“Transparenz” ist aus meiner persönlichen Sicht unser spannendster und komplexester Knackpunkt. Das liegt in erster Linie an der POLARITÄT von Transparenz. Denn das Komplementär von Transparenz ist u.a. der Datenschutz und die Intimsphäre. Die Transparenz hat also Grenzen, die je nach Situation völlig anders sein können! Was machen wir? Wir fordern möglichst absolute, umfassende – ja soviel Transparenz, wie nur möglich.
Die Piratenpartei forderte Transparenz – und ja, was wollt Ihr eigentlich, die NSA hat sie geliefert!!
Die Piratenpartei wurde in erster Linie als eine sehr fortschrittliche – ja sogar Internet-Partei – wahrgenommen. Wir haben NIE in unserer Marketing-Wirkung klipp und klar gesagt:
“Diese neue Technologie, die da gerade unser aller Leben komplett (!) verändert, hat viele tolle Vorteile … aber eben auch Risiken und Gefahren. Wir, die Piratenpartei, kennen uns da aus – und auch wenn wir selbst noch nicht ganz durchblicken, was dieser Paradigmenwechsel so alles mit sich bringt, wir erklären Euch das herzlich gerne.”
Nein, absolut nicht! Zumindest nicht in dieser Klarheit.
Wir haben nicht einmal Transparenz wirklich definiert … *looooool*
Und? Liefern wir??
Dem aufmerksamem Bürger und Wähler wird nicht entgangen sein, dass wir auf Dutzenden oder gar Hunderten Webseiten tatsächlich Bruchstücke dieser Transparenz liefern. Wenn man da bloß nicht versehentlich in eine Mailingliste gerutscht ist und die Schattenseiten der Transparenz hautnah miterleben darf…
Nein, tatsächlich … wir werden zwar unserem eigenen – ursprünglichen – Anspruch möglichst absoluter Transparenz nicht gerecht. Aber immerhin, wir liefern unsere Nebeneinkünfte. (Toooooor, Toooor, Tooor, … welch Helden und Heilige … und wo kann ich alle Eure Entscheidungen nachvollziehen, also verstehen … und die dafür benötigten Zusammenhänge, Begriffe und Beteiligten kennenLERNEN???)
Wir sind bis heute nicht auf die Idee gekommen, dass es auch partei-intern Schutzräume braucht, die eben nicht transparent sein sollen / müssen / können / dürfen…
Nein, alles muss transparent sein!! Gleichzeitig wissen wir natürlich, dass dies einer absoluten Überwachung gleich kommt und sich die Menschen unter absoluter Transparenz anders verhalten und nicht unbedingt nur positiv verändern. Aber so lange wir Leute haben, die sich auch öffentlich Scheiße an den Kopf werfen, kann dies ja so unterdrückend nicht sein …
Wir sind in einem Transparenz-Wahn … und fordern den Gläsernen Staat (voll cool und vor allem transparent, nicht wahr?) … und … was wollen wir eigentlich, das Merkelphone wird doch abgehört?
Nein, ein Geheimdienst hat uns das versichert und somit klargestellt, dass unser restlicher Staat schonmal GLÄSERN ist. Check, Ziel praktisch erreicht. Wir können in Kürze einpacken.
Fazit: Und dann kam Snowden mit der NSA um die Ecke und wir lagen schon bei unter 5% am Boden … wunderten uns, dass wir nur noch unter “Sonstige” geführt wurden und nicht als DIE Kompetenz in Sachen Überwachung und Transparenz betrachtet wurden.
Ganz ehrlich? Wir sind keine Kompetenz in diesen Dingen! Wir haben – gemeinsam mit den Bürgern – gelernt und selbst die besten Steilvorlagen geliefert, um lernen zu können … und dank unserem eigenen Chaos (tryal & error) hat jetzt die Bevölkerung im Kontext NSA & Snowden selbst die nötigen ERFAHRUNGEN gemacht und kann das
ZWEISCHNEIDIGE SCHWERT TRANSPARENZ
in etwa einschätzen.
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Dienstag, 8. Juli 2014
Sonntag, 23. März 2014
Welche Alternativen für ePublikationen gibt es?
Seit einem Jahr poste ich über mein Buch zur "Transparenz", das mittlerweile rund 200 Kapitel hat. Seit einem Jahr frage ich nach Alternativen, wie ich das denn publizieren kann bzw. bitte um ehrenamtliche Mithilfe, damit ich das ggfs. komplett freistellen kann. Genau so lang ist auch ein Flattr Button in dem Transparenz-Wiki ... ungenutzt.
Jetzt könnte ich natürlich schlußfolgern, dass es das Thema oder den Aufwand nicht wert oder nicht gewollt sei. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass eine wirkliche und umfassende Definition von Transparenz absolut notwending ist - nicht nur für die Piraten, sondern die Politik und Gesellschaft an sich.
Mit dieser Überzeugung stehe ich relativ alleine da, so kommt es mir zumindest vor. Also muss ich einen Weg finden, um das Buch - so weitgehend alternativ, wie möglich - zu publizieren.
Wenn ich mich an die Publikationen der letzten Jahre aus den Reihen der Piratenpartei erinnere, dann hat so gut wie jede Publikation über handelsübliche Verlage Missgunst und Shitstorms geerntet. "Warum wählt $Pirat keinen alternativen Weg für die Publikation?"
Ja, warum wohl ... ich finde keine - oder zumindest fast keine. Es gibt da nicht sehr viel. Oder irre ich mich und mir sind nur die genialen Links zu entsprechenden Portalen nicht bewusst?
Bevor ich einen ganz handelsüblichen Weg gehe, Verlage abklappere oder bei einem Anbieter für eBooks und Print-on-Demand lande, möchte ich noch einmal in die Runde fragen: Was sind denn die Alternativen, die meine Kollegen hätten gehen sollen?
Oder wird da etwa geschimpft, gelästert und ge-shitstormt... ohne wirkliche Alternativen bieten zu können? So sieht es gerade für mich aus - und das wäre nicht nur traurig, das wäre armseelig...!
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Mittwoch, 26. Dezember 2012
Eine andere Politik ist möglich
| M. Großmann / pixelio.de |
Was aber soll und vor allem, was kann überhaupt anders sein? Gibt es Grenzen der Veränderung und wenn ja, welch sind dies?
Diesen Artikel werde ich fortlaufend um Punkte erweitern, die eine grundlegend andere Politk charakterisieren und / oder ermöglichen.
"Wenn Wahlen etwas bewirken würden, wären diese verboten!"
Klar dürfte sein, dass wirkliche Veränderungen in der aktuellen Politik eher marginal oder nur sehr schwer möglich sind. Daher könnte sich eine genauere Betrachtung der Hebelwirkungen eventuell lohnen.
„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Theodor W. Adorno
Wirkliche positive Veränderung ist vielleicht nur innerhalb einem funktionierenden nachhaltigem System und Umfeld möglich. Daher muss unterschieden werden zwischen:
- Veränderungen innerhalb des bestehenden Systems auf übliche und eingefahrene Art und Weise
- Änderungen im Verhalten und in der Rangehensweise, die Einfluss auf die Art und Weise der Politik oder gar Entscheidungen haben können.
- ... und Optimierungen bzw. Behebungen von "Programmfehlern" am System selbst
Möglichkeiten:
- Eine (neue) Partei kann Themen transportieren, salonfähig machen und auf diese Weise zu tatsächlichen politischen Entscheidungen führen. Beispiel: Transparenz und das Hamburger Transparenzgesetz
- Der innerparteiliche Diskurs könnte (auch entsprechend der eigenen Vorstellungen von Transparenz) als öffentlicher Diskurs aufgefasst und vor allem gestaltet werden.
Die innerparteilichen Entscheidungen zu Lösungen (Programmpunkten des eigenen Parteiprogramms) könnten, wenn diese nicht nur transparent sind - sondern auch medial aufbereitet - nachvollziehbar und verständlich sein. Vor allem komplexe Sachfragen können so dem interessierten Bürger nahe gebracht und der Bürger zu Entscheidungen befähigt werden. Dazu müsste mit der Vorstellung gebrochen werden, dass politische Entscheidungen grundlegend zu komplex und unverständlich für den Bürger wären oder dieser zu faul bzw. beschäftigt für eine Einarbeitung wäre.Unabhängig davon müsste dem Bürger die Möglichkeit eines prinzipiellen Zugangs (Lern-Medien) geschaffen werden. - Wahlkampf: Den Wahlkampf neu gestalten? Wie wäre es, wenn einerseits die Entstehung von Parteiprogrammen transparent einsichtig ist - aber auch die Entscheidung und die Wahlmöglichkeiten in Fachfragen verständlich kommuniziert werden? Wie wäre es, wenn nicht nur Positionen als Schlagwörter und Claims posaunt werden, sondern man sich wirklich leicht verständlich, wie in ein Lernmedium (Bildungsauftrag / politische Willensbildung) in Fachthemen einarbeiten kann... sofern man interessiert ist? Wäre das nicht der von Habermas erwähnte öffentliche Diskurs und eine Form für die von Kant als friedensstiftend postulierte Publikative? Zumindest wäre es Politik, ganz nah am Bürger - ja sogar mit dem Bürger... anstelle an diesem vorbei...
- Konfliktmanagement: Besonders da Politik aus Konflikten und deren Lösung (oder zumindest den Versuchen zu Lösen bzw. Kompromisse zu finden) besteht, könnte eine neue Kommunikationskultur und eine Kultur Konflikte auch wirklich zu lösen (statt nur zu verwalten und öffentlich hetzend auszutragen) entstehen.
Persönlich:
Ich persönlich betrachte "Politik" als die Lobby und PR-Kampagne von Interessen wie z.B. der Wirtschaft. Etwas optimistischer ausgedrückt handelt es sich bei Politik um die Speerspitze oder Spitze des Eisberges des öffentlichen Diskurses (Habermas).
Um etwas zu verändern gehe ich nicht in die Politik - um etwas zu
verändern bin ich in der Wirtschaft (EcoSocial Business, Nachhaltigkeit,
Social Entrepreneurship, ...) - genauer in den MEDIEN.
In der
Politik bin ich in erster Linie, um ein neues Menschenbild zu
formulieren, Ideologien und weitere "-Ismen" in Frage zu stellen und mich mit Gleichgesinnten zu vernetzen - auf Probleme
zuzugehen und diese inkl. neuer Blickwinkel und Herangehensweisen zu
benennen (statt nur zu verwalten).
Aus meiner Sicht lassen sich die meisten wirklichen Probleme in erster
Linie in der Wirtschaft bzw. wirtschaftlich lösen. Selbst Probleme, die
anscheinend nicht wirtschaftlich gelöst werden können, brauchen in der
Regel Finanzen. Daher reizt mich besonders die Entwicklung von
Problemlösungen mit Finanzierungsmodellen.
Der wichtigste
Schlüssel für Problemlösungen ist aus meiner Sicht die KOMMUNIKATION und
insofern die MEDIEN. In erster Linie bin ich daher "Medienmensch", um
Probleme, Lösungen / Alternativen kommunizieren und gezielt an Zielgruppen (Special Interest) bzw. an die
Masse weitergeben zu können - und entsprechendes Feedback zu erhalten.
Donnerstag, 29. November 2012
Transparenz der Neuen Piratenpartei
Das Neue Parteiprogramm der Piraten und die Transparenz-Forderungen:
Transparenzpaket: Lobbyismus, Antikorruption und Sponsoring
Einflussnahme auf politische Entscheidungen offenlegen
Die Piratenpartei Deutschland fordert die Offenlegung der Einflussnahme von Interessenverbänden und Lobbyisten auf politische Entscheidungen, um den demokratischen Prozess zu schützen und die Grundlagen von Entscheidungen transparent zu machen.
Um die Unabhängigkeit von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern gegenüber illegitimer Einflussnahme zu stärken, strebt die Piratenpartei die Umsetzung der folgenden Maßnahmen in den Bereichen Transparenz politischer Prozesse, Parteienfinanzierung, Nebentätigkeiten von Abgeordneten und Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung an:
1. Einrichtung eines Lobbyregisters für den Deutschen Bundestag
Die Piratenpartei Deutschland erkennt die Konsultation von Interessenvertretern – z.B. Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Umweltschutz-, Bürgerrechts- und Unternehmensverbänden – als integralen Bestandteil des politischen Willensbildungsprozesses der Gesellschaft an – solange dieser Austausch hinreichend offen und transparent ist. Die überproportionale Einflussnahme einzelner Gruppen durch die Verlagerung der politischen Willensbildung in informelle Beziehungsnetzwerke außerhalb des formalen Gesetzgebungsprozesses, lehnen wir ab.
Die Piratenpartei fordert ein Lobbyregister für den Bundestag, in das sich Interessenvertreter und Interessenvertretungen verpflichtend eintragen müssen, um einen Hausausweis zu erhalten und die Möglichkeit zu bekommen, bei Gesetzesvorhaben durch den Deutschen Bundestag angehört zu werden.
Ein solches Register soll zunächst in der Anlage 2 zur Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages (Registrierung von Verbänden und deren Vertretern) verankert werden und die existierende „Öffentliche Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern “ ersetzen. Es muss Aussagekraft hinsichtlich Budget, Tätigkeitsbereich, Anzahl und Namen der tätigen Personen und – bei freiberuflichen Interessenvertretern, Lobbyagenturen, Anwaltskanzleien und Denkfabriken – Mandanten und Auftraggeber enthalten. Alle Angaben müssen regelmäßig aktualisiert und falsche oder überholte Daten unverzüglich berichtigt werden.
Der Präsident des Bundestages soll bis auf weiteres das Register führen und als Kontrollinstanz sicherstellen, dass die Angaben wahrheitsgemäß sind und die Einträge regelmäßig aktualisiert werden. Er muss externen Beschwerden von natürlichen und juristischen Personen über Verstöße konsequent nachgehen, bei Verdachtsfällen eigenständig Untersuchungen einleiten und jährlich einen Bericht veröffentlichen, der die Untersuchungsergebnisse abgeschlossener Verfahren enthält. Beschwerdeführer und -gegner sollen eine Überprüfung der Entscheidung beantragen können.
Verstöße gegen Anzeigevorschriften und Fristen müssen mit Bußgeldern und weiteren Sanktionsmöglichkeiten geahndet werden – bis hin zur Erfassung auf einer schwarzen Liste bei besonderer Schwere des Fehlverhaltens.
Aus Transparenzgründen soll ein solches Register auf der Internetseite des Bundestages veröffentlicht werden. Es muss maschinenlesbar gestaltet sein, um im Sinne von Open-Data die Verknüpfung mit Abgeordneten- und Abstimmungsdaten zu ermöglichen und um Sortier- und Durchsuchbarkeit sicherzustellen.
Es soll geprüft werden, ob die Führung und Kontrolle des Registers mittelfristig an eine unabhängige öffentliche Institution, z.B. den Bundesrechnungshof oder den Bundesbeauftragen für Datenschutz und Informationsfreiheit übertragen sowie die weitere Ausgestaltung durch ein eigenes Bundesgesetz geregelt werden kann.
2. Erweiterung und Verschärfung des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung
Die Piratenpartei Deutschland fordert klare und umfassende Regelungen zum wirksamen Vorgehen gegen Abgeordnetenbestechung, um die Rechtslage an den globalen Mindeststandard der von Deutschland bereits 2003 unterzeichneten, aber mangels Umsetzung in deutsches Recht immer noch nicht ratifizierten UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) anzupassen und Deutschlands internationale Schlusslichtrolle bei der Korruptionsstrafbarkeit von Abgeordneten zu beenden.
Der Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung soll dem für die Bestechung von Amtsträgern (§ 334 StGB) angenähert werden. § 108e StGB (Abgeordnetenbestechung) muss dahingehend überarbeitet werden, dass nicht nur der direkte Stimmenkauf und -verkauf berücksichtigt wird, sondern auch die Vorteilsannahme und –gewährung in anderen Fällen der Mandatswahrnehmung oder meinungsbildender Funktionsausübung im parlamentarischen System. Die Neufassung muss auch immaterielle Versprechen erfassen und der Straftatsbestand auf die Vorteilsannahme oder –gewährung Dritter sowie Vorteile, die nach der Handlung bzw. dem Unterlassen gewährt oder angenommen werden, ausgeweitet werden.
Die Annahme von Spenden durch einzelne Abgeordnete muss durch eine Änderung des § 44a, Abs. 2 des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Mitglieder des Deutschen Bundestages (Abgeordnetengesetz) untersagt werden. Eine Bagatellregelung („Schnittchenklausel“) für die Bewirtung bei parlamentarischen Abenden und anderen Veranstaltungen sowie Ausnahmeregelungen für Zuwendungen im Rahmen von normalem parlamentarischen Verhalten („parlamentarische Gepflogenheiten“) sollen sicherstellen, dass die Abgeordneten nicht in der freien Ausübung ihres Mandats eingeschränkt werden. Sowohl die Schnittchenklausel als auch die parlamentarischen Gepflogenheiten sollen in einer Anlage zur Geschäftsordnung des Bundestages verankert und durch den Bundestagspräsidenten in einer Ausführungsbestimmung festgelegt werden.
3. Verschärfung der Transparenz- und Nebeneinkunftsregeln von Abgeordneten
Die Piratenpartei Deutschland erkennt die Rolle von Nebentätigkeiten für den beruflichen Wiedereinstieg nach der Zeit des Abgeordnetenmandats an – insbesondere für Freiberufler und persönlich haftende Geschäftsführer von kleinen Kapitalgesellschaften. Allerdings wird Wählern derzeit die Abwägung, ob und inwieweit sich Abgeordnete auf Grund ihrer Nebeneinkünfte in einem Interessenkonflikt befinden, durch intransparente Regelungen und Schlupflöcher erschwert bis unmöglich gemacht.
Die Piratenpartei fordert eindeutige Aussagen zur Höhe der Nebeneinkünfte von Abgeordneten des deutschen Bundestages sowie die Identifizierung möglicher Interessenkonflikte und Abhängigkeiten – dies ist nach dem aktuellen Stand des Abgeordnetengesetzes und der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages derzeit nicht möglich.
Wir stellen fest, dass sich gerade der Bereich ’Funktionen’ in Unternehmen, Vereinen, Verbänden und Stiftungen zu einem massiven Problem ausgeweitet hat. Unternehmen und Lobbyverbände kaufen sich insbesondere mit Beiratsmandaten bei Abgeordneten ein. Diese sind in der Regel durch hohe Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder erheblich attraktiver als entgeltliche Nebentätigkeiten – bei gleichzeitig geringerem zeitlichen Aufwand.
Wir fordern daher eine Verschärfung der Transparenz- und Nebeneinkunftsregeln in der Anlage 1 zur Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages (Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestages) sowie im zehnten Abschnitt des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Mitglieder des Deutschen Bundestages (Abgeordnetengesetz).
Dazu gehören die Verpflichtung, auch einmalige oder regelmäßige monatliche Einkünfte unter EUR 1000,- angeben zu müssen, sowie die Beendung der Verschleierung der tatsächlichen Einkünfte der Bundestagsabgeordneten über Stufenangaben. Stattdessen müssen die Abgeordneten verpflichtet werden, den tatsächlichen wirtschaftlichen Gewinn aus einer Tätigkeit auf den Cent genau anzugeben. Rechtsanwälte sollen, mit Rücksicht auf den Schutz ihrer Mandanten, zumindest angeben müssen, aus welcher Branche ihre Auftraggeber kommen. Eine Veröffentlichung der Identität von Mandaten soll mit Einwilligung möglich sein.
Da die Ausübung des Mandats im Mittelpunkt der Tätigkeit der Bundestagsabgeordneten steht, soll die maximale Anzahl der Funktionen in Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräten oder sonstiger Gremien durch eine entsprechende Änderung der Verhaltensregeln und des Abgeordnetengesetzes begrenzt werden, damit die Abgeordneten ihrer primären Tätigkeit gewissenhaft nachkommen können. Verstöße gegen Verhaltensregeln und Anzeigepflichten müssen u.a. durch höhere Ordnungsgelder als bisher geahndet werden.
Nebeneinkünfte, Aufwandsentschädigungen und geldwerte Vorteile sowie Auftraggeber müssen unmittelbar nach Erhalt maschinenlesbar über den Bundestagspräsidenten veröffentlicht werden, um die Daten mit dem Lobbyregister und dem Abstimmungsverhalten in Plenum und Ausschüssen verknüpfen zu können.
4. Eindämmung des politischen Sponsorings
Die Piratenpartei Deutschland lehnt die intransparente Finanzierung von politischen Veranstaltungen durch Sponsorengelder ab. Verbände und Unternehmen versuchen über Sponsorenengagements auf Parteitagen sowie Sommerfesten von Regierungsbehörden die vergleichsweise strengeren Auflagen für Parteispenden zu umgehen und sich über die Anmietung von Standflächen Zugang zu Entscheidungs- und Mandatsträgern zu verschaffen.
Die Piratenpartei fordert die Ergänzung des Parteiengesetzes um eine Anzeigepflicht für politisches Sponsoring, um die Praxis der indirekten Unternehmenszuwendungen an Parteien, Bundes- und Landesregierungen zu beenden und, um direkte Zurechenbarkeit zwischen Sponsoring und politischem Handeln herzustellen. Sponsorengelder müssen in Zukunft in den Rechenschaftsberichten der Parteien unter Angabe der Höhe namentlich aufgeführt werden, damit ihre Herkunft nicht wie bisher als Veranstaltungseinnahmen verschleiert werden kann.
Um die Alimentierung der politischen Einflussbemühungen von Unternehmen über Steuermittel zu beenden, müssen Sponsoring und direkte Spenden von Unternehmen zukünftig gleichbehandelt und die steuerliche Absetzbarkeit von Sponsoringaufwendungen durch juristische Personen abgeschafft werden.
Veranstaltungen der Bundesregierung, der Landesvertretungen der Bundesländer, sowie des Deutschen Staatsoberhauptes sollen anstatt über Sponsorengelder aus Haushaltsmitteln finanziert werden, damit der Anreiz für die Haushaltsausschüsse der Parlamente steigt, die Sinnhaftigkeit von opulenten Sommerfesten genauer als bisher zu prüfen.
5. Einführung von Karenzzeiten für Spitzenpolitiker
Die Piratenpartei Deutschland lehnt es ab, dass ausgeschiedene Spitzenpolitiker im Bereich ihrer ehemaligen Zuständigkeiten kurzfristig Tätigkeiten der politischen Interessenvertretung für Unternehmen und Verbände übernehmen.
Damit Mandatsträger und Regierungsbeamte weniger Anreiz haben, ihr politisches Handeln von den Interessen möglicher zukünftiger Arbeitgeber abhängig zu machen, fordert die Piratenpartei die Einführung von Sperrfristen (sogenannten „Karenzzeiten“) für Mitglieder der Bundesregierung, Staatssekretäre, Staatsminister und leitende Regierungsbeamte, sofern dem kein höherrangiges Recht entgegensteht.
Sperrfristen müssen für die Politikfelder gelten, für die Entscheidungsträger in ihrer bisherigen politischen Funktion zuständig waren, und bei denen es Zusammenhänge zwischen den im Amt getroffenen Entscheidungen und der nach dem Ausscheiden beabsichtigten Tätigkeit geben könnte.
Die Sperrfrist muss für Amts- und Mandatsträger in Bund und Ländern grundsätzlich mindestens ein Jahr betragen und durch eine unabhängige Stelle ausgesprochen, geprüft und überwacht werden. Die Karenzzeit soll in Fällen besonders schwerer Interessenskonflikte auf bis zu drei Jahre ausgeweitet werden können. Darüber hinaus soll eine dreijährige Anzeigepflicht eingeführt werden, die sich an §42a Beamtenrechtsrahmengesetz und §69a Bundesbeamtengesetz orientiert.
Zu diesem Zweck soll die Stelle eines unabhängigen Bundesbeauftragten für Ethik und Antikorruption geschaffen werden, der der Dienstaufsicht des BMI und der Rechtsaufsicht der Bundesregierung untersteht, jedoch keiner Fachaufsicht unterliegt. Dieser muss Verstöße gegen Anzeigevorschriften und Karenzzeiten mit öffentlichen Rügen und Bußgeldern ahnden und von einem ebenfalls einzurichtenden, aus Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Zivilgesellschaft und Wirtschaft paritätisch besetzten, Bundesethikrat beraten werden, der die angezeigten, geplanten Tätigkeiten beurteilt und gegenüber dem Bundesbeauftragten öffentliche Empfehlungen ausspricht.
| Gerd Altmann / pixelio.de |
- Wirtschaftsprogramm: Die Wirtschaftspolitik der Piratenpartei basiert auf einem humanistischen Menschenbild und ist bestimmt von Freiheit, Transparenz und gerechter Teilhabe.
- Wissenschaftlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Forschung
Die hohe Wertschätzung der Wissenschaft macht es unabdingbar, dass an wissenschaftliche Vorgänge hohe Anforderungen von Transparenz und Nachvollziehbarkeit gestellt werden. Wissenschaftliche Ergebnisse müssen stets in einer Form veröffentlicht werden, die eine unabhängige Überprüfung der dargelegten Ergebnisse und Schlussfolgerungen ermöglicht. Ebenso ist die Finanzierung von Forschungsprojekten und -einrichtungen transparent zu dokumentieren, um potentielle Interessenskonflikte und Einflussnahmen erkennen zu können. Insbesondere bei der Verwendung wissenschaftlicher Studien als Grundlage für politische Entscheidungen muss rigoros auf die Einhaltung entsprechender Transparenzforderungen geachtet werden. Einrichtungen und Forschungsbereiche, welche den Kriterien der Nachvollziehbarkeit und wissenschaftlicher Überprüfbarkeit nicht genügen, sollen vom Staat weder direkt bezuschusst noch indirekt (beispielsweise durch Zulassung und Anerkennung entsprechender Bildungswege) gefördert werden. - Umweltprogramm >>> Verbraucherschutz: Unser Ziel ist es, den berechtigten Interessen der Verbraucher als Konsument von Waren und Nutzer von Dienstleistungen sowie in Bezug auf Datenschutz, Urheberrecht und Transparenz mehr Geltung zu verschaffen.
- Freier Zugang zu Volltexten von Normen: Normen sind etwas Allgemeingültiges und sollen jedem zugänglich sein. Es ist im Interesse des Verbrauchers und im Sinne des Transparenzgedankens hierbei keine finanziellen Hürden überwinden zu müssen. Die Finanzierung soll durch den Staat erfolgen; dies scheint in Anbetracht des Nutzens als gerechtfertigt.
- Aussenpolitische Grundsätze der Piratenpartei: 5. International ist Transparenz in den Verhandlungen und Verträgen ebenso wichtig wie im nationalen Rahmen. Jeder Bürger hat das Recht auf Einsicht in alle Unterlagen, da es seine Politik ist - und nicht die Politik und der Herrschaftsanspruch von Anderen.
- Gesundheitspolitik (PA140) Der selbstbestimmte Patient: Der Mensch ist im Gesundheitssystem so weit wie möglich selbstbestimmt. Seine Würde und Autonomie sind zu respektieren. Im Rahmen seiner Möglichkeiten entscheidet er über die Form, Intensität und Reichweite der Behandlung. Die Voraussetzung für eine selbstbestimmte Entscheidung ist die Transparenz des Leistungsangebotes und der Ergebnisqualität der Leistungserbringer.
- Das bisherige Transparenz-Programm der Piratenpartei ...
- ... und die bisherigen Positionspapiere zur Transparenz von der Piratenpartei.
- (Offene) Anträge zur Transparenz
- >>> Übersicht meiner bisherigen Blogbeiträge zu Transparenz.
Transparenzpaket: Lobbyismus, Antikorruption und Sponsoring
Einflussnahme auf politische Entscheidungen offenlegen
| Handke / pixelio.de |
Um die Unabhängigkeit von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern gegenüber illegitimer Einflussnahme zu stärken, strebt die Piratenpartei die Umsetzung der folgenden Maßnahmen in den Bereichen Transparenz politischer Prozesse, Parteienfinanzierung, Nebentätigkeiten von Abgeordneten und Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung an:
1. Einrichtung eines Lobbyregisters für den Deutschen Bundestag
Die Piratenpartei Deutschland erkennt die Konsultation von Interessenvertretern – z.B. Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Umweltschutz-, Bürgerrechts- und Unternehmensverbänden – als integralen Bestandteil des politischen Willensbildungsprozesses der Gesellschaft an – solange dieser Austausch hinreichend offen und transparent ist. Die überproportionale Einflussnahme einzelner Gruppen durch die Verlagerung der politischen Willensbildung in informelle Beziehungsnetzwerke außerhalb des formalen Gesetzgebungsprozesses, lehnen wir ab.
Die Piratenpartei fordert ein Lobbyregister für den Bundestag, in das sich Interessenvertreter und Interessenvertretungen verpflichtend eintragen müssen, um einen Hausausweis zu erhalten und die Möglichkeit zu bekommen, bei Gesetzesvorhaben durch den Deutschen Bundestag angehört zu werden.
Ein solches Register soll zunächst in der Anlage 2 zur Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages (Registrierung von Verbänden und deren Vertretern) verankert werden und die existierende „Öffentliche Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern “ ersetzen. Es muss Aussagekraft hinsichtlich Budget, Tätigkeitsbereich, Anzahl und Namen der tätigen Personen und – bei freiberuflichen Interessenvertretern, Lobbyagenturen, Anwaltskanzleien und Denkfabriken – Mandanten und Auftraggeber enthalten. Alle Angaben müssen regelmäßig aktualisiert und falsche oder überholte Daten unverzüglich berichtigt werden.
Der Präsident des Bundestages soll bis auf weiteres das Register führen und als Kontrollinstanz sicherstellen, dass die Angaben wahrheitsgemäß sind und die Einträge regelmäßig aktualisiert werden. Er muss externen Beschwerden von natürlichen und juristischen Personen über Verstöße konsequent nachgehen, bei Verdachtsfällen eigenständig Untersuchungen einleiten und jährlich einen Bericht veröffentlichen, der die Untersuchungsergebnisse abgeschlossener Verfahren enthält. Beschwerdeführer und -gegner sollen eine Überprüfung der Entscheidung beantragen können.
Verstöße gegen Anzeigevorschriften und Fristen müssen mit Bußgeldern und weiteren Sanktionsmöglichkeiten geahndet werden – bis hin zur Erfassung auf einer schwarzen Liste bei besonderer Schwere des Fehlverhaltens.
Aus Transparenzgründen soll ein solches Register auf der Internetseite des Bundestages veröffentlicht werden. Es muss maschinenlesbar gestaltet sein, um im Sinne von Open-Data die Verknüpfung mit Abgeordneten- und Abstimmungsdaten zu ermöglichen und um Sortier- und Durchsuchbarkeit sicherzustellen.
Es soll geprüft werden, ob die Führung und Kontrolle des Registers mittelfristig an eine unabhängige öffentliche Institution, z.B. den Bundesrechnungshof oder den Bundesbeauftragen für Datenschutz und Informationsfreiheit übertragen sowie die weitere Ausgestaltung durch ein eigenes Bundesgesetz geregelt werden kann.
2. Erweiterung und Verschärfung des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung
Die Piratenpartei Deutschland fordert klare und umfassende Regelungen zum wirksamen Vorgehen gegen Abgeordnetenbestechung, um die Rechtslage an den globalen Mindeststandard der von Deutschland bereits 2003 unterzeichneten, aber mangels Umsetzung in deutsches Recht immer noch nicht ratifizierten UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) anzupassen und Deutschlands internationale Schlusslichtrolle bei der Korruptionsstrafbarkeit von Abgeordneten zu beenden.
Der Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung soll dem für die Bestechung von Amtsträgern (§ 334 StGB) angenähert werden. § 108e StGB (Abgeordnetenbestechung) muss dahingehend überarbeitet werden, dass nicht nur der direkte Stimmenkauf und -verkauf berücksichtigt wird, sondern auch die Vorteilsannahme und –gewährung in anderen Fällen der Mandatswahrnehmung oder meinungsbildender Funktionsausübung im parlamentarischen System. Die Neufassung muss auch immaterielle Versprechen erfassen und der Straftatsbestand auf die Vorteilsannahme oder –gewährung Dritter sowie Vorteile, die nach der Handlung bzw. dem Unterlassen gewährt oder angenommen werden, ausgeweitet werden.
Die Annahme von Spenden durch einzelne Abgeordnete muss durch eine Änderung des § 44a, Abs. 2 des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Mitglieder des Deutschen Bundestages (Abgeordnetengesetz) untersagt werden. Eine Bagatellregelung („Schnittchenklausel“) für die Bewirtung bei parlamentarischen Abenden und anderen Veranstaltungen sowie Ausnahmeregelungen für Zuwendungen im Rahmen von normalem parlamentarischen Verhalten („parlamentarische Gepflogenheiten“) sollen sicherstellen, dass die Abgeordneten nicht in der freien Ausübung ihres Mandats eingeschränkt werden. Sowohl die Schnittchenklausel als auch die parlamentarischen Gepflogenheiten sollen in einer Anlage zur Geschäftsordnung des Bundestages verankert und durch den Bundestagspräsidenten in einer Ausführungsbestimmung festgelegt werden.
3. Verschärfung der Transparenz- und Nebeneinkunftsregeln von Abgeordneten
Die Piratenpartei Deutschland erkennt die Rolle von Nebentätigkeiten für den beruflichen Wiedereinstieg nach der Zeit des Abgeordnetenmandats an – insbesondere für Freiberufler und persönlich haftende Geschäftsführer von kleinen Kapitalgesellschaften. Allerdings wird Wählern derzeit die Abwägung, ob und inwieweit sich Abgeordnete auf Grund ihrer Nebeneinkünfte in einem Interessenkonflikt befinden, durch intransparente Regelungen und Schlupflöcher erschwert bis unmöglich gemacht.
Die Piratenpartei fordert eindeutige Aussagen zur Höhe der Nebeneinkünfte von Abgeordneten des deutschen Bundestages sowie die Identifizierung möglicher Interessenkonflikte und Abhängigkeiten – dies ist nach dem aktuellen Stand des Abgeordnetengesetzes und der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages derzeit nicht möglich.
Wir stellen fest, dass sich gerade der Bereich ’Funktionen’ in Unternehmen, Vereinen, Verbänden und Stiftungen zu einem massiven Problem ausgeweitet hat. Unternehmen und Lobbyverbände kaufen sich insbesondere mit Beiratsmandaten bei Abgeordneten ein. Diese sind in der Regel durch hohe Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder erheblich attraktiver als entgeltliche Nebentätigkeiten – bei gleichzeitig geringerem zeitlichen Aufwand.
Wir fordern daher eine Verschärfung der Transparenz- und Nebeneinkunftsregeln in der Anlage 1 zur Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages (Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestages) sowie im zehnten Abschnitt des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Mitglieder des Deutschen Bundestages (Abgeordnetengesetz).
Dazu gehören die Verpflichtung, auch einmalige oder regelmäßige monatliche Einkünfte unter EUR 1000,- angeben zu müssen, sowie die Beendung der Verschleierung der tatsächlichen Einkünfte der Bundestagsabgeordneten über Stufenangaben. Stattdessen müssen die Abgeordneten verpflichtet werden, den tatsächlichen wirtschaftlichen Gewinn aus einer Tätigkeit auf den Cent genau anzugeben. Rechtsanwälte sollen, mit Rücksicht auf den Schutz ihrer Mandanten, zumindest angeben müssen, aus welcher Branche ihre Auftraggeber kommen. Eine Veröffentlichung der Identität von Mandaten soll mit Einwilligung möglich sein.
Da die Ausübung des Mandats im Mittelpunkt der Tätigkeit der Bundestagsabgeordneten steht, soll die maximale Anzahl der Funktionen in Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräten oder sonstiger Gremien durch eine entsprechende Änderung der Verhaltensregeln und des Abgeordnetengesetzes begrenzt werden, damit die Abgeordneten ihrer primären Tätigkeit gewissenhaft nachkommen können. Verstöße gegen Verhaltensregeln und Anzeigepflichten müssen u.a. durch höhere Ordnungsgelder als bisher geahndet werden.
Nebeneinkünfte, Aufwandsentschädigungen und geldwerte Vorteile sowie Auftraggeber müssen unmittelbar nach Erhalt maschinenlesbar über den Bundestagspräsidenten veröffentlicht werden, um die Daten mit dem Lobbyregister und dem Abstimmungsverhalten in Plenum und Ausschüssen verknüpfen zu können.
4. Eindämmung des politischen Sponsorings
Die Piratenpartei Deutschland lehnt die intransparente Finanzierung von politischen Veranstaltungen durch Sponsorengelder ab. Verbände und Unternehmen versuchen über Sponsorenengagements auf Parteitagen sowie Sommerfesten von Regierungsbehörden die vergleichsweise strengeren Auflagen für Parteispenden zu umgehen und sich über die Anmietung von Standflächen Zugang zu Entscheidungs- und Mandatsträgern zu verschaffen.
Die Piratenpartei fordert die Ergänzung des Parteiengesetzes um eine Anzeigepflicht für politisches Sponsoring, um die Praxis der indirekten Unternehmenszuwendungen an Parteien, Bundes- und Landesregierungen zu beenden und, um direkte Zurechenbarkeit zwischen Sponsoring und politischem Handeln herzustellen. Sponsorengelder müssen in Zukunft in den Rechenschaftsberichten der Parteien unter Angabe der Höhe namentlich aufgeführt werden, damit ihre Herkunft nicht wie bisher als Veranstaltungseinnahmen verschleiert werden kann.
Um die Alimentierung der politischen Einflussbemühungen von Unternehmen über Steuermittel zu beenden, müssen Sponsoring und direkte Spenden von Unternehmen zukünftig gleichbehandelt und die steuerliche Absetzbarkeit von Sponsoringaufwendungen durch juristische Personen abgeschafft werden.
Veranstaltungen der Bundesregierung, der Landesvertretungen der Bundesländer, sowie des Deutschen Staatsoberhauptes sollen anstatt über Sponsorengelder aus Haushaltsmitteln finanziert werden, damit der Anreiz für die Haushaltsausschüsse der Parlamente steigt, die Sinnhaftigkeit von opulenten Sommerfesten genauer als bisher zu prüfen.
5. Einführung von Karenzzeiten für Spitzenpolitiker
Die Piratenpartei Deutschland lehnt es ab, dass ausgeschiedene Spitzenpolitiker im Bereich ihrer ehemaligen Zuständigkeiten kurzfristig Tätigkeiten der politischen Interessenvertretung für Unternehmen und Verbände übernehmen.
Damit Mandatsträger und Regierungsbeamte weniger Anreiz haben, ihr politisches Handeln von den Interessen möglicher zukünftiger Arbeitgeber abhängig zu machen, fordert die Piratenpartei die Einführung von Sperrfristen (sogenannten „Karenzzeiten“) für Mitglieder der Bundesregierung, Staatssekretäre, Staatsminister und leitende Regierungsbeamte, sofern dem kein höherrangiges Recht entgegensteht.
Sperrfristen müssen für die Politikfelder gelten, für die Entscheidungsträger in ihrer bisherigen politischen Funktion zuständig waren, und bei denen es Zusammenhänge zwischen den im Amt getroffenen Entscheidungen und der nach dem Ausscheiden beabsichtigten Tätigkeit geben könnte.
Die Sperrfrist muss für Amts- und Mandatsträger in Bund und Ländern grundsätzlich mindestens ein Jahr betragen und durch eine unabhängige Stelle ausgesprochen, geprüft und überwacht werden. Die Karenzzeit soll in Fällen besonders schwerer Interessenskonflikte auf bis zu drei Jahre ausgeweitet werden können. Darüber hinaus soll eine dreijährige Anzeigepflicht eingeführt werden, die sich an §42a Beamtenrechtsrahmengesetz und §69a Bundesbeamtengesetz orientiert.
Zu diesem Zweck soll die Stelle eines unabhängigen Bundesbeauftragten für Ethik und Antikorruption geschaffen werden, der der Dienstaufsicht des BMI und der Rechtsaufsicht der Bundesregierung untersteht, jedoch keiner Fachaufsicht unterliegt. Dieser muss Verstöße gegen Anzeigevorschriften und Karenzzeiten mit öffentlichen Rügen und Bußgeldern ahnden und von einem ebenfalls einzurichtenden, aus Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Zivilgesellschaft und Wirtschaft paritätisch besetzten, Bundesethikrat beraten werden, der die angezeigten, geplanten Tätigkeiten beurteilt und gegenüber dem Bundesbeauftragten öffentliche Empfehlungen ausspricht.
Dienstag, 20. November 2012
Bildung und Transparenz
Transparenz in der Bildung wird aus politischer Sicht primär auf die Transparenz der Qualifikationen und Abschlüsse bezogen, um eine höhere Mobilität von Kapital - aber auch der Arbeitskräfte selbst - zu erreichen. Dies fördert die EU mit folgenden "Transparenz-Instrumenten": Europäische Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR), Europäische System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS), Europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET), Europass
Dabei hat sich die Bildung selbst, soweit diese auch "Soziale Medien" nutzt, bzgl. Transparenz stark verändert. "Lernen ist eine private Aktivität, die im Unterricht oder zu Hause ausgeführt wird. Öffentlich wird diese erst, wenn ich mich einer Prüfung unterziehe, nur dann wird Gelerntes öffentlich." Prof. Dr. Michael Kerres 2006, S. 5
(siehe auch "Didaktische Konzeption multimedialer und telemedialer Lernumgebungen")
Bereits der Unterricht unterliegt einer ~> "Inneren Transparenz". Aber die "Öffentlichkeit" als solche kommt erst mit den Neuen Medien bis in das Klassenzimmer und nach Hause.
Oelkers ('92) beschreibt Lernen als Organisation von Erfahrung, deren Kernprinzipien Transparenz, Nachprüfbarkeit, Beweispflicht und Kompetenz sind. Schulen attestiert Oelkers Intransparenz. Lernen kann von Transparenz durch eine gewisse Realitätsnähe profitieren.
Auch mit den Nachteilen und Risiken der "Bildungs-Transparenz" muss das Bildungswesen im multimedialen Zeitalter erst umgehen lernen.
Dabei hat sich die Bildung selbst, soweit diese auch "Soziale Medien" nutzt, bzgl. Transparenz stark verändert. "Lernen ist eine private Aktivität, die im Unterricht oder zu Hause ausgeführt wird. Öffentlich wird diese erst, wenn ich mich einer Prüfung unterziehe, nur dann wird Gelerntes öffentlich." Prof. Dr. Michael Kerres 2006, S. 5
(siehe auch "Didaktische Konzeption multimedialer und telemedialer Lernumgebungen")
Die Funktionen der Öffentlichkeit sind dabei Transparenz, Validierung & Orientierung (Gerhards '97, Neidhardt '94, Peters '94) - siehe auch "Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, soziale Bewegungen" (Friedhelm Neidhardt)Mit der aktuellen Diskussion über Web 2.0 stellt sich die Frage nach der Zukunft von traditionellen Lernplattformen an Hochschulen. Der Beitrag stellt verschiedene Entwicklungsoptionen vor und beschreibt die Perspektiven "sozialer Lernplattformen". Bei diesen stehen die Aktivitäten der Akteure und ihre Interaktion im Vordergrund und nicht Dokumente und Lernmaterialien. Sie sind durchlässig für Informationen aus dem und in das Internet. Schließlich unterstützen sie die Zusammenarbeit, die Entwicklung von Bekanntschaften und den Aufbau sozialer Gruppen. Dabei stellt sich die Frage, wie diese sozialen Strukturen auf einer Plattform zu konzipieren sind, um Gemeinschaftsbildung beim Lernen zu fördern. Prof. Dr. Michael Kerres "eLearning"
Prof. Dr. Michael Kerres "eLearning"
Bereits der Unterricht unterliegt einer ~> "Inneren Transparenz". Aber die "Öffentlichkeit" als solche kommt erst mit den Neuen Medien bis in das Klassenzimmer und nach Hause.
Oelkers ('92) beschreibt Lernen als Organisation von Erfahrung, deren Kernprinzipien Transparenz, Nachprüfbarkeit, Beweispflicht und Kompetenz sind. Schulen attestiert Oelkers Intransparenz. Lernen kann von Transparenz durch eine gewisse Realitätsnähe profitieren.
Auch mit den Nachteilen und Risiken der "Bildungs-Transparenz" muss das Bildungswesen im multimedialen Zeitalter erst umgehen lernen.
Open Government
www.opengovpartnership.org
- Präsentationen (Slideshare ):
- Benefits of Open Government Data
- Government 2.0: architecting for collaboration
- Citizen Superheroes...and other tales of Government 2.0
- Public engagement. Public empowerment.
- Open Government Status Report; White House Administration’s commitment to open government
- Mike2.0 Information Governance Overview - information governance and the concept of "Governance 2.0"
- World Government Summit on Open Source
- Videos:
Montag, 19. November 2012
objektbezogene - strukturelle - prozedurale Transparenz
| marlontiroke.com / pixelio.de |
Sie ermöglicht den Blick auf und Zugang zu spezifischen Informationsobjekten, die ggf. erst in einem Findungsprozess näher bestimmt werden. Im Kern - aber nicht ausschliesslich - geht es hier um die Informationszugangsansprüche der Bürgerinnen und Bürger - in der traditionellen Terminologie um die passive Transparenz.
- strukturelle Transparenz
Sie öffnet den Blick auf und das Verständnis von Einbettungen, Makrostrukturen und Bezüge zwischen Einrichtungen. Ein Unterfall der strukturellen Transparenz ist dabei die organisationsbezogene Transparenz als Mikroform der strukturellen Transparenz, die den informationellen Zugriff auf die Binnenstrukturen der Einrichtungen bis hin zu den funktionalen Kennungen der einzelnen Entscheidungsträger ermöglicht.
- prozedurale Transparenz
Sie legt das Zusammenwirken der Einrichtungen und die in den Einrichtungen ablaufenden Entscheidungsfindungsprozesse offen; sie ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Einbindung Aussenstehender in solche Prozesse.
aus "Die Transparenz der Europäischen Union" (pdf) von Herbert Burkert
Private Transparenz (Open Privacy)
2be continued
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Transparenz
NGO - Transparenz
Markus Edlefsen: Was machen die eigentlich? Transparenz in der Zivilgesellschaft
from Katharina Kaupen
from Katharina Kaupen
2be continued
Unternehmens-Transparenz
Die Klenk & Hoursch Transparenz-Studie ist die erste repräsentative
Untersuchung über Erwartungshaltungen und Meinungen der Deutschen zu
offener und transparenter Kommunikation von Unternehmen.
2be continued ...
2be continued ...
Aktive und Passive Transparenz
Aktive Transparenz:
Veröffentlichungspflicht des ~> "Transparenz-Subjektes", sozusagen eine "Bringschuld".
Siehe auch: "aktive Behördeninformation" - Expertendialog der Bundeskanzlerin 2011/ 2012 (pdf)
Passive Transparenz:
Das ~> "Transparenz-Subjekt" erwartet einen Antrag auf Transparenz - sozusagen eine "Holschuld" von demjenigen, der einen transparenten Einblick wünscht.
Die binäre Unterscheidung "aktiv/passiv" suggeriert eine Verteilung des Transparenzaufwandes, der der Realität wenig gerecht wird: Auch bei der Wahrnehmung der "aktiven Informationspflicht" durch die Verwaltung muss der Informationsinteressierte oft noch einen erheblichen Aufwand treiben, um die Orte des öffentlichen Angebots aufzufinden und sich zu erschliessen; der Begriff "passive Informationspflicht" wiederum unterschätzt den Aufwand der Verwaltung, ein funktionierendes Antragssystem zu installieren und zu unterhalten. Der Begriff "Transparenz auf Antrag" schliesslich ist nicht trennscharf, denn auch zu "aktiven" Angeboten besteht die Möglichkeit des Zugangs auf Antrag, wenn auch dann auf die "aktiven" Quellen verwiesen werden kann. Sehr oft erfahren aber die Antragsteller erst über einen solchen Antrag von den "aktiven" Angeboten.
aus "Die Transparenz der Europäischen Union" (pdf) von Herbert Burkert
Veröffentlichungspflicht des ~> "Transparenz-Subjektes", sozusagen eine "Bringschuld".
Siehe auch: "aktive Behördeninformation" - Expertendialog der Bundeskanzlerin 2011/ 2012 (pdf)
Passive Transparenz:
Das ~> "Transparenz-Subjekt" erwartet einen Antrag auf Transparenz - sozusagen eine "Holschuld" von demjenigen, der einen transparenten Einblick wünscht.
| DL Consulting / pixelio.de |
aus "Die Transparenz der Europäischen Union" (pdf) von Herbert Burkert
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Passive Transparenz,
Transparenz
Strategische Transparenz
| Gisela Peter / pixelio.de |
aus "Die Transparenz der Europäischen Union" (pdf) von Herbert Burkert
Insofern handelt es sich in der Regel häufig gleichzeitig um eine Strategie politischer Öffentlichkeitsarbeit. - was auch und gerade die Verwaltung betrifft.
Strategische Transparenz kann sich bei Unternehmen auch auf die Transparenz bzgl. der Unternehmensstrategie und insofern die "Messbarkeit" beziehen (Beispiel "Pfitzer", Projektmanagement - siehe auch "Strategischer Erfolg").
Besonders "strategische Transparenz" kann dabei durch Übertreibung oder Zurückhaltung die Wahrnehmung beim Empfänger verfälschen (oder eben die wahren Absichten offenlegen!).
Strategische Intransparenz
Das bewusste geheimhalten von Informationen aus legitimen oder illegitimen Gründen ist demnach "strategische Intransparenz".
Legitime Strategische Intransparenz orientiert sich dabei an der "Funktionalen Intransparenz" und veröffentlicht die Daten entweder zum ~> richtigen "Transparenzzeitpunkt" oder anonymisiert diese z.B. aus datenschutzrechtlichen Gründen.
Rezipierte Transparenz
Das Komplementär zur Strategischen (In-)Transparenz ist die "Rezipierte Transparenz"*, also das, was vom jeweiligen Empfänger auch wirklich wahrgenommen wurde.
Sonntag, 11. November 2012
"Innere" und "Äussere Kommunikation" sowie "Transparenz"
Inneres ist mit Äußerem nicht nur erfahrungsmäßig verbunden, sondern auch logisch. […] Wer eine Seele hat, muß des Schmerzes, der Freude, des Kummers
etc., etc. fähig sein.
Und soll er dazu auch fähig sein zu erinnern, Entschlüsse zu fassen, sich etwas vorzunehmen, so braucht er den sprachlichen Ausdruck.
Ludwig Wittgenstein, Das Innere und das Äußere
ORGANisationen jeglicher Art sollten als lebendiges organisches Wesen betrachtet und behandelt werden. Schliesslich sind Organisationen und auch das "System" ist die Summe der jeweiligen MENSCHEN und nicht nur die abstrakte Idee von ebensolchen.
Verliert man diesen Blick und behandelt man Organisationen rein funktional / technokratisch, dann bereitet man auch gleichzeitig der Unmenschlichkeit den Boden.
Natürlich ist nicht jede Organisation, die rein funktional geführt und organisiert wird, gleich ein Massenmörder. Aber totalitäre Systeme, die auch vor Mord nicht halt machen, sind durch und durch darauf aufgebaut, Menschlichkeit bereits in Strukturen und Abläufen zu verhindern.
Strukturen und Abläufe (Workflow) von Projekten wirken in ihrer Art zwangsläufig auf das Lebensgefühl und die Zwischenmenschlichkeit. In fast jeder Einrichtung der "öffentlichen Hand" spürt man das Übermaß an Struktur und Bürokratie zulasten der Mitmenschlichkeit bereits beim Betreten des Gebäudes.
Neben dem Ambiente / der "Atmosphäre", z.B. dem Licht, sind die Art und der Fluß der Kommunikation sowie deren Kommunikations-Kanäle die wichtigsten Faktoren für das Wohlempfinden am Arbeitsplatz.
An dieser Stelle picke ich das Thema "Innere Kommunikation" und "Äussere Kommunikation" (Öffentlichkeitsarbeit) aus dem Gesamtkontext der Organisation von Unternehmungen (speziell "Corporate Communication"), um diese aus dem Blickwinkel der "Transparenz" genauer zu beleuchten.
Jedes Projekt hat zwangsläufig eine "Innere" und eine "Äussere Kommunikation", da eine NICHT-Kommunikation unmöglich ist. (Paul Watzlawick) und nicht jede z.B. Absprache gleich von Aussen wahrgenommen werden kann.
Innere Kommunikation
Die "Innere Kommunikation" entspricht im übertragenen Sinn der Gedankenwelt eines Menschen, seinem Standpunkt und seinen Einstellungen. Hier würde eigentlich niemand auf die Idee kommen, dies alles transparent machen zu wollen - erst recht nicht zwangsläufig!
In der Unternehmenskommunikation teilt sich die "Innere Kommunikation" in "Formelle" und "Informelle Kommunikation".
Die "Informelle Kommunikation" entspricht dem "Flurfunk", den Gesprächen in den Pausen, der nonverbalen Kommunikation usw. - alles Kommunikation, die lange als ineffektiv abgelehnt und möglichst unterbunden wurde. Mittlerweile wissen wir, wie wichtig diese Kommunikation auch für Effektivität und möglichst reibungslosen Ablauf ist ("Human-Relations-Bewegung"). Die "Informelle Kommunikation" ist nicht unbedingt das Primärziel von "Transparenz".
Im Gegenteil: Menschen verändern sich, wenn diese (permanent) gefilmt / aufgezeichnet oder sonstwie überwacht werden - und das nicht unbedingt nur positiv. Von einer "Big-Brother - Transparenz", wie ich diese nenne, ist abzusehen. Damit es in einer transparenten Organisation auch menschlich zugeht, müssen Räume der Intransparenz geschaffen werden, denn die informelle Kommunikation kann sich unter permanenter Beobachtung nicht frei entfalten!! Sie wird sich permanent formell orientieren, nur schwer soziale Beziehungen aufbauen und soziale Interaktionen zulassen, die für die Effektivität und Nutzbarkeit informeller Kommunikation vonnöten sind.
"Der Stuhlkreis sei ein Rückzugsort, um dem »Transparenzterror« zu entkommen, sagt ein Pirat. Denn in den öffentlichen Fraktionssitzungen würden einige aus Angst vor Gesichtsverlust nicht offen sprechen wollen." (ZEIT online)
Die "Formelle Kommunikation" ist dabei einerseits an rechtliche Vorgaben gebunden - andererseits entspricht diese der Organisation und den Abläufen selbst in Form von Rundschreiben, Aushängen, Protokollen, E-Mails, Gesprächsnotizen, ... etc.
"Um Transparenz sicherzustellen, müssen Methodenbeschreibungen dem Prinzip der „Replizierbarkeit“ folgen: sämtliche Kriterien der exakten Wiederholbarkeit müssen offen gelegt werden." (EMNID)
Das bedeutet, dass sich - vor allem gesetzlich forderbare - Transparenz nur auf "Formelle", klar definierbare "Kommunikation" beziehen kann, wenn diese replizierbar anwendbar und in klarer Methodik vorliegen soll.
Innere Kommunikation und Innere Transparenz
Ob es sich nun um ein Modell mit "Maximaler Innerer Transparenz" handelt, oder nicht - Transparenz alleine genügt nicht für eine Innere Kommunikation.
Diese bedarf klarer Kommunikationskanäle und Abläufe. Schliesslich ist die Aufgabe der "Inneren Kommunikation" die Organisation - und dafür kann eine "Innere Transparenz" ein gutes Mittel sein, das gleichzeitig einer Gleichberechtigung an Information entspricht.
Aber was bringt ein Maximum an (Innerer) Transparenz, wenn die (Innere) Kommunikation nicht funktioniert? Genau; NICHTS!!
Man stelle sich einen Raum vor, in dem alle gleichzeitig sprechen - alle vorhandenen Informationen gleichzeitig auf einen niederschlagen. In einem solchen Raum ist keine Kommunikation, keine Ordnung und keine Organisation möglich. Damit (Innere oder Äussere) Transparenz überhaupt etwas bringt, müssen die Inhalte in klar definierten Kanälen fliessen
Auch wenn Hierarchie abgelehnt wird, empfiehlt sich für die formalen Abläufe eine Orientierung am "Einliniensystem", wo "untergeordnete" Stellen einen klaren "übergeordneten" Bezugspunkt haben. Dies geht auch weitgehend hierarchiefrei - es muss nur sichergestellt werden, dass es:
a) Klare Abläufe gibt (Workflow; 1 - 2 - 3 - 4)
b) zumindest situativ klare Verantwortlichkeiten
c) klare Orte, wo die Informationen für jeden Ablauf und Arbeitsauftrag zu finden, wie zu verarbeiten und wo abzulegen bzw. weiter zu reichen sind.
Streng genommen gibt es keine Innere Transparenz und Innere Kommunikation, wenn auch diese absolut "gläsern" und somit auch nach "Aussen" transparent ist.
Folgende Faktoren sprechen dafür die "Innere Kommunikation" und "Innere Transparenz" von der "Äusseren Kommunikation und Transparenz" zumindest stellenweise zu trennen und somit auch zu schützen:
Transparenz im "Inneren Kreis":
In diesem Kreis wird im Prinzip entschieden, was (wann und wie) transparent gemacht wird. Hier herrscht im Idealfall eine "Maximale Innere Transparenz", damit die Innere Kommunikation (zwecks Organisation!) gleichberechtigt und möglichst offen funktioniert!
Daher ist dieser Kreis nicht prinzipiell nach AUSSEN transparent.
Hinzu kommt, dass es Elemente gibt, die von Natur aus "gläsern" sind und andere, die für Transparenz erst aufgezeichnet oder aufbereitet werden müssen. Die Entscheidungen, was prinzipiell "gläsern transparent" zu sein hat und was "selektiv transparent" gemacht wird, trifft das operative Management.
Äussere Kommunikation (Öffentlichkeitsarbeit)
Normaler Weise zählt die Transparenz zu einer der Aufgaben der "Äusseren Kommunikation" und somit zur Öffentlichkeitsarbeit - schliesslich geht es um die Informationen, die nach "Aussen" dringen und von Aussen wahrgenommen werden sollen. Besonders die Informationen, die aufbereitet und multimedial produziert werden müssen, sollen die "Identität" bzw. das Image ("Corporate Identity") des Projektes darstellen. Image und Identität können sehr wohl eine Zielvorstellung sein, also auch Abweichungen von der aktuellen Realität aufweisen. Fehlt die Trennung von "Innerer" und "Äusserer Kommunikation / Transparenz", dann gehen die nackten Rohdaten in das Image und die Identität über. Ein bewusstes Formen von einem Selbstbild ist damit erschwert bis unmöglich.
Die "Äussere Kommunikation" will Transparenz und benötigt daher keine expliziten ~> "Funktional Intransparenten" Räume, denn diese stellt üblicher Weise die "Innere Kommunikation" zur Verfügung.
Konfliktmanagement (Innerer emotionaler Kreis)
Konflikte können nicht wirklich tiefgreifend und nachhaltig gelöst werden, wenn dies transparent - also unter den Augen der Öffentlichkeit - geschehen soll. Konfliktlösung muss primär persönlich und vertraulich stattfinden. Ergebnisse aus Konflikten, wie diese gelöst und was gelernt wurde, können von den Beteiligten im Anschluss in dem Maße transparent gemacht werden, wie die Beteiligten dazu bereit sind.
Erreicht ein Konflikt das "Operative Management" oder die Öffentlichkeit und somit das Management, kann sich dieses zu einer öffentlichen Stellungnahme regelrecht genötigt fühlen - sollte aber auch hierbei die Vertraulichkeit "Innerer", "Äusserer" und "innerster emotionaler" Kommunikation wahren. Daher sind solche Äusserungen in der Regel extrem sachlich und distanziert.
Auf das "Krisenmanagement" als solches bin ich bereits in einem sehr ausführlichen Artikel eingegangen.
Dies Schaubild zeigt das "Operative Management", welches vom "Inneren emotionalen Kreis" (des Konfliktmanagements) getrennt ist, damit die Konflikte nicht die handlungsfähigkeit des Managements beeinträchtigen (da Konflikte nicht im Hierarchie- & Transparenzmodell des operativen Managements gelöst werden können).
Insgesamt sind es drei Kreise, in die sich ein Management aufteilt. Die äusseren beiden Kreise dienen rein dem "Operativen Management", also vom Einkauf des Klopapiers über die Entscheidung welche Kugelschreiber wie bedruckt werden bis zur gesamten Unternehmenskommunikation, die sich in "Innere" und "Äussere Kommunikation" aufteilt.
Fazit:
http://pir.at/informelleintransparenz
etc., etc. fähig sein.
Und soll er dazu auch fähig sein zu erinnern, Entschlüsse zu fassen, sich etwas vorzunehmen, so braucht er den sprachlichen Ausdruck.
Ludwig Wittgenstein, Das Innere und das Äußere
ORGANisationen jeglicher Art sollten als lebendiges organisches Wesen betrachtet und behandelt werden. Schliesslich sind Organisationen und auch das "System" ist die Summe der jeweiligen MENSCHEN und nicht nur die abstrakte Idee von ebensolchen.
Verliert man diesen Blick und behandelt man Organisationen rein funktional / technokratisch, dann bereitet man auch gleichzeitig der Unmenschlichkeit den Boden.
Natürlich ist nicht jede Organisation, die rein funktional geführt und organisiert wird, gleich ein Massenmörder. Aber totalitäre Systeme, die auch vor Mord nicht halt machen, sind durch und durch darauf aufgebaut, Menschlichkeit bereits in Strukturen und Abläufen zu verhindern.
Strukturen und Abläufe (Workflow) von Projekten wirken in ihrer Art zwangsläufig auf das Lebensgefühl und die Zwischenmenschlichkeit. In fast jeder Einrichtung der "öffentlichen Hand" spürt man das Übermaß an Struktur und Bürokratie zulasten der Mitmenschlichkeit bereits beim Betreten des Gebäudes.
Neben dem Ambiente / der "Atmosphäre", z.B. dem Licht, sind die Art und der Fluß der Kommunikation sowie deren Kommunikations-Kanäle die wichtigsten Faktoren für das Wohlempfinden am Arbeitsplatz.
An dieser Stelle picke ich das Thema "Innere Kommunikation" und "Äussere Kommunikation" (Öffentlichkeitsarbeit) aus dem Gesamtkontext der Organisation von Unternehmungen (speziell "Corporate Communication"), um diese aus dem Blickwinkel der "Transparenz" genauer zu beleuchten.
Jedes Projekt hat zwangsläufig eine "Innere" und eine "Äussere Kommunikation", da eine NICHT-Kommunikation unmöglich ist. (Paul Watzlawick) und nicht jede z.B. Absprache gleich von Aussen wahrgenommen werden kann.
Innere Kommunikation
| Gerd Altmann / pixelio.de |
In der Unternehmenskommunikation teilt sich die "Innere Kommunikation" in "Formelle" und "Informelle Kommunikation".
Die "Informelle Kommunikation" entspricht dem "Flurfunk", den Gesprächen in den Pausen, der nonverbalen Kommunikation usw. - alles Kommunikation, die lange als ineffektiv abgelehnt und möglichst unterbunden wurde. Mittlerweile wissen wir, wie wichtig diese Kommunikation auch für Effektivität und möglichst reibungslosen Ablauf ist ("Human-Relations-Bewegung"). Die "Informelle Kommunikation" ist nicht unbedingt das Primärziel von "Transparenz".
Im Gegenteil: Menschen verändern sich, wenn diese (permanent) gefilmt / aufgezeichnet oder sonstwie überwacht werden - und das nicht unbedingt nur positiv. Von einer "Big-Brother - Transparenz", wie ich diese nenne, ist abzusehen. Damit es in einer transparenten Organisation auch menschlich zugeht, müssen Räume der Intransparenz geschaffen werden, denn die informelle Kommunikation kann sich unter permanenter Beobachtung nicht frei entfalten!! Sie wird sich permanent formell orientieren, nur schwer soziale Beziehungen aufbauen und soziale Interaktionen zulassen, die für die Effektivität und Nutzbarkeit informeller Kommunikation vonnöten sind.
"Der Stuhlkreis sei ein Rückzugsort, um dem »Transparenzterror« zu entkommen, sagt ein Pirat. Denn in den öffentlichen Fraktionssitzungen würden einige aus Angst vor Gesichtsverlust nicht offen sprechen wollen." (ZEIT online)
Die "Formelle Kommunikation" ist dabei einerseits an rechtliche Vorgaben gebunden - andererseits entspricht diese der Organisation und den Abläufen selbst in Form von Rundschreiben, Aushängen, Protokollen, E-Mails, Gesprächsnotizen, ... etc.
"Um Transparenz sicherzustellen, müssen Methodenbeschreibungen dem Prinzip der „Replizierbarkeit“ folgen: sämtliche Kriterien der exakten Wiederholbarkeit müssen offen gelegt werden." (EMNID)
Das bedeutet, dass sich - vor allem gesetzlich forderbare - Transparenz nur auf "Formelle", klar definierbare "Kommunikation" beziehen kann, wenn diese replizierbar anwendbar und in klarer Methodik vorliegen soll.
Innere Kommunikation und Innere Transparenz
| Gerd Altmann / pixelio.de |
Diese bedarf klarer Kommunikationskanäle und Abläufe. Schliesslich ist die Aufgabe der "Inneren Kommunikation" die Organisation - und dafür kann eine "Innere Transparenz" ein gutes Mittel sein, das gleichzeitig einer Gleichberechtigung an Information entspricht.
Aber was bringt ein Maximum an (Innerer) Transparenz, wenn die (Innere) Kommunikation nicht funktioniert? Genau; NICHTS!!
Man stelle sich einen Raum vor, in dem alle gleichzeitig sprechen - alle vorhandenen Informationen gleichzeitig auf einen niederschlagen. In einem solchen Raum ist keine Kommunikation, keine Ordnung und keine Organisation möglich. Damit (Innere oder Äussere) Transparenz überhaupt etwas bringt, müssen die Inhalte in klar definierten Kanälen fliessen
Auch wenn Hierarchie abgelehnt wird, empfiehlt sich für die formalen Abläufe eine Orientierung am "Einliniensystem", wo "untergeordnete" Stellen einen klaren "übergeordneten" Bezugspunkt haben. Dies geht auch weitgehend hierarchiefrei - es muss nur sichergestellt werden, dass es:
a) Klare Abläufe gibt (Workflow; 1 - 2 - 3 - 4)
b) zumindest situativ klare Verantwortlichkeiten
c) klare Orte, wo die Informationen für jeden Ablauf und Arbeitsauftrag zu finden, wie zu verarbeiten und wo abzulegen bzw. weiter zu reichen sind.
Streng genommen gibt es keine Innere Transparenz und Innere Kommunikation, wenn auch diese absolut "gläsern" und somit auch nach "Aussen" transparent ist.
Folgende Faktoren sprechen dafür die "Innere Kommunikation" und "Innere Transparenz" von der "Äusseren Kommunikation und Transparenz" zumindest stellenweise zu trennen und somit auch zu schützen:
- Rechtlich: Eine fehlende Trennung zwischen "Innerer" und "Äusserer Kommunikation / Transparenz" macht es unmöglich (daten-)schutzrechtliche Inhalte zu filtern. Eine Organisation, die zum Mitmachen einlädt und mit Ehrenamtlichen wirkt, aber keine geschützte Innere Kommunikation ermöglicht, ist rechtlich zumindest bedenklich. Ob und inwieweit z.B. offene Mailinglisten situativ gegen den Datenschutz verstossen, könnte einfach überprüft werden. Besser, das überprüfen die Piraten umgehend selbst... Aber konkrete Verstöße sind ja nicht alles. Mitmachen ist in einer solchen Organisation nur möglich, wenn man sich freiwillig einer absoluten Überwachung durch die Öffentlichkeit hingibt.
- Überwachung: Fehlen intransparente und informelle "Räume" muss die "Innere Kommunikation" sich den Vorwurf einer totalen Überwachung gefallen lassen und sollte zusätzlich unter diesem Aspekt bewertet werden. Wie bei der Überwachung des Arbeitsplatzes ist die Einschätzung einer freiwilligen Überwachung / Transparenz sehr fragwürdig. Siehe auch Foucault, z.B. 1 - 2 - 3 - 4 -
- Funktional: Einzelne Funktionen der "Inneren Kommunikation", wie das Entscheiden über Inhalte, ob diese öffentlich gemacht werden - oder nicht - sind unmöglich. Dies betrifft vor allem Strategien und die Öffentlichkeitsarbeit selbst. Dabei könnten diese Inhalte dennoch ~> zum richtigen Zeitpunkt transparent gemacht werden! Siehe auch ~> "Dysfunktionale Transparenz" bzw. ~> "Funktionale Intransparenz"
- Informell: Informelle, also persönliche und private Kommunikation sowie soziale Beziehungen sind zumindest erschwert möglich und unter Dauerbeobachtung. (siehe auch "Hawthorne-Effekt" und "Human-Relations-Bewegung")
- Biochemisch: Um in einem wissenschaftlichen Versuch "Stress" auszulösen, ist es eine gängige Methode, Aufgaben unter Beobachtung ausführen zu lassen. Beobachtung löst Stress aus und kann bis auf die Gene wirken. Der durch Beobachtung ausgelöste Stress wurde besonders im Kontext der Geburtsbegleitung untersucht. "Durch permanente Beobachtung wird ausschliesslich die Kaiserschnitt- und Zangengeburtenrate drastisch gesteigert" ("Lancet" 1987 - mit Forschungsergebnissen aus Australien, Europa und den USA).
- Verhalten: Bereits einfache und imaginierte Beobachtung (Bild von Augen) löst Verhaltensveränderungen aus - intensive Forschungen stehen wohl noch bis heute aus.
Transparenz im "Inneren Kreis":
In diesem Kreis wird im Prinzip entschieden, was (wann und wie) transparent gemacht wird. Hier herrscht im Idealfall eine "Maximale Innere Transparenz", damit die Innere Kommunikation (zwecks Organisation!) gleichberechtigt und möglichst offen funktioniert!
Daher ist dieser Kreis nicht prinzipiell nach AUSSEN transparent.
Hinzu kommt, dass es Elemente gibt, die von Natur aus "gläsern" sind und andere, die für Transparenz erst aufgezeichnet oder aufbereitet werden müssen. Die Entscheidungen, was prinzipiell "gläsern transparent" zu sein hat und was "selektiv transparent" gemacht wird, trifft das operative Management.
Äussere Kommunikation (Öffentlichkeitsarbeit)
Normaler Weise zählt die Transparenz zu einer der Aufgaben der "Äusseren Kommunikation" und somit zur Öffentlichkeitsarbeit - schliesslich geht es um die Informationen, die nach "Aussen" dringen und von Aussen wahrgenommen werden sollen. Besonders die Informationen, die aufbereitet und multimedial produziert werden müssen, sollen die "Identität" bzw. das Image ("Corporate Identity") des Projektes darstellen. Image und Identität können sehr wohl eine Zielvorstellung sein, also auch Abweichungen von der aktuellen Realität aufweisen. Fehlt die Trennung von "Innerer" und "Äusserer Kommunikation / Transparenz", dann gehen die nackten Rohdaten in das Image und die Identität über. Ein bewusstes Formen von einem Selbstbild ist damit erschwert bis unmöglich.
Die "Äussere Kommunikation" will Transparenz und benötigt daher keine expliziten ~> "Funktional Intransparenten" Räume, denn diese stellt üblicher Weise die "Innere Kommunikation" zur Verfügung.
Konfliktmanagement (Innerer emotionaler Kreis)
Konflikte können nicht wirklich tiefgreifend und nachhaltig gelöst werden, wenn dies transparent - also unter den Augen der Öffentlichkeit - geschehen soll. Konfliktlösung muss primär persönlich und vertraulich stattfinden. Ergebnisse aus Konflikten, wie diese gelöst und was gelernt wurde, können von den Beteiligten im Anschluss in dem Maße transparent gemacht werden, wie die Beteiligten dazu bereit sind.
Erreicht ein Konflikt das "Operative Management" oder die Öffentlichkeit und somit das Management, kann sich dieses zu einer öffentlichen Stellungnahme regelrecht genötigt fühlen - sollte aber auch hierbei die Vertraulichkeit "Innerer", "Äusserer" und "innerster emotionaler" Kommunikation wahren. Daher sind solche Äusserungen in der Regel extrem sachlich und distanziert.
Auf das "Krisenmanagement" als solches bin ich bereits in einem sehr ausführlichen Artikel eingegangen.
Dies Schaubild zeigt das "Operative Management", welches vom "Inneren emotionalen Kreis" (des Konfliktmanagements) getrennt ist, damit die Konflikte nicht die handlungsfähigkeit des Managements beeinträchtigen (da Konflikte nicht im Hierarchie- & Transparenzmodell des operativen Managements gelöst werden können).
Insgesamt sind es drei Kreise, in die sich ein Management aufteilt. Die äusseren beiden Kreise dienen rein dem "Operativen Management", also vom Einkauf des Klopapiers über die Entscheidung welche Kugelschreiber wie bedruckt werden bis zur gesamten Unternehmenskommunikation, die sich in "Innere" und "Äussere Kommunikation" aufteilt.
Fazit:
- Die "Gedankenwelt" eines Projektes ist schützenswert - auch in Form "informeller Kommunikation" zwischenmenschlicher Interaktion.
- Die Trennung von "Innerer" und "Äusserer Kommunikation / Transparenz" hat auch die Aufgabe (daten)schutzrechtliche Inhalte überhaupt filtern zu können.
- Der "Innerste emotionale Kreis" kann nur persönlich und vertraulich funktionieren. Transparenz an dieser Stelle vergeht sich an Privat- / Intimsphäre / Datenschutz und nutzt meist "Transparenz als Waffe".
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