteams

Vorstellbar, dass es bereits einiges hiervon gibt - dann sollten diese Bereiche JETZT aktiviert und enger eingebunden werden ....



Rainer Sturm  / pixelio.de
  • Standard-Pressemeldungen und Team für die jetzigen Leitmedien, die über die Piratenpartei berichten.

  • Fachpresse-Teams, die sich um Artikel in den verschiedensten Fachmedien kümmern, die zu den Themen und Punkten des Parteiprogramms passen.

  • Social Media: Die Teams der einzelnen Social Media-Plattformen solltenmehr in den Prozess der Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden. Auf Facebook machen z.B. Bilddateien immer mal wieder ammeisten Sinn (auch Umfragen haben einen großen viralen Wert!). Dafür braucht es Photos oder gar Visualisierungen.

  • Weiterführende Interviews: Soweit wirkliche fachliche Repräsentanten zu einer Pressemeldung zur Verfügung stehen, sollte es zu fast jeder Pressemeldung möglich sein, auf Wunsch ein Interview hinzu zu buchen. Mindestens eines dieser Interviews sollte schlimmstenfalls selbst gemacht - und der Presse frei zur Verfügung gestellt werden.

  • Buch zur Partei: Für die Offliner sollte es das Wichtigste zur Partei auch als Buch (Print on Demand) geben - online natürlich zum Freien Download oder zumindest in einer der präferierten alternativen Vergütungsmodelle. Mann kann auch umfangreichere pdf-Downloads gewisser Weise e-Book nennen und Übersichten über die vielen bereits vorhandenen Downloads schaffen.

  • Photo- & Visualisierungsteam: Es fällt auf, dass der Presse offensichtlich zu wenig Freies Photomaterial zur Verfügung gestellt wird. Für komplexe Themen ist auch eine Visualisierung hilfreich. Damit sind die Veröffentlichungen insgesamt deutlich kreativ zu steigern. Zu jeder Pressemeldung sollte ein Link zu eigenen passenden Bildmaterialien. 

  • Kunst: Welche Künstler haben sich bereits mit den Inhalten der Piraten auseinandergesetzt - gibt es das Programm der Piratenpartei auf DIAs oder als Microfish? ;-) Welche Ausstellungen sind möglich? 

  • Typographie: Gibt es eine Schriftart, die im speziellen von der Piratenpartei genutzt wird - eine Freie, die zur Verfügung gestellt werden kann - oder Vorgaben aus dem CD/CI, die zu kommunizieren wären?

  • Events / Termine: Welche Termine und Veranstaltungen - wie auch Barcamps,  globale Aktionstage und zu erwartende Demonstrationen für das kommende Jahr stehen bereits fest? [Lieber man nimmt einen Google-Kalender, wenn die eigene open source Sofatware für einen Kalender noch nicht ausgereift genug ist - anstelle keinen bundesweit einheitlichen Kalender zu haben, den man auch Regionen und Themen mergen und kombinieren kann .... als gar keinen Kalender vorweisen zu können!!]

  • Online-TV: Auf youtube gibt es Hunderte spannende Videos über die Piraten - aber auch von den Piraten zu den wichtigsten Kernthemen. Aber es gibt keine Übersicht. Das ist in etwa so, als würde man vor einem Fernseher sitzen, in dem man die Kanäle noch von Hand einstellen muss - oder als hätte jemand die Fernbedienung weggenommen. Das vorhandene Videomaterial ist zu einem Sender mit vielen Kanälen zu bündeln - vgl. www.greencasting.tv mit der open source Software http://mirocommunity.org/ 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die transpartente Medienproduktion der Piratenpartei eine der Kernkompetenzen ist. Gleichzeitig gibt es so viele Medien der Piraten, dass der Eindruck von Chaos und einer fehlenden Übersicht fehlt. Die Transparenz wird derart intransparent!! Es braucht nicht nur Transparenz - sondern auch eine barrierefreie, intuitiv verständliche Übersicht der Medien und Einführungen, die es den Interessierten erleichtern Zugang zu finden.


Ich freue mich darüber informiert zu werden, wenn es zu den einzelnen Bereichen bereits Material gibt - wahrscheinlich sogar sehr viel Material, das transparenter und übersichtlicher dargestellt werden will.

Dienstag, 16. Oktober 2012

#piratenSWOT


Ich möchte jeden einladen, die Anregung von Christopher Lauer aufzugreifen und eine eigene SWOT-Analyse zu den Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen der Piratenpartei zu machen (als Basispirat, Crew oder AG). Dies kann uns als Grundlage für strategische Entscheidungen dienen.

Als Hashtag schlage ich #piratenSWOT vor, da dieser noch unbenutzt ist und uns helfen kann, die Analysen zu finden und zu bündeln. Es wäre natürlich sinnvoll, wenn spätestens bis zum BPT im November mehrere SWOT-Analysen existieren. Wenn Du selbst keine Analyse schaffst, dann teile diesen Aufruf doch bitte Deinen Kontakten mit  ...


http://de.wikipedia.org/wiki/SWOT-Analyse


Ich habe in meiner SWOT-Analyse nur einen Blickwinkel gewählt und Transparenz sowie Medien als Kernkompetenz heraus kristallisiert. Je mehr Blickwinkel wir einnehmen, um so genauer wird die Analyse mit ihren insgesamten Konsequenzen.

Ich empfehle die SWOT-Analyse immer nur mit einem Punkt zu machen und diesen vollständig durchzugehen. Beispiel:

Eine unserer Stärken ist die Crowd - die Schwäche ist, dass diese Zeit braucht, mitunter sehr lange. Die Chance ist somit: gut durchdachte Programmpunkte zu erhalten - das Risiko ist situative Chancen zu verpassen oder gar zu lange zu brauchen / zu spät zu sein. Daraus lässt sich als Strategie ableiten, dass wir uns für kurzfristige Aktionen / Positionierungen einen Modus einfallen lassen könnten, wie z.B. der Vorschlag von Fabio Reinhardt (zumindest zeigt die Denkweise, dass wir sehr wohl Möglichkeiten haben, damit umzugehen!). Die strategischen Erfolgsfaktoren sind somit neben den Wahlterminen auch unsere Zyklen für produktive BPT (die man vor einer Bundestagswahl auch gut und gerne erhöhen könnte!). Unsere Kompetenz ist in jedem Fall mit Hunderten / Tausenden Köpfen die richtige Lösung für diese Herausforderung zu finden! Also lasst uns loslegen...!!


Als Kernkompetenz zeigt sich in meiner Analyse Transparenz und Medien. Bin dabei selbst sehr erstaunt, wie verknüpft diese beiden Punkte bei den Piraten sind.

Gerd Altmann / pixelio.de
  • Transparenz ist eine unserer größten Stärken - aber auch gleichzeitig eine unserer größten Schwächen (in/transparente Konflikte).

    Sowas nenne ich im Berufsleben "Beraterkrankheit", wenn jemand zwar theoretisch unglaublich gut bescheid weiss und berät - aber persönlich und privat genau in der Praxis "der Hammer hängt"! Daher nehme ich mir vor, über das zweischneidige Schwert der Kernkompetenzen einen eigenen Artikel zu schreiben (unter besonderer Berücksichtigung der "Teilleistungsschwächen", wie man dies bei Hochbegabten nennt).

  • Die Medien- und Medienproduktionen sind dabei witziger Weise genau das, was wir als Piraten transparent machen (die vielen Blogs der Abgeordneten, die zahllosen offenen Mailinglisten, LQFB, ... etc. etc. etc.).

    Somit befinden sich die Medien / Produktionen im gleichen Dilemma, wie die Transparenz. Mit dem einen Unterschied: Die Medienproduktionen sind bereits durch einen Produktionsprozess gegangen und daher ist nur sehr wenig ungewollt Negatives (so nenne ich die transparent gewordenen Konflikte einfach mal) zu finden.

    Dafür kommt ein weiteres Problem hinzu: Es gibt zwar nahezu alles - nur keiner findet es. Das ist sicher etwas übertrieben - aber ich kann bestätigen, dass man Wochen und Monate brauchen kann, um sich in die vielen Blogs, Podcasts, Videos, ... einzulesen und hineinzuhören. Ich finde es völlig verständlich, dass dies von ausserhalb der Partei chaotisch wirkt und eher abstößt ... so chaotisch gar, dass man das Parteiprogramm nicht findet ;-)

Transparenz:

  • Stärken:
    • "Alleinstellungsmerkmal" (Achtung: das kann sich wandeln und einzelne Politiker sind da bereits recht weit!).

      Dennoch ist dies aktuell ein gefürchteter Knackpunkt der anderen Parteien, ein Finger in einer offenen Wunde. Es ist ein Skandal nach dem anderen zu erwarten, wenn sich die anderen Parteien nackig machen.

    • Abläufe, aber auch die Möglichkeiten politisch partizipativ aktiv zu werden, sind den Bürgern / Wählern spielend einfach zugänglich.
      [Dies sollte zumindest so sein, kann folglich deutlich optimiert werden!]

    • Ehrlichkeit & Authentizität: Die Piratenpartei schenkt einen tiefen Einblick, bei dem sich die passenden Menschen direkt angesprochen fühlen und vertrauen können.

    • Die Transparenz der Piratenpartei ist - vor allem im Vergleich zu den anderen Parteien - vorbildlich (und fast nur noch übersichtlich zu gestalten).

  • Schwächen:
    • Auch Konflikte, die eigentlich zunächst persönlich oder privat gelöst werden können, sind transparent und nicht selten schnell in der instinktiv orientierten Presse.

    • Viel Transparenz schafft auch viele Daten, die wiederum unsortiert in einem Chaos münden.

    • Selbst wenn sich die Piraten angeblich einig sind, wie sie diese Transparenz als Forderung verstehen - dies wird von außen nicht so wahrgenommen. Auch faktisch bestehen unter den rund 35.000 Mitgliedern (bis zu den Abgeordneten) sehr abweichende Vorstellungen.

    • Transparenz, Klarheit und Übersicht sind die zentralen Faktoren für das wohl wichtigste Mittel im Wahlkampf: "Vertrauen".
      Schwächen
      an dieser Stelle - in der eigenen Hauptforderung (in über 3.000 Presseberichten über die Piraten ist "Transparenz" das häufigste Wort) wird demnach in Misstrauen und Ablehnung umgemünzt.

  • Chancen:
    •  Die Piratenpartei könnte als die ehrlichste und vertrauenwürdigste Partei dastehen, wenn diese auch ihre Lernschritte und Konfliktlösungen öffentlich macht.

    • Die Piratenpartei könnte wirklich zur Partizipation und Bürgerbeteiligung einladen, wenn die Anknüpfungspunkte leicht auffindbar und übersichtlich (intuitiv) gestaltet sind.

      Dies würde auch den Vorwurf der Ahnungslosigkeit ausgleichen, wenn der Lösungsweg und die Kraft der Crowd verständlich rüber kommt.

  • Risiken:
    • Während andere Parteien über Skandale stolpern, werden den Piraten ihre Konflikte als Skandale ausgelegt. Dies könnte vom Eindruck her überwiegen. Ungelöste (!) Konflikte verletzen das Vertrauen und die Sympathie!!

    • Wenn keine Übersicht und intuitive Auffindbarkeit / Bedienbarkeit in die Daten der Piraten kommt, dann hilft auch die ganze eigene Transparenz nichts - und die Piraten werden als intransparent (!), chaotisch, undurchschaubar, nicht vertrauenswürdig, unehrlich, unauthentisch, ... wahrgenommen.

Medien/Produktion:

  • Stärken:
  • Gerd Altmann  / pixelio.de
    • Die Kulturrevolution der Computerwelt und der Neuen Medien sind so etwas wie der Heimathafen und die Geburtsstätte der Piratenpartei - zumindest vertrautes Gewässer. Die anderen Parteien segeln hier meist unauthentisch und mit Ängsten.

    • Die Piraten drücken sich in praktisch allen Medienformen aus und sind auf allen Kanälen erreichbar - deutlich mehr und deutlich breiter als alle anderen Parteien!!

    • Zu fast jedem Wahlthema existieren Medien, wo sich praktisch jeder selbst einarbeiten kann. 
    • Auch zu den Programmpunkten der Piraten existieren jeweils mehrere Medienproduktionen. 
    • Last but not least: Auch die Transparenz der Piraten drückt sich in Daten sowie Medien (meist Blogs) aus.

    • Man kann sich durch die zahllosen Daten und Medienproduktionen regelrecht unterhaltsam "zappen" (meist, wenn man etwas sucht;-)

  • Schwächen:
    • Diese Daten und Medien sind so viel in der Zahl und so verstreut, dass keine Übersicht vorhanden ist und man meist suchen muss - bzw. wissen müsste, wo man suchen sollte.

    • So wissen sicherlich die wenigsten Wähler, dass zu ihren Interessensgebieten inhaltlich hochwertige Medienproduktionen der Piraten existieren!

  • Chancen: 
    • Die Piratenpartei kann multimedial die stärkste Partei mit der größten Reichweite und Überzeugungskraft sein (oder mindestens das größte Interesse wecken).

    • Die Tragweite einzelner Programmpunkte, die alle Lebensbereiche (und Ministerien) berührt und positiv zu verändern sucht, kann beim Wähler bewusst werden!

  • Risiken: 
    • Die Daten und Medien könnten unauffindbar sein - bzw. eine unsortierte Fülle kann erschlagend und distanzierend wirken.

    • Die inneren Konflikte könnten die inhalte und transportierenden Medienproduktionen überschatten.

    • Dass einzelne Medienproduktionen Ansprüchen oder Inhalten nicht genügen bzw. kontraproduktiv sind, ist in der Fülle auch gewollter vielfältiger Meinungen vernachlässigbar - so lange es auch inhaltlich erstklassige Produktionen gibt!

Kernkompetenzen & Strategische Erfolgsfaktoren:
  • Kernkompetenzen:

    • Transparenz:
      Leider scheidet die Transparenz momentan als Kernkompetenz aus, denn der eigene Anspruch wird nicht erreicht und ist eher eine Herausforderung für die Zeit bis zur Bundestagswahl.

      So lange das "Schwert sozusagen im eigenen Herzen steckt", kann ich nicht empfehlen, mit diesem in einen Kampf zu ziehen!!

    • Medien/Produktion:
      Die absolute Kernkompetenz der Piratenpartei ist die Medienproduktion: Text, Bild, Ton und Audiovisuell.

      Obwohl ich alle Medien, Blogs, Twitter und auch die PR meine, werde ich mich künftig (für den Anfang) nur auf die "Königsdiziplin Film" und insofern auf youtube (die zweitgrössten Suchmaschine) beziehen.

      Alle vorhandenen AV-Beiträge auf youtube, blip, vimeo, ... etc. sind asap zu einem "Sender" mit übersichtlichen Kanälen zu bündeln (open source Software www.mirocommunity.org - Beispiel, das ich selbst mit-administriere: www.greencasting.tv)

  • Strategische Erfolgsfaktoren:

    • Transparenz:

      • Zu jedem transparenten Konflikt auch die Auflösung / Einigung, Lernschritte publik machen.

      • Medienkompetenz im Bereich Konfliktmanagement - vor allem für Ämter innerhalb der Piratenpartei trainieren (Selbstverständnis!) 

      • Übersicht/en, Zusammenfassungen und intuitive Bedienbarkeit in die eigene Transparenz bringen.

      •  Die Intransparenz der anderen Parteien zu nutzen wissen ;-)

    • Medien/Produktion: 

      • Übersicht in die Medienproduktionen bringen.

      • Bis zur Wahl die Kernthemen bündeln und einsehbar machen. Herausfinden, welche Kernthemen evtl. noch fehlen und primär für diese produzieren.Ansonsten primär Zusammenfassungen produzieren, die vergleichbar einer Fernbedienung durch das "Programm" führen.

      • Publikationen als Event feiern bzw. mit Events (und PR) in Verbindung bringen. Zyklisch und auffällig multimedial an die Öffentlichkeit treten.

      • Crossmedial arbeiten - jedes Medium und jeden Kanal bedienen - transferieren von Daten in möglichst viele Medienformen / Kanäle.


Fazit:

Aus meiner Sicht sind es nicht die Konflikte, die für den Absturz in der Wählergunst sorgen - sondern die fehlende Transparenz über die Klärung der Konflikte und die einzelnen Lernschritte!!


In der jetzigen Situation muss leider attestiert werden, dass die eigenen Ansprüche nicht erreicht werden - und damit fehlendes Vertrauen und fehlende Sympathie völlig erklärbar sind!! 

Das Programm - so gut es sein mag - ist sekundär, so lange die eigenen Ansprüche nicht erreicht werden, die eigene Transparenz chaotisch intransparent ist und Konflikte nur als solche transparent werden (aber die Klärung intransparent läuft).



So lange dies so ist, wird man auch den restlichen Programmpunkten nicht trauen (können!).

Da Transparenz als eine der Kernforderungen und Identifikationen der Piratenpartei betrachtet wird, ist der innerparteiliche politische Willensbildungsprozess auf diese ureigene Kernforderung zu lenken - bis im Großen und Ganzen Klarheit herrscht und die Stossrichtung gemeinsam vorgegeben ist.



Schlüsselbegriffe für die Wahl:
 
Emotionale und instinktive Schlüssel sind VERTRAUEN und daraus resultierende HOFFNUNG (auf wirkliche Änderung in der Politik). 


Dies ist - unabhängig vom Programm - erreichbar und durchschlagend. Da beide Schlüssel auf der Transparenz aufbauen, wird bei Klärung (!) auch einer der wichtigsten Programmpunkte transportiert. 

Erst über dies VERTRAUEN werden sich auch die weiteren Programmpunkte kommunizieren lassen. Die Piratenpartei hat einen Großen Vertrauens-Vorschuss erhalten. Wenn sie diesen jetzt verspielt, wird der Imageschaden langfristig sein!!


Sonntag, 14. Oktober 2012

IST - Analyse für Piraten-PR

Die IST-Analysen habe ich hier begonnen:

Die zentralen Knackpunkte sind meiner Meinung nach:
  1. Transparenz:
    1. (In-)Transparente Konflikte und Lernschritte

    2. (In-)Transparente, (un-)übersichtliche Inhalte, Medienproduktionen und "politische Einblicke"

      1. z.B. das "Fehlende Parteiprogramm" - es ist medial im Internet vorhanden, wird aber nicht WAHRgenommen ... geht es noch transparenter, übersichtlicher, intuitiver auffind- & bedienbar?? ;-) Dies hat sicher noch mehr Gründe, hier geht es aber nur um die Feststellung, dass vorhandene Inhalte nicht oder zuwenig Resonanz finden!
         
      2. z.B. die unendlich vielen Daten, die von der Partei transparent gemacht, zur Verfügung gestellt werden - aber irgendwo im Netz herumschwirren.

  2. Medienproduktion:

    1. Die Piratenpartei wird wahrgenommen bzw. dargestellt, keine Lösungen für die Künstler und Kreativschaffenden vorweisen zu können - aber Entscheidungen treffen zu wollen, die in bisherige Verdienstmodelle der Kreativschaffenden einschneiden.
      (Die Konsumentenrechte und Verwerter als die eigentlichen "Strippenzieher" werden weitestgehend ausgeblendet)

    2. Die Piratenpartei wird wahrgenommen bzw. dargestellt, derart in den Forderungen gegen übliche Verdienstmodelle zu sein, dass deren Mitglieder, Amts- & Würdenträger nicht die üblichen Auswertungen in ihren Publikationen nutzen dürfen (Urheberrecht, kostenpflichtige Downloads / Buchhandel, Verlagsauswertungen, sicherlich auch GEMA-Mitgliedschaften, usw.).

      Das ist ein Problem, denn die eigentlichen Lösungden der Piratenpartei müssen als ZUSÄTZLICHE Lösungen verstanden werden, die in der Regel den bisherigen Auswertungen nicht widersprechen - diese eher kostenlos beraten!!

      (Die Vorschläge und die realen Entwicklungen im Internet werden dabei weitestgehend ausgeblendet - die Weitsicht der Piraten fehlt.)

    3. Die "Kostenloskultur" wird in einen Vorwurf umfunktioniert - anstelle die Allmende und Kulturgüter neu zu begreifen!

  3.  Über die Inhalte macht es erst nach dem kommenden Bundesparteitag Sinn zu sprechen ...


Folgende Daten fehlen mir primär: 


Th. Reinhardt  / pixelio.de
  • Welche Termine und Events, Demos, Barcamps und globalen Aktionstage stehen für nächstes Jahr bereits fest?

  •  Eine Liste der wichtigsten berechtigten Kritikpunkte, denen begegnet werden möchte erstellen - "Fallbacks" (Einwändebehandlung / Gegenargumente) entwickeln.

  • Welche Kommunikations-Schwierigkeiten liegen bei den einzelnen Kritikpunkten und Krisen genau vor?

  • Mögliche Gründe für die schlechte Performance einzelner Pressemeldungen herauskristallisieren.

  • Welche Programmpunkte wurden bereits deutlich kommuniziert - und wo ist Nachholbedarf - möglichst begleitet von einer Umfrage zu den Programmpunkten

  • Bei welchen Konflikten, die es in die Öffentlichkeit geschafft haben, wurde auch der daraus folgende Lernprozess öffentlich nachvollziehbar? Welche Konflikte sind insofern vorbildlich aufgearbeitet - und wo besteht nachholbedarf? Mit welchem Konflikt-Management stellen sich die Piraten der Herausforderung, dass Transparenz auch automatisch eine höhere Aufmerksamkeit auf Konflikte mit sich bringt (und ein Großteil der Politik aus Konflikten besteht?)?? 


Strategische Öffentlichkeitsarbeit (Konzeption & Analyse)

Gerd Altmann  / pixelio.de
Die vier Phasen der Strategischen Öffentlichkeitsarbeit nach der kulturwissenschaftlichen Sichtweise von Faulstich (2000), S. 208-219


  1. Ist-Analyse (interne und externe Situationsanalyse, mit Stärken-Schwächen-Analyse, Selbstbild- und Fremdbildbestimmung) 

  2. Soll-Bestimmung (Bestimmung von Zielen der Öffentlichkeitsarbeit und mit Bestimmung der relevanten Teilöffentlichkeiten)

  3. Umsetzung (Planung der Strategie und Taktik, Termin- und Finanzplanung, Realisierung, Auswahl der Kommunikationsmedien)

  4. Wirkungskontrolle und Evaluation

Diese vier Phasen werden in den verschiedenen Konzepten der Literatur unterschiedlich bewertet. Hier eine Orientierung nach Bläse (1982), Dirk: Methodischer Rahmen für Planung, Durchführung und Kontrolle von Öffentlichkeitsarbeit, S. 194. In: Öffentlichkeitsarbeit.


  1. Ist-Analyse (Ermittlung des bestehenden Images)
  2. Soll-Analyse (Festlegung des Wunsch-Images und konkreter PR-Ziele)
  3. Soll-Ist-Vergleich (Analyse der Differenzen hinsichtlich des Images)
  4. Definition und Gewichtung der Zielgruppen
  5. Strategische Phase: Festlegung der Kommunikationsinhalte
  6. Festlegung des PR-Etats
  7. Taktische Phase: Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs inkl. Budgetierung
  8. Detaillierte Zeit- und Terminplanung
  9. Durchführung der Maßnahmen einschließlich Budget-Kontrolle
  10. Überprüfung der erzielten Wirkungen anhand der Zielsetzungen 


Dem füge ich noch eine Liste der Medien hinzu, die in 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 zur Anwendung kommt. Das bedeutet, dass diese Planung für jedes Medium (crossmedial)  gemacht werden muss.

Medien-Teams:
Gerd Altmann & Anja Wichmann  / pixelio.de

Für die wichtigsten Bereiche braucht es möglichst eigene PR-Teams:
In der jetzigen PR-Arbeit, wie ich diese wahrnehme, werden PM jeweils nur für eine Medien-Zielgruppe erstellt - Fachmedien, Photographie, Visualisierung, Audiovisuelle Medien, Radio, ... werden zu wenig bis nicht bedacht. 

Beispiele für Presse- / Medienteams:
Rainer Sturm  / pixelio.de
  • Standard-Pressemledungen und Team für die jetzigen Leitmedien, die über die Piratenpartei berichten.

  • Fachpresse-Teams, die sich um Artikel in den verschiedensten Fachmedien kümmern, die zu den Themen und Punkten des Parteiprogramms passen.

  • Social Media: Die Teams der einzelnen Social Media-Plattformen solltenmehr in den Prozess der Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden. Auf Facebook machen z.B. Bilddateien immer mal wieder ammeisten Sinn (auch Umfragen haben einen großen viralen Wert!). Dafür braucht es Photos oder gar Visualisierungen.

  • Weiterführende Interviews: Soweit wirkliche fachliche Repräsentanten zu einer Pressemeldung zur Verfügung stehen, sollte es zu fast jeder Pressemeldung möglich sein, auf Wunsch ein Interview hinzu zu buchen. Mindestens eines dieser Interviews sollte schlimmstenfalls selbst gemacht - und der Presse frei zur Verfügung gestellt werden.

  • Buch zur Partei: Für die Offliner sollte es das Wichtigste zur Partei auch als Buch (Print on Demand) geben - online natürlich zum Freien Download oder zumindest in einer der präferierten alternativen Vergütungsmodelle. Mann kann auch umfangreichere pdf-Downloads gewisser Weise e-Book nennen und Übersichten über die vielen bereits vorhandenen Downloads schaffen.

  • Photo- & Visualisierungsteam: Es fällt auf, dass der Presse offensichtlich zu wenig Freies Photomaterial zur Verfügung gestellt wird. Für komplexe Themen ist auch eine Visualisierung hilfreich. Damit sind die Veröffentlichungen insgesamt deutlich kreativ zu steigern. Zu jeder Pressemeldung sollte ein Link zu eigenen passenden Bildmaterialien. 

  • Kunst: Welche Künstler haben sich bereits mit den Inhalten der Piraten auseinandergesetzt - gibt es das Programm der Piratenpartei auf DIAs oder als Microfish? ;-) Welche Ausstellungen sind möglich? 

  • Typographie: Gibt es eine Schriftart, die im speziellen von der Piratenpartei genutzt wird - eine Freie, die zur Verfügung gestellt werden kann - oder Vorgaben aus dem CD/CI, die zu kommunizieren wären?

  • Events / Termine: Welche Termine und Veranstaltungen - wie auch Barcamps,  globale Aktionstage und zu erwartende Demonstrationen für das kommende Jahr stehen bereits fest? [Lieber man nimmt einen Google-Kalender, wenn die eigene open source Sofatware für einen Kalender noch nicht ausgereift genug ist - anstelle keinen bundesweit einheitlichen Kalender zu haben, den man auch Regionen und Themen mergen und kombinieren kann .... als gar keinen Kalender vorweisen zu können!!]

  • Online-TV: Auf youtube gibt es Hunderte spannende Videos über die Piraten - aber auch von den Piraten zu den wichtigsten Kernthemen. Aber es gibt keine Übersicht. Das ist in etwa so, als würde man vor einem Fernseher sitzen, in dem man die Kanäle noch von Hand einstellen muss - oder als hätte jemand die Fernbedienung weggenommen. Das vorhandene Videomaterial ist zu einem Sender mit vielen Kanälen zu bündeln - vgl. www.greencasting.tv mit der open source Software http://mirocommunity.org/ 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die transpartente Medienproduktion der Piratenpartei eine der Kernkompetenzen ist. Gleichzeitig gibt es so viele Medien der Piraten, dass der Eindruck von Chaos und einer fehlenden Übersicht fehlt. Die Transparenz wird derart intransparent!! Es braucht nicht nur Transparenz - sondern auch eine barrierefreie, intuitiv verständliche Übersicht der Medien und Einführungen, die es den Interessierten erleichtern Zugang zu finden.

Ich freue mich darüber informiert zu werden, wenn es zu den einzelnen Bereichen bereits Material gibt - wahrscheinlich sogar sehr viel Material, das transparenter und übersichtlicher dargestellt werden will.

Donnerstag, 27. September 2012

Können MEDIEN (gesellschaftlichen) Erfolg GARANTIEREN?

Um die Frage zu beantworten, will ich zunächst darauf eingehen, dass "gesellschaftlicher Misserfolg" für jeden Menschen etwas anderes sein kann.

Aktuell wird die Generation "Krise" immer wieder mit Szenarien wie Staatsbankrott, Schuldenschnitt, pro-Kopf-Bankrott-Steuer, ... usw. bombadiert. In anderen Teilen der Welt ist es der nackte Krieg oder das Verhungern, das einen gesellschaftlichen Misserfolg markieren könnte.


Die "Schöpferische Zerstörung" ist ein Begriff aus der Makroökonomie, dessen Kernaussage lautet: Jede ökonomische Entwicklung (im Sinne von nicht bloß quantitativer Entwicklung) baut auf dem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung auf. Durch eine Neukombination von Produktionsfaktoren, die sich erfolgreich durchsetzt, werden alte Strukturen verdrängt und schließlich zerstört. Die Zerstörung ist also notwendig (und nicht etwa ein Systemfehler), damit Neuordnung stattfinden kann. [Wikipedia]

Muss eine Gesellschaft wirklich zwingend zyklisch auf Bakrott und Zerstörung hinauslaufen? Vielleicht lohnt es sich darüber nachzudenken, wie eine Gesellschaft gestrickt sein müsste, in der es gar nicht erst zum Misserfolg des Systems selbst kommen würde.


Medien können sich an der Lösung globaler und lokaler Probleme massgeblich beteiligen und gesellschaftlichen Erfolg weitgehend absichern.

Also: Nein, eine absolute GARANTIE kann es nicht geben, denn schliesslich liegt es in unserer Hand. Medien sind Träger von Kommunikation und Kommunikation ist sozusagen das "Kleinste gemeinsame Teilchen" von Problemen und iherer Lösung, die Verbindung jeglicher Fragen und Antworten.
  • Im Artikel "Können Massenmedien jedes Ziel erreichen?" wurde bereits geklärt, dass Medien NICHT ALLES, aber nahezu ALLES möglich ist - von Existenzgründungen über Markteinführungen bis zu Kampagnen und Propaganda.

  •  Im Artikel "Ist das Arbeitsamt in Wirklichkeit ein Medium?" wird deutlich, dass Medien vorhandene Jobs vermitteln können - das Arbeitsamt in der Vermittlungstätigkeit eine Art Software ist. 
    • Artikel folgt: Wie Medien Arbeitsplätze schaffen können!
      Aus dem vorigen Artikel geht hervor, dass Medien auch Arbeitsplätze schaffen kann (wenn man die globalen und lokalen Probleme als Aufgaben betrachtet, für welche die passenden Angebote zu entwickeln sind!)!

  • "Warum für Werbung Geld zahlen ..."

  • Der Artikel "Ist die Verfassung "nur" ein Medium?" geht auf das Umsetzungsproblem ein, durch welche Faktoren gute Ideen, selbstbestimmte Regeln und Gesetze auch umgesetzt werden können.  
  • Der Artikel "Woran Gründungen und Parteien scheitern?" geht auf  
  • Artikel folgen: 
    • "Ist Geld nur ein Medium?"
    • "Ist Energie nur ein Medium?"
    • Die Rolle der Medien für Kriege und Frieden
    • Organisation von Projekten und Gesellschaften durch Medien
    • Selbstbestimmte Medien und Gesundheit
    • Das Medium namens Bildung
      • Lernende Medien und Lernmedien
      • Übersicht und offener Transfer des Allgemeinwissens

Mittwoch, 26. September 2012

Woran können Gründungen und Parteien scheitern??


S. Hofschläger / pixelio.de
Meistens liegt es an (Werbe-) Kommunikation, wenn Projekte scheitern! 

Entweder wurde falsch kommuniziert oder es war zu wenig finanzielles Durchhaltevermögen für Werbe- Kommunikationsmittel vorhanden.

Natürlich gehe ich hierbei davon aus, dass es sich bei dem Angebot / der Partei grundsätzlich um eine wirkliche Lösung (und keine Scheinlösung rein illusionär erzeugter Bedürfnisse) handelt. Ist das Endprodukt Mist, sollte es nicht wundern, wenn es auf dem Haufen landet.

Hat die Unternehmung aber wirklich etwas zu kommunizieren und zur Zielgruppe zu transportieren, dann stellt sich meist die Frage, wie sich Angebot und Nachfrage / Problem und Lösung begegnen können. Ohne Kommunikation wird das nichts und diese wird in der Regel von Trägermedien transportiert.



Spielerisch ausgedrückt gibt es folgende Varianten:


  • Die Lösung selbst ist nicht praktikabel, dann sortiert sich diese meist wie von selbst aus.
  • Die Lösung ist zwar praktikabel, wird aber ...
    • a) nicht oder zu wenig kommuniziert
    • b) unverständlich kommuniziert. [Sprache]
    • c) missverständlich oder gar kontraproduktiv kommuniziert. [Logik]
    • d) unsympathisch kommuniziert [emotional]
    • e) an der Zielgruppe vorbei kommuniziert (erreicht die eigentliche Zielgruppe nicht, da die Sprache oder die Medien der Zielgruppe verfehlt wurden). [Ziele & Ausrichtung]
    • f) die natürlichen und logischen Gegenargumente wurden nicht aus dem Weg geräumt [intelektuell]
    • g) die natürlichen instinktiven Gegenbewegungen und / oder Kampagnen wurden nicht logisch widerlegt [instinktiv]
  • Befinden sich die kommunikativen Probleme bereits im Projekt / Team, wird es etwas schwieriger, denn die "innere Kommunikation" färbt sich allzuleicht und viel zu schnell auf die "äussere Kommunikation" ab bzw. wird wahrgenommen. Dies gilt natürlich absolut, wenn es sich um eine transparente Organisation handelt.

    Ebenso gilt dies auch für intransparente Projekte, denn fehlende Transparenz kann sehr wohl für Unverständniss, Missverständnisse, fehlende Sympathie und Verfehlung der Zielgruppe sorgen (b, c, d und e).

Zu wenig Geld:

Neben den verschiedenen Möglichkeiten, wie Kommunikation so schief laufen kann, ist es häufig die finanzielle Puste, die irgendwann versagen kann. 

Was wäre unmöglich, wenn wir endlos Werbekommunikation betreiben könnten?
Bei nahezu endloser Kommunikation, spielen natürlich die kommunikativen Fehler weniger eine Rolle - vorausgesetzt man lernt und kommuniziert die Lernerfolge. Auch das wird häufig vergessen: Veränderungen vergangener Fehler auch nach Aussen zu kommunizieren. Intern scheint bereits alles klar zu sein, aber das Umfeld - die Kunden, Wähler und Interessierte - haben davon noch nichts mitbekommen. Fehler eingestehen, dass kann sympathisch machen ... - bewusst Fehler leugnen, ignorieren oder das Lernen nicht zu kommunizieren, schreckt dagegen eher ab.

 
Ich behaupte, dass praktisch jede funktionierende Ökonomie mit Marketing und Vertrieb spielend und schrittweise zu einer Autarkie in der eigenen Kommunikation (Werbemedien!) kommen und somit schlussendlich den eigenen Erfolg nahezu garantieren kann. 

Sicherlich gibt es noch weitere Faktoren, die ein Scheitern ermöglichen - aber fast jedes
ökonomische und politische Scheitern lässt sich auf kommunikative und mediale Mißstände reduzieren!


"Gewiß, zwei Völker und zwei Sprachen werden einander nie sich so verständlich und so intim mitteilen können wie zwei einzelne, die derselben Nation und Sprache angehören. Aber das ist kein Grund, auf Verständigung und Mitteilung zu verzichten. Auch zwischen Volks- und Sprachgenossen stehen Schranken, die eine volle Mitteilung und ein volles gegenseitiges Vertrauen verhindern, Schranken der Bildung, der Erziehung, der Begabung, der Individualität. Man kann behaupten, jeder Mensch auf Erden könne grundsätzlich mit jedem andern sich aussprechen, und man kann behaupten, es gebe überhaupt keine zwei Menschen in der Welt, zwischen denen eine echte, lückenlose, intime Mitteilung und Verständigung möglich sei - eins ist so wahr wie das andre."

- Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel



>>> Können Massenmedien jedes Ziel erreichen?
>>> Ist das Arbeitsamt in Wirklichkeit ein Medium?
>>> Warum für Werbung Geld zahlen ...

>>> Ist die Verfassung "nur" ein Medium?