Damit aus allen Bereichen Anträge zum BPT2012.2 an die Reihe kommen, schlage ich vor, die präferierte Antragsreihenfolge zu nutzen (welche auch immer beschlossen wird, dieser Vorschlag passt zu praktisch jeder Antragsreihenfolge!) - aber in der ersten Runde nur drei Anträge pro Bereich abzustimmen.
Modul A:
Die Anzahl der Anträge kann beliebig erhöht / angepasst werden.
Modul B:
X Anträge pro Bereich - ausser keiner davon wird angenommen, dann bis zu dem ersten Antrag eines Bereiches, der auch angenommen wird (damit wir in jedem Bereich mindestens einen Punkt im Parteiprogramm haben).
Modul C:
In der zweiten Runde wird jeweils der komplette Rest eines Bereichs abgestimmt.
Modul D:
In jeder Runde werden nur X Anträge abgestimmt und wir zirkulieren so lange bis der Parteitag vorbei ist.
Das erschwert einerseits thematischen Tiefgang, wenn man sich in einer Runde in z.B. Transparenz oder Wirtschaft einarbeitet. Andererseits rauchen dann die Köpfe nicht zu sehr und das Hirn geniesst etwas Abwechslung.
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Sonntag, 18. November 2012
Beschneidende Anträge BPT2012.2
Es gibt insgesamt fünf Anträge, die sich dem Thema Beschneidung widmen: P043, PA633, PA631, PA627,
PA398
Für mich fallen alle Anträge, die dabei nur die Beschneidung und nicht auch Piercings, Tattoos und sonstige Körperverletzungen (wie z.B. Impfungen) betrachten raus, da diese zu einseitig, nicht völlig durchdacht und rein "religiös motiviert" sind oder zumindest so gedeutet werden können.
Somit fallen PA398 und PA627 raus - übrig bleiben P043, PA631, PA633.
PA631 "lehnt sämtliche nicht medizinisch indizierten chirurgischen Eingriffe ohne wirksame Einwilligung des Betroffenen ab", will diese unter 14 Jahren grundsätzlich verbieten und als Körperverletzung ahnden. Optional / modular kann aber ein Moratorium hinzugewählt werden, wo unter gewissen Rahmenbedingungen für aktuell unbestimmte Zeit die Körperverletzung nicht verfolgt wird. Ein Moratorium für die zwischenzeitliche Legalisierung von Körperverletzungen finde ich persönlich irrwitzig...
PA633 sieht dies ähnlich "Das Erziehungsrecht der Eltern kann unter keinen Umständen medizinisch nicht indizierte Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit von Minderjährigen rechtfertigen."
P043 will "die Entscheidung über die Zulässigkeit von medizinischen Eingriffen an Kleinkindern" ... "auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Folgen" treffen, "nicht auf Basis von ideologischer oder religiöser Motivation."... "Gleichzeitig darf die Beschneidung nicht alleine deshalb abgelehnt werden, weil sie (in manchen Fällen) religiös motiviert ist. Es gibt durchaus Untersuchungen, die der Beschneidung Unbedenklichkeit attestieren oder positive gesundheitliche Effekte ausfindig machen."
PA631 und PA633 ähneln sich. PA631 hebt die fehlende wirksame Einwilligung hervor und legt diese gleichzeitig mit 14 Jahren fest - PA633 lehnt sämtliche medizinisch nicht indizierten Eingriffe ab.
Nur P043 betrachtet das Thema auch aus dem Blickwinkel von u.a. Impfungen: "Dabei muss vom Einzelfall ausgehend begründet werden, ob ein Eingriff medizinisch vorteilhaft (z.B. Impfung), medizinisch unbedenklich oder medizinisch nicht akzeptabel (z.B. weibliche Beschneidung) ist. Medizinisch aus Sicht des Kindes vorteilhafte und unbedenkliche Eingriffe sollen dabei einheitlich nach Ermessen der Eltern erlaubt, nicht akzeptable Eingriffe einheitlich verboten werden."
Steilvorlage für die Hetze gegen Juden und Muslime
Ein Verbot von Beschneidungen an Jugendlichen würde politisch mit Sicherheit in der Masse falsch verstanden und von den falschen Kreisen argumentativ missbraucht werden. Man könnte noch so viel von Kinderrechten sprechen, dies würde als Steilvorlage für die Hetze gegen Juden und Muslime genutzt werden. In einem solchen Verbot steckt großes Gewaltpotential, das sich zusätzlich und durch das Verbot motiviert, an Juden und Muslimen (Kindern wie Erwachsenen) potentiell entladen würde. Daher erachte ich nur P043 als wählbar.
Kinderrechte
Diejenigen, die wehement Kinderrechte in das Feld ziehen, übersehen allzuleicht, dass bei einer Illegalität von Beschneidungen mit Sicherheit mehr Kinder unter dubisen Umständen mit mehr Unfällen beschnitten werden, als bislang. Wem es um Kinderrechte in der Beschneidungsdebatte geht, dem geht es nicht um Kinder und Einzelschicksale - sondern nur um das "Recht" und dessen prinzipielle Durchsetzbarkeit an sich. Würde man eine Entscheidung fällen wollen, die letztlich weniger Unfälle bei Beschneidungen erzeugt, dann müsste man abwägen zwischen der Zahl der Unfälle in klinischen abgesicherten sowie illegalen Situationen.
Was bringt es, wenn man eine Entscheidung für Kinderrechte fällt, unter der am Ende aber mehr Kinder zu leiden haben??
Medizinische und Glaubensargumente sind schwer bis nicht zu trennen!
Meine persönlicher "Glaube":
In dem Punkt der Impfung GLAUBE ich der Medizin schlicht nicht, dass es sinnvoll ist, mein Kind bereits in den ersten Lebenswochen mit einem Cocktail gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung,
Keuchhusten, Hepatitis B (Leberentzündung) und Haemophilus influenzae
Typ b - sowie Zusatzstoffen wie Aluminiumverbindungen,
Quecksilberverbindungen (Thiomersal), Formaldehyd und Antibiotika zu
impfen. Schon die als üblich betrachteten Impfreaktionen, wie
Muskelschmerzen, Spannung und Schwellung an der Injektionsstelle,
Abgeschlagenheit oder Kopf- und Gliederschmerzen zeigen mir, dass dies
kein Zuckerschlecken ist. Ich weiss nichts über die allergische
Situation meines Kindes (ich weiss nur, dass die Eltern bereits einige
Allegien aufzuweisen haben) und muss dann als Impfkomplikation einen
allergisch-anaphylaktischen Schock oder Symptome der o.g. Krankheiten
(3-5 % bei Lebendimpfstoffen) in Kauf nehmen.
Mir geht es nicht um Argumente für und gegen Impfen und ich werde mich auch nicht auf solche "Glaubens-Diskussionen" einlassen. Mir geht es darum aufzuzeigen, dass ich für meinen GLAUBEN Argumente habe - die andere wiederum zu wiederlegen GLAUBEN. Wenn ein Arzt mir eine Operation meines Kindes empfiehlt (oder auch mir persönlich z.B. eine OP an meiner Herzklappe empfohlen wird), dann baut dies auf meinem TRAUEN / GLAUBEN auf. Ich persönlich kann NICHT WISSEN, wie es kardiologisch oder medizinisch um mich oder mein Kind bestellt ist. Ich kann nur trauen / glauben - mir andere Meinungen einholen und dann aus einer Vielzahl von fachlichen Meinungen das rauspicken, dem ich am meisten TRAUE. Die Grenze zwischen Glauben und Wissen in dem Bereich "gesundheitlicher" Entscheidungen zum "Wohle meines Kindes" ist extrem dünn und ich würde mir dieses Recht der Entscheidung über meine Kinder nicht nehmen lassen wollen.
Mir fällt es daher schwer, aus Glaubensfragen und medizinisch (unbedenkliche) implizierte Körperverletzungen sinnvoll zu trennen. Ich befürchte, dass die Höherbewertung von Medizin gegenüber Glauben mir letztlich das Recht nehmen könnte, auch über medizinische Ratschläge frei zu entscheiden. Eine Argumentation von Kinderrechten über Glaubensfreiheit (ich bin mir bewusst, dass ich hier die Religionsfreiheit argumentativ ausweite) kann ich daher nur schwer für gut und sinnig halten.
Daher würde ich mich für P043 entscheiden, da hier einerseits wissenschaftlich abgewägt wird und andererseits den Eltern (im Rahmen medizinisch unbedenklicher Eingriffe!!) die Freie Entscheidung belassen wird. Ausserdem wird damit der Hetze gegen bestimmte Gläubige und Kulturen nicht in einem gigantischen Ausmass gefördert.
Ich kann mir aber auch vorstellen aus beiden Gründen jegliche politisch fixe Stellungnahme, die zudem meist an Betroffenen vorbei getroffen wird, abzulehnen. In diesem Fall wäre ich für einen weiteren gesellschaftlichen Diskurs - aber sowas steht ja nicht zur Wahl.
PA398
Für mich fallen alle Anträge, die dabei nur die Beschneidung und nicht auch Piercings, Tattoos und sonstige Körperverletzungen (wie z.B. Impfungen) betrachten raus, da diese zu einseitig, nicht völlig durchdacht und rein "religiös motiviert" sind oder zumindest so gedeutet werden können.
Somit fallen PA398 und PA627 raus - übrig bleiben P043, PA631, PA633.
PA631 "lehnt sämtliche nicht medizinisch indizierten chirurgischen Eingriffe ohne wirksame Einwilligung des Betroffenen ab", will diese unter 14 Jahren grundsätzlich verbieten und als Körperverletzung ahnden. Optional / modular kann aber ein Moratorium hinzugewählt werden, wo unter gewissen Rahmenbedingungen für aktuell unbestimmte Zeit die Körperverletzung nicht verfolgt wird. Ein Moratorium für die zwischenzeitliche Legalisierung von Körperverletzungen finde ich persönlich irrwitzig...
PA633 sieht dies ähnlich "Das Erziehungsrecht der Eltern kann unter keinen Umständen medizinisch nicht indizierte Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit von Minderjährigen rechtfertigen."
P043 will "die Entscheidung über die Zulässigkeit von medizinischen Eingriffen an Kleinkindern" ... "auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Folgen" treffen, "nicht auf Basis von ideologischer oder religiöser Motivation."... "Gleichzeitig darf die Beschneidung nicht alleine deshalb abgelehnt werden, weil sie (in manchen Fällen) religiös motiviert ist. Es gibt durchaus Untersuchungen, die der Beschneidung Unbedenklichkeit attestieren oder positive gesundheitliche Effekte ausfindig machen."
PA631 und PA633 ähneln sich. PA631 hebt die fehlende wirksame Einwilligung hervor und legt diese gleichzeitig mit 14 Jahren fest - PA633 lehnt sämtliche medizinisch nicht indizierten Eingriffe ab.
Nur P043 betrachtet das Thema auch aus dem Blickwinkel von u.a. Impfungen: "Dabei muss vom Einzelfall ausgehend begründet werden, ob ein Eingriff medizinisch vorteilhaft (z.B. Impfung), medizinisch unbedenklich oder medizinisch nicht akzeptabel (z.B. weibliche Beschneidung) ist. Medizinisch aus Sicht des Kindes vorteilhafte und unbedenkliche Eingriffe sollen dabei einheitlich nach Ermessen der Eltern erlaubt, nicht akzeptable Eingriffe einheitlich verboten werden."
Steilvorlage für die Hetze gegen Juden und Muslime
Ein Verbot von Beschneidungen an Jugendlichen würde politisch mit Sicherheit in der Masse falsch verstanden und von den falschen Kreisen argumentativ missbraucht werden. Man könnte noch so viel von Kinderrechten sprechen, dies würde als Steilvorlage für die Hetze gegen Juden und Muslime genutzt werden. In einem solchen Verbot steckt großes Gewaltpotential, das sich zusätzlich und durch das Verbot motiviert, an Juden und Muslimen (Kindern wie Erwachsenen) potentiell entladen würde. Daher erachte ich nur P043 als wählbar.
Kinderrechte
Diejenigen, die wehement Kinderrechte in das Feld ziehen, übersehen allzuleicht, dass bei einer Illegalität von Beschneidungen mit Sicherheit mehr Kinder unter dubisen Umständen mit mehr Unfällen beschnitten werden, als bislang. Wem es um Kinderrechte in der Beschneidungsdebatte geht, dem geht es nicht um Kinder und Einzelschicksale - sondern nur um das "Recht" und dessen prinzipielle Durchsetzbarkeit an sich. Würde man eine Entscheidung fällen wollen, die letztlich weniger Unfälle bei Beschneidungen erzeugt, dann müsste man abwägen zwischen der Zahl der Unfälle in klinischen abgesicherten sowie illegalen Situationen.
Was bringt es, wenn man eine Entscheidung für Kinderrechte fällt, unter der am Ende aber mehr Kinder zu leiden haben??
Medizinische und Glaubensargumente sind schwer bis nicht zu trennen!
Meine persönlicher "Glaube":
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| Labret Piercing in Afrika (Mursi) |
Mir geht es nicht um Argumente für und gegen Impfen und ich werde mich auch nicht auf solche "Glaubens-Diskussionen" einlassen. Mir geht es darum aufzuzeigen, dass ich für meinen GLAUBEN Argumente habe - die andere wiederum zu wiederlegen GLAUBEN. Wenn ein Arzt mir eine Operation meines Kindes empfiehlt (oder auch mir persönlich z.B. eine OP an meiner Herzklappe empfohlen wird), dann baut dies auf meinem TRAUEN / GLAUBEN auf. Ich persönlich kann NICHT WISSEN, wie es kardiologisch oder medizinisch um mich oder mein Kind bestellt ist. Ich kann nur trauen / glauben - mir andere Meinungen einholen und dann aus einer Vielzahl von fachlichen Meinungen das rauspicken, dem ich am meisten TRAUE. Die Grenze zwischen Glauben und Wissen in dem Bereich "gesundheitlicher" Entscheidungen zum "Wohle meines Kindes" ist extrem dünn und ich würde mir dieses Recht der Entscheidung über meine Kinder nicht nehmen lassen wollen.
Mir fällt es daher schwer, aus Glaubensfragen und medizinisch (unbedenkliche) implizierte Körperverletzungen sinnvoll zu trennen. Ich befürchte, dass die Höherbewertung von Medizin gegenüber Glauben mir letztlich das Recht nehmen könnte, auch über medizinische Ratschläge frei zu entscheiden. Eine Argumentation von Kinderrechten über Glaubensfreiheit (ich bin mir bewusst, dass ich hier die Religionsfreiheit argumentativ ausweite) kann ich daher nur schwer für gut und sinnig halten.
Daher würde ich mich für P043 entscheiden, da hier einerseits wissenschaftlich abgewägt wird und andererseits den Eltern (im Rahmen medizinisch unbedenklicher Eingriffe!!) die Freie Entscheidung belassen wird. Ausserdem wird damit der Hetze gegen bestimmte Gläubige und Kulturen nicht in einem gigantischen Ausmass gefördert.
Ich kann mir aber auch vorstellen aus beiden Gründen jegliche politisch fixe Stellungnahme, die zudem meist an Betroffenen vorbei getroffen wird, abzulehnen. In diesem Fall wäre ich für einen weiteren gesellschaftlichen Diskurs - aber sowas steht ja nicht zur Wahl.
Samstag, 17. November 2012
#Flop40 Anträge zum BPT2012.2
Dies ist ein Aufruf und Antrag zum BPT2012.2 in Bochum nicht nur Anträge an den Anfang des Parteitages zu wählen, sondern auch Anträge an das Ende zu setzen.
Das hat den Vorteil, dass wir uns nicht mit Formfehlern und Gärungsprozessen auseinandersetzen müssen, sollten wir weit über die Top40 Anträge hinaus kommen. Ausserdem kann dieser Antrag modular zu nahezu jeder anderen Entscheidung über die Antragsreihenfolge hinzu gewählt werden.
An das Ende des Parteitages - und somit in die Unwahrscheinlichkeit überhaupt abgestimmt zu werden - sollten gewählt werden:
Ich beginne an dieser Stelle die Anträge für die #Flop40 zu sammeln und in Blöcken zu sortieren, dass diese zum BPT an das Ende der Veranstaltung gewählt werden können.Über die Blöcke kann dann einzeln entschieden werden.
Formfehler und Gärungsprozesse:
Extreme Anträge:
Wer will, kann mir Tips per Twitter zukommen lassen #Flop40
Das hat den Vorteil, dass wir uns nicht mit Formfehlern und Gärungsprozessen auseinandersetzen müssen, sollten wir weit über die Top40 Anträge hinaus kommen. Ausserdem kann dieser Antrag modular zu nahezu jeder anderen Entscheidung über die Antragsreihenfolge hinzu gewählt werden.
An das Ende des Parteitages - und somit in die Unwahrscheinlichkeit überhaupt abgestimmt zu werden - sollten gewählt werden:
- Formfehler, die daher (aber auch meist aus weiteren Gründen) gar nicht erst abgestimmt werden müssten.
- Gärungsprozesse: In meinen bisherigen Übersichten habe ich bereits die unausgegorenen Anträge herausgefiltert - wobei ich sehr gnädig war und bei den meisten alle erdenklichen Augen zugedrückt habe ... und somit nur wirkliche Gärungsprozesse gesammelt habe. Teilweise sind die Grundgedanken dieser Anträge nicht falsch, manchmal sogar sehr gut - aber eben in der bisherigen Form ungeeignet für ein Parteiprogramm zur Bundestagswahl. Insofern hat meine Einsortierung von Anträgen bei den Gärungsprozessen nicht immer etwas mit dem Inhalt zu tun!
- Extreme Anträge: Solche Anträge z.B., die eigentlich umgehend einen Parteiausschluss und sicherlich auch eine Abstimmung wert sind, um die Ablehnung laut herauszu schreien: PA033 - Leugnung von Völkermord soll straffrei bleiben (Wahlprogramm)
Aber macht es wirklich Sinn, solchen Anträgen Zeit zu opfern? Ich meine NEIN und bin daher dafür, diese Anträge an das Ende des Parteitages zu verschieben und die Zeit somit sinnvoller einzusetzen!
Ich beginne an dieser Stelle die Anträge für die #Flop40 zu sammeln und in Blöcken zu sortieren, dass diese zum BPT an das Ende der Veranstaltung gewählt werden können.Über die Blöcke kann dann einzeln entschieden werden.
Formfehler und Gärungsprozesse:
- PA566 - Basiseinnahmen durch Arbeit (Wahlprogramm)
- PA577 - ehemalige Heimkinder in Deutschland und Ihre Lage (Grundsatzprogramm)
- PA653 - BGR (Bürgergrundrente), mit uns sofort (Wahlprogramm)
- PA654 - Quotenregelung für Ämter und Mandate (Wahlprogramm)
- PA655 - Rotationssystem für Mandate (Wahlprogramm)
- PA259 - Lebensmittelgutscheine anprangern (Wahlprogramm)
- PA372 - Multidimensionale Nachhaltigkeit erreichen (Wahlprogramm)
- PA557 - Der BPT möge beschließen, dass die Finanzierung der öffentlichen Haushalte (und Piratenpartei-Programmpunkte) durch Umsatzprovisionen erfolgt. (Wahlprogramm)
- Das Solidarische Grundeinkommen (SGE), plus Wohnkostenpauschale (WKP) und Bürgerversicherung (BV)
- Das Bedingungslose Grundeinkommen und die Möglichkeit der Armutsbekämpfung
- Bedingungsloses Grundeinkommen nach Prof. G. W. Werner und Susanne Wiest sowie Steuervereinfachung
Extreme Anträge:
Wer will, kann mir Tips per Twitter zukommen lassen #Flop40
Freitag, 16. November 2012
Anträge zur Leiharbeit BPT2012.2
Schon ein bisschen auffällig, wieviele Anträge sich um das moderne "Sklaventum" namens "Leiharbeit" drehen - und wie wenige sich (im Verhältnis) um Rahmenbedingungen für mehr bzw. sichere Arbeitsplätze bemühen...
- PA330 - Antrag LA 003: Festlegung einer maximalen Überlassungsdauer (Wahlprogramm)
- [Bestehender Text des Wahlprogramms: In einzelnen Unternehmen stellen
die Leiharbeitskräfte mittlerweile selbst betriebsintern eine Art
Konkurrenz und Druckmittel gegen die Stammbelegschaft dar. Oftmals
kosten die Leiharbeiter die Arbeitgeber sogar noch weniger als
Mitarbeiter der Stammbelegschaft, da die Entleiher die Leiharbeiter zu
Niedrig(st)-Löhnen beschäftigen. Dies führt langfristig in die
Niedriglohnspirale.
Leiharbeit sollte aus diesem Grund – wie dies in der Vergangenheit auch schon einmal der Fall war – begrenzt werden. Wir werden dazu eine maximal erlaubte Überlassungsdauer von sechs Monaten für Leiharbeitnehmer festlegen. Die Piratenpartei wird das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) entsprechend anpassen.]
In einzelnen Unternehmen stellen die Leiharbeitskräfte mittlerweile betriebsintern Konkurrenz dar und sind zugleich Druckmittel gegen die Stammbelegschaft. Oftmals verursachen die Leiharbeiter bei den Arbeitgebern sogar noch weniger Kosten als Mitarbeiter der Stammbelegschaft, da die Entleiher die Leiharbeiter zu Niedrig(st)-Löhnen beschäftigen. Dies führt langfristig in die Niedriglohnspirale.
Leiharbeit soll aus diesem Grund - wie dies in der Vergangenheit auch schon der Fall war - wieder begrenzt werden. Wir werden dazu eine maximal zulässige Überlassungsdauer von sechs Monaten für Leiharbeitnehmer einfordern. Die Piratenpartei wird sich für eine Ausweitung und Verbesserung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) einsetzen.
- PA327 - LA 001: Für mehr Gerechtigkeit in der Leiharbeit (Wahlprogramm)
- [Bestehender Text des Wahlprogramms: Leiharbeit stellt für die
Wirtschaft ein sinnvolles und notwendiges Instrument dar, um
Auftragsspitzen zu bewältigen. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch
gezeigt, dass dieses Instrument von immer mehr Unternehmen dazu
missbraucht wird, den Kündigungsschutz und Tarif- bzw. Mindestlöhne zu
umgehen.]
Präambel: Für mehr Gerechtigkeit in der Leiharbeit
Die Piratenpartei Deutschland ist sich bewusst, dass Leiharbeit für die Wirtschaft sinnvoll und notwendig ist, um Auftragsspitzen oder zeitweilige Personalausfälle zu kompensieren.
In den vergangenen Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass die Leiharbeit von immer mehr Unternehmen dazu missbraucht wird, den Kündigungsschutz und Tariflöhne zu umgehen.
Die arbeitsrechtlichen Bedingungen dürfen die branchenüblichen oder tarifvertraglichen Regelungen nicht unterschreiten, da es sich um "besondere Arbeitsverhältnisse" handelt. Von den Arbeitnehmern werden besondere Talente, hohe Flexibilität und die Akzeptanz eines höheren Arbeitslosigkeitsrisikos gefordert.
Nicht nur durch ein niedriges Arbeitsentgelt, auch durch oft unterbrochene Arbeitszeiten fallen bei Leiharbeitnehmern niedrige und lückenhafte Beiträge zur Rentenversicherung an. Durch den geringen Entgeltbezug und die Unkalkulierbarkeit des Arbeitslebens sind Leiharbeiter nicht in der Lage, sich mit einer privaten Rente zu versorgen.
- PA328 - Antrag LA 002: Entprekarisierung der Leiharbeit (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei Deutschland tritt für eine Entprekarisierung der
Zeitarbeitsverhältnisse bei gleichzeitiger Flexibilisierung des
Arbeitsmarktes zum Zwecke der Wirtschaftsstandortsicherung und Förderung
individueller Lebens- und Arbeitsmodelle ein.
Um dies zu realisieren setzt die Piratenpartei Deutschland auf folgende Modulanträge:
???
- PA332 - Antrag LA 004: Übergang von Leiharbeit in festes Arbeitsverhältnis (Wahlprogramm)
- Das Leiharbeitsverhältnis soll nach spätestens sechs Monaten in ein festes Arbeitsverhältnis münden, es sei denn der Arbeitnehmer wünscht weiter in Leiharbeit beschäftigt zu bleiben. Die Probezeit soll im Falle der Übernahme des Leiharbeitnehmers durch den Entleiherbetrieb entfallen.
- PA334 - LA 005: Gleichstellung von Leiharbeitspersonal mit der Stammbelegschaft (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei fordert,dass Leiharbeiter in allen Belangen der Stammbelegschaft gleichgestellt werden müssen.
Dies impliziert auch, dass der Betriebsrat des Entleiherbetriebes in den Angelegenheiten des Betriebes auch für die Leiharbeiter zuständig sein muss, soweit es nicht solche Angelegenheiten sind, die ausschließlich den Entleiherbetrieb betreffen.
Die Pflichten des Betriebsrates müssen in diesen Fällen vollumfänglich auch für die Leiharbeitnehmer gelten.
- PA336 - LA 006: Diskriminierung von Leiharbeitnehmern bei betrieblichen Zusatzleistungen (Wahlprogramm)
- ... dass betriebliche Zusatzleistungen, wie z.B. subventioniertes Mittagessen oder auch andere freiwillige Leistungen im Sinne der grundgesetzlich geschützten unternehmerischen Freiheit bleiben, aber gleichermassen für alle Beschäftigten verfügbar sind. ...
- PA337 - LA 007: Haftung von Verleihbetrieben (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass die Zeitarbeitsunternehmen bei Nichtzahlung von Fahrtkosten / Zuschlägen an die Arbeitnehmer haften und bei wiederholtem Verstoß progressiv ansteigend sanktioniert werden, bis hin zum Entzug der Gewerbeerlaubnis.
- PA339 - LA 008: Entkopplung der Leih-/Zeitarbeit vom ALG-II-Sektor (Wahlprogramm)
- ... keine Aufforderung mehr festgeschrieben werden, Bewerbungen bei Zeitarbeitsunternehmen / Personaldienstleistern vorzunehmen. Eine mangelnde Eigenbemühung oder Mitwirkung ..., die zu Sanktionen ... führen könnte, darf nicht mehr geltend gemacht werden können.
- PA340 - LA 009: Festlegung einer Obergrenze für Leiharbeitnehmer (Wahlprogramm)
- ...in Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten auf 10% der gesamten Stammbelegschaft zu begrenzen.
- PA344 - LA 010: Erweiterter Kündigungsschutz von Leiharbeitnehmern (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei fordert, die gesetzlichen Kündigungsfristen der Leiharbeiter den Regelungen der festangestellten Arbeitnehmer des Unternehmens gleichzustellen. Diese Fristen sollen auch in den gängigen branchenüblichen Tarifverträgen zeitnah umgesetzt werden.
- PA345 - LA 011: Lohnfestsetzung (Wahlprogramm)
- [Bestehender Text des Wahlprogramms: Nach französischem Vorbild sollen
Leiharbeiter nicht eine billige Verfügungsmasse sein, mit der reguläre
Beschäftigte unter Druck gesetzt werden können, sondern für die ihnen
abverlangte Flexibilität mit einem Lohnzuschlag entschädigt werden.]
Nach französischem Vorbild sollen Leiharbeiter nicht eine billige Verfügungsmasse sein, mit der reguläre Beschäftigte unter Druck gesetzt werden können. Sie sollen den gleichen Lohn erhalten wie die Mitarbeiter des Betriebes, in welchen sie entliehen werden Für die ihnen abverlangte Flexibilität sollen sie zusätzlich noch einen tariflich zu vereinbarenden oder gesetzlichen Lohnzuschlag erhalten.
- PA346 - LA 012: Mehr Kontrolle bei Zeitarbeitsverhältnissen (Wahlprogramm)
- Ähnlich wie zur Bekämpfung der Schwarzarbeit sollen die Beschäftigungsverrhältnisse stärker kontrolliert werden. Für Zeiten der Nichtbeschäftigung, die der Leiharbeitsnehmer nicht zu vertreten hat, müssen Leiharbeitnehmer trotzdem bezahlt werden. Gleiches gilt bei ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit.
Mittwoch, 14. November 2012
#jedentageinantrag
Viele Piraten beschäftigen sich auf ihren Blogs mit Anträgen für den Bundesparteitag der Piratenpartei
unter der Überschrift #jedentageinantrag.
Für die Arbeit mit den Anträgen:
SammelBUS "Berlin <~> Bochum"
Für die Arbeit mit den Anträgen:
- Übersicht Antragsportal
- Antragsviewer
- Browsererweiterung von Johannes Ponnader
- Sammelstelle für konkurrierende Anträge.
- Spickerrr, der Android Spickzettel für den Bundesparteitag der Piraten 2012.2
SammelBUS "Berlin <~> Bochum"
- @Dahie hat sich die Mühe gemacht das ganze in einem RSS-Feed zusammenzufassen. (Wer seinen Feed beifügen will, einfach übermitteln!)
- In dieser genialen Übersicht von @schwarzblond werden die Beiträge zu den Anträgen sowie LQFB-Ergebnis usw.usf. ebenfalls gesammelt.
- Blogs, die mitmachen finden sich z.B. bei kollegejansen
- https://kpeterl.wordpress.com/
http://nordlicht-development.de/blog/
http://malkurznachgedacht.blogspot.de/
http://gedankenundrecht.wordpress.com
http://schwarzblond.wordpress.com
http://nplhse.com/tag/jeden-tag-ein-antrag/
http://www.elbloggo.de/wordpress/
http://nuklearia.de/2012/11/08/entropiewende/
- Die Wünsch-dir-was-Liste der Piraten (Spiegel Online)
- Meine bisherigen Übersichten:
![]() |
| https://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2012.2 |
Alle Artikel: http://pir.at/bpt112
Sonntag, 11. November 2012
ALG / Hartz4 - Anträge BPT2012.2
Da die Abschaffung von Hartz4 bereits beschlossene Sache ist, könnte eine Reihe weiterer Anträge aus diesem Themengebiet ohne Diskussion und Gesprächsbedarf durchgewunken werden?!!
SozialGesetzbuch & Anwendung:
JobCenter & Umsetzung:
Transparenz:
Sanktionen:
Formfehler / Gärungsprozesse:
SozialGesetzbuch & Anwendung:
- PA272 - PG ALGII 004: Neuformulierung der Gesetzestexte nach dem Günstigkeitsprinzip (Wahlprogramm)
- Die gesetzlichen Vorschriften des SGB II und SGB XII müssen nach dem sogenannten "Günstigkeitsprinzip" (d.h. eine Entscheidung muss grundsätzlich zugunsten des Betroffenen getroffen werden) für die leistungsberechtigten Personen klar und konkret formuliert werden.
- PA350 - PG ALG-II 001: Korrektur des Sozialgesetzbuches (Wahlprogramm)
- Solange ... Bedingunslose Grundeinkommen (BGE) noch nicht ... fordert die Piratenpartei eine radikale Änderung der bestehenden SGB II- Gesetzgebung. ... Die mit der AGENDA 2010 begonnene Korrektur der SGB II Gesetzgebung ist nicht mehr zeitgemäß und letztendlich gescheitert, was auch durch die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts bestätigt wird. Aus Sicht der Partei ist es daher geboten, kurzfristige Reperaturen an dem Gesetz und der Struktur der Behörden vorzunehmen, um die fortwährende Demütigung der Bezieher zu beenden.
- PA227 - Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Beratungs- und Prozesskostenhilfe (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei lehnt den derzeitig vorliegenden Gesetzentwurf zur Neureglung der Beratungs- und Prozesskostenhilfe ab, da er die Voraussetzung zur Unterstützung erheblich verschlechtert und fordert stattdessen, das bestehende Gesetz zu überarbeiten
- PA266 - 50€ für Hartz IV-/Transferleistungsempfänger - bedingungslos! (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei Deutschland fordert bedingungslos die pauschale Erhöhung der Hartz-IV/ALG II-Transferleistungen sowie die pauschale Erhöhung so genannter Aufstockungen für Transferleistungsempfänger in Höhe von 50€ monatlich für jeden betroffenen Leistungsempfänger.
JobCenter & Umsetzung:
- PA067 - Veröffentlichungspflicht für ALLE ALG II-Leistungskataloge mit ALLEN Leistungen (Grundsatzprogramm)
- Es wird beantragt im Grundsatzprogramm an geeigneter Stelle einzufügen, dass die jeweils geltenden ALG II-Leistungskataloge den Interessenten frei und unbeschwert zugänglich gemacht werden müssen.
- PA351 - PG ALG-II 002: Keine Zeitverträge & bessere Qualifizierung (Wahlprogramm)
- ... Wir fordern eine regelmässige, qualitativ hochwertige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter, in den Jobcentern, die fachliche und soziale Kompetenzen vermitteln müssen.
- PA352 - PG ALGII 003: Organisation des Jobcenters (Wahlprogramm)
- Die Piratenprtei setzt sich dafür ein, dass die Mitarbeiter im Vermittlungsbereich nur diejenigen Berufsgruppen berät, deren Berufsbilder sie kennen und damit auch über das nötige Fachwissen verfügen. ...
- PA356 - PG ALGII 006: Qualifizierungsmassnahmen von ALG II Empfängern (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei fordert, dass Arbeitslose mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Berufserfahrung durch geeignete Weiterbildungen qualifiziert werden, sofern sie dies wünschen. Dies soll insbesondere auch für ältere Arbeitnehmer gelten.
- PA238 - Aussetzung Ein-Euro-Jobs (Wahlprogramm)
- Wir setzen uns dafür ein, die „Ein-Euro-Jobs“ (Vermittlung in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, AGH-MAE) auszusetzen und stattdessen die Einführung von wirklich qualifizierenden Maßnahmen zu fördern, die zur Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt führen. ...
- PA239 - Stärkung der Arbeitslosen-Selbsthilfegruppen (Wahlprogramm)
- ... Nach Auffassung der PIRATEN ist daher schnellstmöglich ein Finanztopf ähnlich der Unterstützung von Verbraucherschutzorganisationen einzurichten, um die lokalen Arbeitslosen-Selbsthilfegruppen für Beratungsgespräche zu stärken. Als Voraussetzung für die Förderung muss Hilfsempfängern die Möglichkeit gegeben werden, etwaige Verträge vor Unterschrift dort prüfen zu lassen, sowie schriftlich über ihre Rechte aufgeklärt worden zu sein.. Vereine und Hilfsgruppen, die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung anbieten oder durchführen, sind explizit von der Nutzung dieser Töpfe ausgenommen.
Transparenz:
- PA357 - PG ALGII 007: Anwendung des Informationsfreiheitsgesetzes (Wahlprogramm)
- Die Piratenpartei fordert das uneingeschränkte Recht auf Akteneinsicht zu jeder Zeit sowie die Pflicht zur Aushändigung der gesamten persönlichen -auch digitalen- Dokumentation (Aufzeichnungen, Profiling etc.) nach jedem Termin bei der Arbeitsverwaltung.
- PA354 - PG ALG II 005: Transparenz bei Informations- und Beratungspflichten (Wahlprogramm)
- Es sollen verbindliche, nachvollziehbare Informations- und Beratungsrichtlinien für das Jobcenter geschaffen werden, die dem Leistungsberechtigten zugänglich sein müssen. Der Leistungsberechtigte ist schriftlich vollumfänglich und konkret im Vorfeld über seine Rechte und Pflichten aufzuklären. Alle internen Arbeitsanweisungen sind offen zu legen.
Sanktionen:
- PA413 - Abschaffung von Sanktionen (Grundsatzprogramm)
- Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, "Sanktionen im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch und Leistungseinschränkungen im Zwölften Buch Sozialgesetzbuch abzuschaffen. Das Sozialgesetzbuch sieht bisher Sanktionen vor, wonach die ohnehin niedrigen Sozialbezüge in Schritten gekürzt werden können, bis hin zur kompletten Streichung. ...
Formfehler / Gärungsprozesse:
- PA259 - Lebensmittelgutscheine anprangern (Wahlprogramm)
- Dem Grundgesetz Geltung verschaffen durch piratischen Umtausch der Lebensmittelgutscheine aller betroffenen ALG2er und Anprangern dieser menschenverachtenden Sanktionspraxis! Wir sind keine Wuschelweichlobbypartei, sondern die Piratenpartei und müssen im Wahlkampf zur BTW13 den politischen Gegner mit aller Härte, wegen Menschen- und Grundgesetzwidrigen "Krieg gegen Mittelose" angreifen, besonders nachdem sich Marius S. am 13.10.12 vor dem Bundestag selbst angezündet hat. Er und viel andere Todesopfer sind nicht mehr hinnehmbar. Harz4 muss endlich in ein BGE nach Prof. G. W. Werner umgewandelt werden.
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Mittwoch, 7. November 2012
Einkommens - Anträge BPT2012.2
BGE / Bedingungsloses Grundeinkommen - Sockeleinkommen - gemeinnütziges Einkommen - ...
Meine Empfehlung an den BPT2012.2
Von den meisten BGE-Anträgen bin ich persönlich enttäuscht. Aber nicht deswegen, weil KEIN Finanzierungskonzept vorgelegt wurde - sondern weil die meisten "versucht" haben ein Finanzierungskonzept vorzulegen - und mich keins davon so richtig vom Hocker reisst. Am schlimmsten finde ich aber, dass es immer wieder heisst, man müsse das mit den Bürgern entwickeln - aber keine klaren Vorgaben folgen, wie man auf die Bürger zugehen will ... stattdessen werden erste Finanzierungskonzepte oder eine Komission vorgeschlagen, die den Rest regelt.
Zu einer Zeit, wo die Piraten am ehrlichsten gesagt haben, wenn sie an einem Punkt noch nicht fertig entwickelt sind, waren die Wahlprognosen am höchsten. Je mehr wir uns festlegen - und sei dies auch noch so Unausgegoren - umsomehr fliegen wir völlig raus. Mehr Mut zur Lücke, mehr Mut zum Diskurs der Öffentlichkeit!
So ganz persönlich, weil ich mir die Mühe gemacht habe alle Anträge zu lesen (was eigentlich jeder vor dem BPT machen sollte), hier meine Empfehlungen:
Ich habe die Anträge in diesem Themenkomplex in folgende Gruppen aufgeteilt:
Anträge ohne Finanzierungskonzept
Mit Finanzierungskonzept
Sonstige Anträge zu "Einkommen"
Formfehler und Gärungsprozesse:
Meine Empfehlung an den BPT2012.2
- vor der Abstimmung über das BGE die zentralen Steuer- & Wirtschaftsprogramme Anträge festlegen.
- An erste Stelle habe ich den Antrag gesetzt, der BGE und Mindestlohn aus dem Programm streichen will. An der Stelle können wir ja nochmals bestätigen ob bzw. dass der Weg der Richtige ist.
- Jedes Finanzierungskonzept stellt sich in max. 3 Min. vor (soviel haben wir nicht einmal vor den Bürgern!) und dann wird abgestimmt, OB WIR ÜBERHAUPT JETZT SCHON EIN FINANZIERUNGSKONZEPT PRÄSENTIEREN WOLLEN! Sollten wir kein Finanzierungskonzept vorlegen, was ich persönlich hoffe, dann sollten wir uns primär darauf konzentrieren die Bürger in den Prozess eines offenen Diskurses einzuladen - Barcamps organisieren - die Presse um Mithilfe im Sinne ihres (politischen) Bildungsauftrages auffordern ... usw!
Entscheiden wir uns gegen ein Finanzierungskonzept, sind auch alle Anträge mit einem solchen Konzept vom Tisch. Dann können wir uns auch den Anträgen zuwenden, die ich hier bei "Sonstige" verzeichnet habe. Diese sind allemal mehr wert als ein unausgegorenes Konzept!
Von den meisten BGE-Anträgen bin ich persönlich enttäuscht. Aber nicht deswegen, weil KEIN Finanzierungskonzept vorgelegt wurde - sondern weil die meisten "versucht" haben ein Finanzierungskonzept vorzulegen - und mich keins davon so richtig vom Hocker reisst. Am schlimmsten finde ich aber, dass es immer wieder heisst, man müsse das mit den Bürgern entwickeln - aber keine klaren Vorgaben folgen, wie man auf die Bürger zugehen will ... stattdessen werden erste Finanzierungskonzepte oder eine Komission vorgeschlagen, die den Rest regelt.
Zu einer Zeit, wo die Piraten am ehrlichsten gesagt haben, wenn sie an einem Punkt noch nicht fertig entwickelt sind, waren die Wahlprognosen am höchsten. Je mehr wir uns festlegen - und sei dies auch noch so Unausgegoren - umsomehr fliegen wir völlig raus. Mehr Mut zur Lücke, mehr Mut zum Diskurs der Öffentlichkeit!
So ganz persönlich, weil ich mir die Mühe gemacht habe alle Anträge zu lesen (was eigentlich jeder vor dem BPT machen sollte), hier meine Empfehlungen:
- Kein Konzept mit Angaben zur Finanzierung! Am besten finde ich: EU & Schritte - aber auch einzelne Module hiervon, besonders das letzte Modul
- Von allen Finanzierungsvorschlägen fand ich das Energiegeld am witzigsten - aber leider nicht ausgegoren!
- Etwas mehr Kreativität, liebe Piraten ... dieser Vorschlag hier wurde zwar nicht zum BGE gemacht und ich muss erstmal drüber schlafen wie ich den finde und wer sich dann zum Abschuss freigibt... dürfte aber das BGE locker finanzieren :-)
- Fakt - nur mal so: Ein Sozialwesen ist finanzierbar, schliesslich sind wir ein Sozialstaat. Auch ein umfangreicheres Sozialwesen ist machbar - auch mit weniger... und am Ende gar keinen Bedingungen...
Ich habe die Anträge in diesem Themenkomplex in folgende Gruppen aufgeteilt:
- Anträge, die kein Finanzierungskonzept mitliefern
- Anträge, die ein Finanzierungskonzept liefern
- Sonstige Anträge zum Thema Einkommen
- Anträge, die eigentlich aus Formfehlern abzulehnen bzw. für ein Bundesprogramm zu unausgegoren sind
Anträge ohne Finanzierungskonzept
- Streichung von "Bedingungsloses Grundeinkommen und Mindestlohn" aus dem Wahlprogramm
- Ich beantrage den Punkt "Bedingungsloses Grundeinkommen und Mindestlohn" aus dem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 zu streichen.
- Der Punkt "Bedingungsloses Grundeinkommen und Mindestlohn" hat sich nicht bewährt. Er ist mangels Konzept nur schwer gegenüber den Bürgern zu vertreten. Die Forderung beschränkt sich im Kern auf mitunter selbstverständliche Allgemeinplätze, wie die Einsetzung einer Enquete-Kommission oder eine Volksabstimmung. Auch völlig unabhängig von der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens muss man diesen Punkt deshalb noch einmal hinterfragen. Im Wahlprogramm der Piratenpartei sollten keine planlosen Forderungen stehen, wenn wir den Anspruch erheben, seriöse und durchdachte Politik zu machen.
- Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens auf europäischer Ebene
Die Piratenpartei Deutschland wird sich für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens auf europäischer Ebene einsetzen. Die Höhe des BGE soll für alle Einwohner gleich sein, unabhängig davon, wo sie innerhalb Europas ihren Hauptwohnsitz haben. Ergänzende Sozialleistungen auf nationaler Ebene bleiben bis auf weiteres möglich. Die PIRATEN bekennen sich ausdrücklich zu dem Ziel, das Wohlstandsniveau innerhalb Europas zügig anzugleichen. - Schritte zum bedingungslosen Grundeinkommen
- Modul 1: Der Weg zum allgemeinen Grundeinkommen führt über gruppenspezifische Grundeinkommen.
Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in einem
großen Schritt ist nicht sinnvoll. Besser ist die kurzfristige Umsetzung
von Reformschritten, die in die Richtung eines bedingungslosen
Grundeinkommens für alle führen. Wichtig ist, dass diese Schritte die
Einkommenssituation der am schlechtesten gestellten Personengruppen
verbessern. Mit diesen Schritten lassen sich bereits heute Erfahrungen
mit dem gesellschaftlichen Wandel und den ökonomischen Folgen, die ein
zukünftiges BGE bringen würde, machen. Ebenso wächst die Klarheit über
Finanzierungserfordernisse und Finanzierungsmöglichkeiten.
Während die Enquetekommission die Wege der langfristigen Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens ermittelt, können kurzfristig bereits einige Schritte umgesetzt werden.
Modul 2: Abschaffung der Sanktionen bei Hartz IV (§§ 31, 32 SGB II, § 39 a SGB XII)
Die Abschaffung der Sanktionen im SGB II und SGB XII wurden 2011 in Offenbach bereits beschlossen. Folgender Text soll angefügt werden:
Sanktionen, die darin bestehen, das Existenzminimum zu kürzen, sind in jedem Fall unverhältnismäßig und haben in einem freiheitlichen Rechtsstaat nichts verloren. Die Sanktionsdrohung lähmt und belastet. Indem sie zahllose Menschen zu beruflichen Kompromissen zwingt, wirkt sie bis weit in die Mitte der Erwerbsgesellschaft hinein als Freiheitseinschränkung.
Modul 3: Verbesserung der Einkommenssituation der Einwanderer und Flüchtlinge
Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für die Verbesserung der Situation der Einwanderer und Flüchtlinge ein. In einem reichen Land kann und muss die materielle Situation der am schlechtesten Gestellten, und dazu gehören viele Flüchtlinge und viele der Einwanderer, deutlich verbessert werden.
Die Diskriminierung durch das Asylbewerberleistungsgesetz ist menschenunwürdig und muss abgeschafft werden.
Modul 4: Abschaffung der Kinderarmut
Die Piratenpartei Deutschland setzt sich dafür ein, mit der Erhöhung des Kindergeldes die Kinderarmut abzuschaffen. Die Perspektive ist die Einführung eines Kindergrundeinkommens.
Kinderarmut schließt Kinder einkommensschwacher Eltern von gesellschaftlicher Teilnahme, insbesondere von vielen Bildungsangeboten aus. Auf diese Weise wird die Benachteiligung durch Herkunft von Beginn an verfestigt. Gleiche Bildungschancen für alle können mit einem Kindergrundeinkommen viel wirkungsvoller realisiert werden als beispielsweise mit bürokratieintensiven "Bildungspaketen".
Modul 5: Abschaffung der Altersarmut, Prävention zukünftiger Altersarmut durch die Weiterentwicklung der Grundsicherung
Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für die Abschaffung der Altersarmut und für die Prävention zukünftiger Altersarmut durch die Weiterentwicklung der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in Richtung auf ein Grundeinkommen für alte und erwerbsgeminderte Menschen ein.
Atypische, unstete Erwerbsverläufe sowie die Rentenkürzungen der vergangenen Jahre führen dazu, dass in Zukunft immer weniger Erwerbstätige über die Rentenversicherung eine armutsfeste Altersrente erreichen werden, Altersarmut wäre die Folge. Die Grundsicherung im Alter soll Altersarmut für alle verhindern. Um dies zu erreichen ist der Regelsatz zu erhöhen (vgl. Modul 6). Rentenzahlungen und Einkünfte aus der betrieblichen und privaten Altersvorsorge und sonstige Einkommen sollen nur noch teilweise bei der Grundsicherung angerechnet werden. Dadurch erhöht jeder eingezahlte Rentenbeitrag und jede erworbene Anwartschaft auf Leistungen der Privatvorsorge auch die tatsächlichen Alterseinkommen. Langfristig soll die Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundsicherung entfallen und diese dadurch zu einem Grundeinkommen weiterentwickelt werden.
Modul 6: Erhöhung des Regelsatzes der Mindestsicherungen
Bei den Mindestsicherungen, z.B. beim Arbeitslosengeld II, ist der Regelsatz zu erhöhen, um Armut nachhaltig abzuschaffen.
Modul 7: Bedingungsloses Grundeinkommen global
Das Grundeinkommen ist eine universalistische Forderung, die niemanden ausschließt. Die Perspektive ist die weltweite Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens. Mit einem Welternährungseinkommen ließe sich in kurzer Zeit weltweit der Hunger beenden. Die Piratenpartei Deutschland unterstützt weltweit Initiativen zur Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens und setzt sich für einen intensiven Erfahrungsaustausch über bisherige Pilotprojekte und zu ergreifende Zwischenschritte ein.
- Grundsatzantrag Bedingungsloses Grundeinkommen
- Modul 1:
Der letzte Absatz des Punkte „Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe
„Die Piratenpartei setzt sich daher für Lösungen ein, die eine sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe individuell und bedingungslos garantieren und dabei auch wirtschaftliche Freiheit erhalten und ermöglichen. Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum.“
wird gestrichen und durch folgenden ersetzt:
"Ziel: Einführung des "Bedingungslosen Grundeinkommens"
Die Piratenpartei hält das Bedingungslose Grundeinkommen (bGE) für die erstrebenswerteste Lösung zur Erreichung des Zieles, jedem Menschen das Recht auf eine sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe zu gewähren."
- Modul 2:
"Ein BGE muss einen individuellen Rechtsanspruch darstellen und ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zur Arbeit oder anderen Gegenleistungen jedem Bürger garantiert werden." - Modul 3:
"Dabei legen wir uns nicht auf ein bestimmtes Modell fest." - Modul 4:
"Wir sind der Überzeugung, dass der Prozess der Erarbeitung konkreter Schritte hin zu einem BGE nur mit Beteiligung der gesamten Bevölkerung möglich ist und setzen uns entsprechend für einen breiten Diskurs auf politischer Ebene ein." - Modul 5:
"Wir wollen Armut verhindern, nicht Reichtum."
Mit Finanzierungskonzept
- Das Bedingungslose Grundeinkommen und seine Integration in das bundesdeutsche Sozialsystem
- ("Sozialdividende" in Gestalt einer Quellensteuer - einen erhöhten Mehrwertsteuersatz Quelle: - Berechnungen nach Michael Opielka und Wolfgang Strengmann-Kuhn - Berechnungen nach Götz Werner und Andre Presse - Berechnungen nach Johannes Ponader und Michael Ebner -)
- Einführung eines Grundeinkommens in Deutschland
- Ein Grundeinkommen wird zusätzlich zu Erwerbseinkommen und Renten- oder Pensionsbezug gezahlt. Es wird jedoch nicht anders zu finanzieren sein, als dass diese Einkommen stärker besteuert werden.
- Faire Teilhabe aller Menschen an der Wirtschaft mit Marktausgleich und BGE 2.0
- Dazu führen wir eine neue Steuer mit der Bezeichnung „Marktausgleich“ ein. Sofern der parallel eingereichte Programmantrag „Finanzierung der öffentlichen Haushalte durch Umsatzprovisionen“ Eingang ins Programm findet, können im Gegenzug alle anderen Steuern entfallen.
- Sockeleinkommen
- Sockeleinkommen
- Die Piratenpartei fordert die Einführung eines bedingungslosen Sockeleinkommens als Zwischenschritt zu einem bedingungslosem Grundeinkommen. Das Sockeleinkommen soll einen Beitrag zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse liefern, indem es insbesondere Familien und einkommensschwache Menschen besserstellt.
- Sockeleinkommen aus Einkommensteuer
- Feige-Transaktionsabgabe und Europäisches Individuelles Sockeleinkommen (EISE)
- Die Piratenpartei Deutschland setzt sich dafür ein, dass auf EU-Ebene auf alle unbaren Geldtransaktionen eine Abgabe von 0,1 bis 0,2% erhoben und aus dem Aufkommen allen Bürgern der EU monatlich ein individuelles bedingungsloses Sockeleinkommen ausgezahlt wird. Die Transaktionsabgabe wird jeweils zur Hälfte vom Überweisenden und vom Zahlungsempfänger getragen und automatisch von der ausführenden Bank abgeführt. Sie wird ebenfalls fällig beim Aus- oder Einzahlen von Bargeld. Das Europäische Individuelle Sockeleinkommen (EISE) soll für alle Bürger gleich hoch sein, für Minderjährige wird es an die Erziehungsberechtigen ausgezahlt. Es unterliegt keiner Einkommensbesteuerung. Um Einnahmeschwankungen zu kompensieren kann ein Puffer gebildet werden und der Steuersatz in dem oben beschriebenen Korridor variiert werden. Weder die Abgabe noch das EISE werden von anderen möglichen Transaktionssteuern oder Transferleistungen auf europäischer oder nationaler Ebene tangiert, sie können durch solche Maßnahmen ergänzt und z.B. aus nationalen Mitteln zu einem Existenz und Teilhabe sichernden bedingungslosen Grundeinkommen aufgestockt werden. Sollte es infolge der Transaktionssteuer zu einer massiven Ausweichbewegung in den Bargeldverkehr kommen, könnte die Bereitstellung (d.h. Ausgabe) von Bargeld mit einer zusätzlichen Gebühr belegt werden.
- Energiesteuer und Energiegeld (Sockeleinkommen)
- Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für die Einführung einer Abgabe auf Endenergie ein. Sie soll stufenweise über mehrere Jahre eingeführt werden und in der Endstufe mindestens 0,12 EUR pro kWh betragen, die ausnahmslos und in gleicher Höhe von allen Energieverbrauchern zu zahlen sind. Das Aufkommen aus dieser Abgabe soll komplett als Energiegeld an die Bevölkerung ausgeschüttet werden und zwar zu gleichen Teilen pro Einwohner, für Kinder entsprechend an ihre Erziehungsberechtigten. Das Energiegeld ist steuerfrei.
- Finanzierung eines gemeinnützigen Einkommens (Transfermodell) als Bestandteil einer neuen Sozialarchitektur
- Für den Aufbau eines neuen
Transfermodells - des sog. Grundeinkommens – Optionen zur Finanzierung
zu beschließen, so u. a. die Erhöhung der Konsumsteuer (Mehrwertsteuer)
und die Einführung einer Steuerpauschale auf Roboter in der Produktion.
Über die Charakterisierung eines Grundeinkommens – sprich Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), Gemeinnütziges Grundeinkommen (GGE) oder Soziales Grundeinkommen mit Wohnungskostenpauschale (SGE) – wird zu einem späteren Zeitpunkt (abgetrennt) beraten und beschlossen.
- Negative Einkommenssteuer
- Leitlinien für die Einführung eines Grundeinkommens in Deutschland
- Positionspapier: Die
Piratenpartei Deutschland möchte im Bundestag eine Enquete-Kommission
einrichten, die mögliche Wege zur Einführung eines bedingungslosen
Grundeinkommens prüft. Über die Einführung soll ein Volksentscheid
stattfinden.
Mit den nachfolgenden Leitlinien möchten wir in Dialog mit der Bevölkerung treten, um für die Idee eines Grundeinkommens zu werben, aber auch unsere Vorstellungen mit denen der Mehrheit abzugleichen.
- 1. Ein Grundeinkommen ist seriös zu finanzieren. Wir PIRATEN starten mit vorsichtigen Annahmen und einem geringen Grundeinkommen - sollte die Entwicklung dann günstiger verlaufen als die Annahmen, ist die Erhöhung des Grundeinkommens schnell beschlossen. Die Einführung eines Grundeinkommens darf jedoch nicht zur Schlechterstellung von wirtschaftlich Schwachen führen.
- 2. Wir halten das derzeitige ALG II - System für nicht sinnvoll reformierbar und wollen es baldmöglichst durch ein Grundeinkommenssystem ersetzen. Von daher ist das Grundeinkommen zumindest zunächst primär über die Einkommenssteuer zu finanzieren. Über eine stärkere Finanzierung mittels Umsatzsteuer ("Mehrwertsteuer") kann nachgedacht werden, sobald innerhalb des europäischen Binnenmarktes die Bereitschaft zu einer deutlichen Erhöhung der Umsatzsteuer besteht.
- 3. Die Einführung eines Grundeinkommens wird das Steuer- und Sozialsystem erheblich verändern und somit in mehreren Schritten erfolgen müssen. Dies können viele kleine Schritte sein, es können jedoch auch einige größere Schritte vorgenommen werden.
- 4. Ein Grundeinkommen wird zusätzlich zu Erwerbseinkommen und Renten- oder Pensionsbezug gezahlt. Es wird jedoch nicht anders zu finanzieren sein, als dass diese Einkommen stärker besteuert werden. Eine Kombination aus Grundeinkommen und Rentenbezug wird das Problem der Altersarmut wirksam bekämpfen.
- 5. Die Grundeinkommenssätze für Kinder und Jugendliche können von denen für Erwachsene abweichen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Kinder nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Insgesamt wollen wir eine deutliche Besserstellung der Familien, unabhängig vom Familienmodell.
- 6. Mittelfristig muss das Grundeinkommen den "vier Kriterien" (ohne Bedingungen, existenzsichernd, individuell berechnet, ohne Bedürftigkeitsprüfung) genügen. In der Phase der Einführung sind Modelle denkbar, die diesen Kriterien nur teilweise genügen.
- 7. Wir wollen vorerst die Arbeitslosen- und die Rentenversicherung als paritätisch finanzierte Sozialversicherung fortführen. Die Krankenkassen sollen auf ein steuerfinanziertes Gesundheitswesen umgestellt werden, damit alle Einkommmen unabhängig von Einkommensart und Beitragsbemessungsgrenzen herangezogen werden. Dabei muss eine ausreichende Finanzierung des Gesundheitswesens sichergestellt werden. Es darf keine "Behandlung nach Kassenlage" erfolgen.
- 8. In Kombination mit einem
Grundeinkommen könnte die Einkommenssteuer mittels einer sogenannten
Flat Tax (die wir ohne eine solche Kombination strikt ablehnen) erhoben
werden. Durch diese Kombination entsteht faktisch eine progressive
Belastung höherer Einkommen, ohne dass diese Progression in den
Einzelkomponenten enthalten ist. Dies ermöglicht ein besonders einfaches
Steuersystem mit geringem Verwaltungsaufwand. Auf ähnliche Ergebnisse
würde man mittels einer sogenannten negativen Einkommenssteuer kommen.
Wir bevorzugen jedoch die Kombination aus Grundeinkommen und Flat Tax
als dem Modell mit dem deutlich geringeren Verwaltungsaufwand.
- PA060 - Einführung des gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohns (Grundsatzprogramm)
- [...] Zur Einführung ist der Mindestlohn bei mind. 10 Euro/Std. - im ersten Jahr - anzusetzen und ist jedes Jahr zum 01.01. neu zu berechnen. Das Aufstocken der Löhne über HartzIV ist aus dem SGB zu streichen. Die Höhe des Mindestlohn ist nachvollziehbar über statistische Erhebungen und Ergebnisse zum Lebensunterhalt amtlich zu ermitteln, und ist damit keinesfalls willkürlich oder pauschal. Der Mindestlohn kann nicht in allen Bundesländern gleich sein kann, weil die Lebenshaltungskosten differieren, ja selbst von Stadt zu Dorf im gleichen Bundesland gibt es unterschiede, die so ggf. erfasst werden, ebenso wird der Inflationsausgleich mit erfasst. Was in den Warenkorb reingehört, um die Höhe des Mindestlohns pro Kopf statistisch zu ermitteln, muss mit den Sozialverbänden in transparenter Form beschlossen werden. Eine parlamentarische Kommission berät transparent den Inhalt dieses Warenkorbs und empfiehlt dem Bundestag bzw. dem Bundesrat den Beschluss anzunehmen. [...]
- Anmerkung: Warum kann man sowas nicht in Modulen beantragen??? :-(
- PA104 - Stärkung der Binnenwirtschaft durch an Produktivität und Preissteigerung orientierte Reallohnzuwächse (Grundsatzprogramm)
- Die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung hat sich verstärkt den Faktoren Produktivitätszuwachs und Inflationsrate zu orientieren. Ziel der Piratenpartei ist es, die Kaufkraft und damit den private Konsum über die angestrebten Lohnerhöhungen zu steigern um die inländische Nachfrage zu stärken. Eine starke Binnenwirtschaft kann zudem dazu beitragen, Exportabhängigkeit und destabilisierende Außenhandelsüberschüsse zu verringern.
- PA105 - Flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn (Wahlprogramm)
- ... Daher setzt sich die Piratenpartei für faire und sichere Arbeitsbedingungen und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland und ganz Europa ein.
- PA228 - Expertenkommission Mindestlohn (Wahlprogramm)
- Nach niederländischem Vorbild soll eine paritätisch besetzte Expertenkommission einberufen werden, die halbjährig Empfehlungen zur Erhöhung des Mindestlohns ausarbeitet. Diese Empfehlung wird an den Gesetzgeber weitergeleitet, damit der Mindestlohn zeitnah erhöht wird.
- PA235 - Ost-West Gefälle (Grundsatzprogramm)
- Modul 1:Die Piratenpartei Deutschland setzt sich dafür ein, dass Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland abgebaut werden.
- Modul 2:Hier soll der öffentliche Dienst eine Vorbildfunktion einnehmen.
- PA414 - Minimalinvasive Regelung zu Mindestlöhnen (Gesetzliche Mindestlöhne – Präzisierung) (Wahlprogramm)
- Der letzte Satz:
(ALT) "Bis zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens
setzen sich die PIRATEN für einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn
ein."
des Programmbeschlusses "Bedingungsloses Grundeinkommen und Mindestlohn" soll durch folgenden Satz ersetzt werden:
(NEU) "Die PIRATEN setzen sich für einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn von 10 EUR [optional: 8 EUR/12 EUR] pro Stunde für Menschen ein, die (noch) kein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten. Für Menschen, die grundsätzlich zum Empfang von Grundsicherung/Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes berechtigt sind, soll der Mindestlohn nur als Kriterium der Zumutbarkeit einer Arbeit gelten."
Sonstige Anträge zu "Einkommen"
- Ehrenamtliche Arbeit als Erwerbsarbeit anerkennen und staatliche Fördergelder für Entwicklungsprojekte.
- Ehrenamtliche Arbeit ist gleichwertig wie Erwerbsarbeit. Ehrenamtliche Hilfsprojekte sind gleichwertig wie die großen Hilfsoranisationen und sollten genauso staatliche Förderungen erhalten.
- Retten von Lebensmitteln straffrei, Vernichten von Lebensmitteln mit hoher Abfallgebühr bestrafen.
- Der BPT möge folgendes Positionspapier beschließen: Abfälle aus Mülltonnen retten soll straffrei werden, gute Lebensmittel vernichten mit einer hohen Abfallgebühr belegt werden.
- Recht auf Einkommen für Menschen mit Behinderung
- Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und damit die persönliche Assistenz nicht mehr unter die Sozialhilfe fällt. Der skandalöse Zustand, dass behinderte Menschen kein Vermögen besitzen dürfen und kein Recht auf Einkommen über 1.400 € haben, muss auf der Stelle im Sinne der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung verändert werden.
- Vereinfachung der Einkommenssteuer
- Die Einkommensteuer soll vereinfacht werden durch bestimmte Steuerfreibeträge und durch eine Steuerprogression zwischen 20 % und 50 %, die bis zu 10 % durch persönliche Abschreiben gemindert werden kann. Es soll ein persönlicher Steuerfreibetrag von 10.000 Euro eingeführt werden; 3000 Euro Steuerfreibetrag für Sonderausgaben und 2000 Euro Freibetrag für Werbungskosten. Das Ehegattensplittung wird abgeschafft; dafür soll ein bestimmter Verheiratetenfreibetrag entstehen (Für Eheleute und eingetragene Partnerschaften), wenn ein Teil keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Zusätzlich soll jeder bis zu 10 % seines Gesamteinkommens zu persönlichen Abschreibungsmöglichkeiten nutzen können wie z.B. Kirchensteuer, außergewöhnliche Belastungen, Behindertenfreibetrag, Altersfreibetrag, Spenden, gemeinnütziges Sponsering von Kunst und Kultur sowie Werbungskosten und Sonderausgaben, die über den o.g. Freibeträgen liegen. Sonderregelungen sollte es geben für Betriebe für investive Maßnahmen. Wo die obere Grenze von 50 % Besteuerung liegen soll, ist durch verschiedene Berechnungsmodelle des Steueraufkommens zu ermitteln. Die Höchstgrenze sollte irgendwo zwischen 250.000 Euro und einer Million Euro Jahreseinkommen liegen. Wegen der Komplexität des Einkommenssteuerrechts sind weitere Details erst im Gesetzgebungsverfahren festzulegen.
- Fördern von Selbständigkeit - Für Wachstum durch Kreativität und für ein eigenverantwortliches Leben und Arbeiten
- Selbständiges Unternehmertum ist eine wichtige Voraussetzung für eine
kreative und eigenverantwortlich handelnde Gesellschaft. Wir sehen
auch in kleinen, noch nicht etablierten Unternehmen Treiber von
Innovation und qualitativem Wachstum im Dienst des Menschen und der
Natur. Deshalb wollen wir Menschen unterstützen, die für sich den Weg
in die Selbständigkeit wählen.
Dazu werden wir
- überzogene bürokratische Hürden für Selbständige abbauen.
- ein durchgängiges Sozialsystem entwickeln, das Menschen den Wechsel zwischen unterschiedlichen Erwerbsformen erleichtert.
- fixe, gewinnunabhängige Beiträge zu Versicherungen und Berufsverbänden ablehnen, die die Existenz von Selbständigen gefährden.
- steuerliche Regelungen so anpassen, dass die Liquidität von Gründern in den ersten Jahren der Selbständigkeit geschont und ihnen eine faire Chance zum Erfolg gegeben wird.
- dafür eintreten, dass auch Selbständige ihre Arbeitsleistung nicht mehr zu unwürdiger Bezahlung anbieten müssen.
- Menschenwürdige Arbeitsbedingungen bei außerhalb Deutschlands produzierten Waren
- Die Piratenpartei setzt sich für menschenwürdige und faire Arbeitsverhältnisse bei allen Produkten ein, die in Deutschland vertrieben und konsumiert werden. Das gilt auch für Produkte, deren Herstellung im Ausland erfolgt. Verbindliche Richtlinien mit Mindestanforderungen an die Produktionsverhältnisse, Entlohnung mindestens gemäß Lohnniveau des jeweiligen Landes und die Arbeitsumstände sowie deren regelmäßige Kontrolle sollen gewährleisten, dass die Produktion aller Güter in würdigen und gerecht entlohnten Arbeitsverhältnissen erfolgt.
Formfehler und Gärungsprozesse:
- Das Solidarische Grundeinkommen (SGE), plus Wohnkostenpauschale (WKP) und Bürgerversicherung (BV)
- Dieses Modell ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern ein Vorschlag zur Diskussion der Autoren: Frank Mai-Pirat BE, Johannes Israel-Pirat BE, Kaspar Heinrich P., Karl-Heinz Müller Prämissen/Begründung
- Das Bedingungslose Grundeinkommen und die Möglichkeit der Armutsbekämpfung
- Das Bedingungslose Grundeinkommen kann, - wenn es existenzsichernd sein soll - wenn es gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen soll - wenn es ohne Gegenleistung gewährt wird - wenn ein Rechtsanspruch besteht mit konkreten Projekten zur Bekämpfung von gesellschaftlicher Armut verknüpft werden: - Förderung des sogenannten "Fair-Trade" Handels - Förderung von regionalen Wirtschaftskreisläufen - Förderung der ökologisch-orientierten Landwirtschaft sowíe einer ökologisch-orientierten Lebensweise - Einführung von örtlich begrenzten Regio-Geldwährungen ( auch mit dem Euro als Leitwährung verknüpft) - Förderung von Genossenschaften - Einführung und Förderung von sogenannten "Mikro-Krediten" - Förderung von Selbsthilfeverhilfevereinen - Förderung von Tauschringen e. V.
- Bedingungsloses Grundeinkommen nach Prof. G. W. Werner und Susanne Wiest sowie Steuervereinfachung
- Es wird
beantragt, im Wahlprogramm zur kommenden Bundestagswahl in den Passus:
„Recht auf sicheres Einkommen und gesellschaftliche Beteiligung“
nachfolgendes einzufügen:
1. Jeder deutsche Staatsbürger erhält pro Monat 1500 Euro, wobei einzige Bedingung seine Existenz ist! Zudem erhalten dies auch alle in Deutschland lebenden Ausländer mit mindestens fünfjähriger Aufenthaltsgenehmigung!
2.) Steuervereinfachung und ökologisch-soziale Ausrichtung mit gestaffelten Verbrauchssteuern nach gesund - schädlich für Umwelt und Mensch.
Es ist genug für ALLE da! Nach dem Fanal der Selbstverbrennung von Marius S. am 13.10.12 ist nichts mehr, wie es vorher war, genau wie 1976 mit dem Tod des Pfarrers Oskar Brüsewitz! Das BGE Modell von Herrn Werner sieht wie die skandinavischen Länder keine ausschließliche Konsumbesteuerung vor. Dies ist Mobbing gegen Herrn Werner! Die seit 2009 eingeführte Spekulationssteuer, alle Kapitalertragssteuern, Erbschaft- und Unternehmenssteuern bleiben bestehen! Es gibt keine Möglichkeit einer Steuerbefreiung oder -Rückerstattung. Dafür gibt es das BGE! Die Steuer wird an der Quelle einbehalten! Die Wirtschaft hat endlich dem Menschen zu dienen!
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