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Mittwoch, 9. Oktober 2019

Wo ist eine Übersicht der Lösungen und Alternativen zu politischen Problemen?


... im vogonischen Internet? youtu.be/rJLWARvi7vQ

Mittwoch, 31. Oktober 2012

GUT (Teil I: Einführung)

Inwiefern haben sich GUT & GÜTER durch die aktuelle Kulturrevolution der Computerwelt verändert?

Aufgrund ihrer allgemein gehaltenen Definition erfassen die Wirtschaftswissenschaften de facto alle Mittel und Leistungen als „Gut“, die irgendeinen Nutzen stiften.  

Demnach ist das "Gut" aus der Seemannssprache (Gesamtheit der Taue und Seile in der Takelage eines Schiffes) nur indirekt gemeint ;-)


Klassifizierung von GUT & GÜTERN:

Die neuen Dimensionen von GUT: 

In dieser Artikelserie werde ich die bisherigen Klassifizierungen von GUT & GÜTERN überarbeiten, denn diese sind an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß

Durch die Computer-Revolution kamen bei den immateriellen Gütern speziell die digitalen Güter - also Musik, eBooks, Online-Journalismus, Video, ... etc. hinzu und lösten - zwar nicht den Buchdruck selbst - aber die Kulturrevolution des Buchdrucks ab.

Besonders durch die Unabhängigkeit vom Datenträger (bei Musik z.B. die Löslösung vom Vinyl) und die absolute Kopierbarkeit kamen neue Möglichkeiten gemeinsam mit neuen Schwierigkeiten auf die Menschen zu. 

Zyklisch wurde das Ende des Vinyl, das Ende des Buchdrucks, das Ende der Zeitschriften, ... usw. heraufbeschworen. Dies trat jedoch nie ein. Sicher hat sich der Markt verändert und ganz sicher sind auch Umsätze eingebrochen (durfte das im Musikbereich selbst mitverfolgen) - aber in Wirklichkeit hat sich der Markt mit den neuen technischen Möglichkeiten nur verändert. De facto werden in den Medienbereichen heutzutage mehr Umsätze und Gewinne eingefahren, als jemans zuvor - nur die Künstler und Kreativschaffenden kommen in der Masse zu kurz ... während andere Künstler bereits dank den Neuen Medien zu einer ungeahnten globalen Aufmerksamkeit und finanzieller Auswertung gelangt sind.



Stefan Meretz / Gütersystematik

In der nebenstehenden Abbildung wird ein Gut durch fünf Dimensionen gekennzeichnet. Neben den bereits genannten Dimensionen Ressource und soziale Form sind das Beschaffenheit, Nutzungsweise und Rechtsform. Sie werden im folgenden vorgestellt. Anschließend will ich die Besonderheiten der Commons noch einmal hervorheben.

 
Mit der Digitalisierung fielen die Grenzen. Daten können die Welt praktisch in Echtzeit umrunden und potentiell jeden Menschen erreichen, ewig kopiert werden - ohne Qualitätsverlust. Zwischen den Menschen und vor allem ihren Daten stehen keine zeitlichen und räumlichen Barrieren mehr.

Es wird also Zeit unsere Vorstellungen von GUT und GÜTERN grundlegend zu überarbeiten und den Boden für ein neues kulturelles Verständnis zu bereiten.


Man unterscheidet zwischen 10 Güterarten:
Sachgüter, auch materielle Güter sind Güter, die man anfassen kann.
Dienstleistungen sind immaterielle Güter + Rechte, also nicht anpassbare Leistungen.
Freie Güter sind kostenlos Güter, die unbegrenzt zur Verfügung stehen. Knappe/wirtschaftliche Güter sind wiederum Güter, die nur begrenzt zur Verfügung stehen und einen Preis haben.


Verbrauchsgüter werden bei ihrer Verwendung verbraucht oder vernichtet, wohingegen Produktionsgüter in Unternehmen zur Herstellung anderer Güter dienen.
Konsumgüter stehen dem Menschen unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung und Gebrauchsgüter stehen einem zur längeren Zeit zur Verfügung.
Zum Schluss gibt es dann noch Komplementärgüter, dass sind Güter die sich gegenseitig ergänzen (z.B. Lampe und Strom) und Substitutionsgüter, dass sind wiederum Güter die sich gegenseitig ersetzen, wie Butter und Margarine.
Natürlich lässt sich ein Gut in mehrere Güterarten einordnen. (Kreditlexikon)










Gemeine Güter

I. Einführung <<<~~~ Wir sind hier :-)

II. Freie versus knappe Güter
III. Real- versus Nominalgüter

IV. Materielle Güter
V. Immaterielle Güter
VI. Funktionale & Dysfunktionale Güter
VII. Arbeit & Dienstleistungen

A) Recht / Juristische Güter
B) Access / Zugang - Reichweite & Betroffenheit

- Motivation der Bereitstellung und Regelung der Verteilung von Gütern
C) Marketing


Da ich fortlaufend schreibe können sich die Aufteilung sowie die Inhalte der einzelnen Kapitel permanent ändern / überarbeitet werden.

Ich suche Hilfe, um aus den Artikeln ein für die Öffentlichkeit kostenloses pdf zu zaubern: Lektorat, Layout & Illustration. Wer mir dabei helfen will, mailde sich doch bitte: Nils (at) Freie-Mediale.org 


Donnerstag, 18. Oktober 2012

Beispiele für Presse- / Medienteams

Vorstellbar, dass es bereits einiges hiervon gibt - dann sollten diese Bereiche JETZT aktiviert und enger eingebunden werden ....



Rainer Sturm  / pixelio.de
  • Standard-Pressemeldungen und Team für die jetzigen Leitmedien, die über die Piratenpartei berichten.

  • Fachpresse-Teams, die sich um Artikel in den verschiedensten Fachmedien kümmern, die zu den Themen und Punkten des Parteiprogramms passen.

  • Social Media: Die Teams der einzelnen Social Media-Plattformen solltenmehr in den Prozess der Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden. Auf Facebook machen z.B. Bilddateien immer mal wieder ammeisten Sinn (auch Umfragen haben einen großen viralen Wert!). Dafür braucht es Photos oder gar Visualisierungen.

  • Weiterführende Interviews: Soweit wirkliche fachliche Repräsentanten zu einer Pressemeldung zur Verfügung stehen, sollte es zu fast jeder Pressemeldung möglich sein, auf Wunsch ein Interview hinzu zu buchen. Mindestens eines dieser Interviews sollte schlimmstenfalls selbst gemacht - und der Presse frei zur Verfügung gestellt werden.

  • Buch zur Partei: Für die Offliner sollte es das Wichtigste zur Partei auch als Buch (Print on Demand) geben - online natürlich zum Freien Download oder zumindest in einer der präferierten alternativen Vergütungsmodelle. Mann kann auch umfangreichere pdf-Downloads gewisser Weise e-Book nennen und Übersichten über die vielen bereits vorhandenen Downloads schaffen.

  • Photo- & Visualisierungsteam: Es fällt auf, dass der Presse offensichtlich zu wenig Freies Photomaterial zur Verfügung gestellt wird. Für komplexe Themen ist auch eine Visualisierung hilfreich. Damit sind die Veröffentlichungen insgesamt deutlich kreativ zu steigern. Zu jeder Pressemeldung sollte ein Link zu eigenen passenden Bildmaterialien. 

  • Kunst: Welche Künstler haben sich bereits mit den Inhalten der Piraten auseinandergesetzt - gibt es das Programm der Piratenpartei auf DIAs oder als Microfish? ;-) Welche Ausstellungen sind möglich? 

  • Typographie: Gibt es eine Schriftart, die im speziellen von der Piratenpartei genutzt wird - eine Freie, die zur Verfügung gestellt werden kann - oder Vorgaben aus dem CD/CI, die zu kommunizieren wären?

  • Events / Termine: Welche Termine und Veranstaltungen - wie auch Barcamps,  globale Aktionstage und zu erwartende Demonstrationen für das kommende Jahr stehen bereits fest? [Lieber man nimmt einen Google-Kalender, wenn die eigene open source Sofatware für einen Kalender noch nicht ausgereift genug ist - anstelle keinen bundesweit einheitlichen Kalender zu haben, den man auch Regionen und Themen mergen und kombinieren kann .... als gar keinen Kalender vorweisen zu können!!]

  • Online-TV: Auf youtube gibt es Hunderte spannende Videos über die Piraten - aber auch von den Piraten zu den wichtigsten Kernthemen. Aber es gibt keine Übersicht. Das ist in etwa so, als würde man vor einem Fernseher sitzen, in dem man die Kanäle noch von Hand einstellen muss - oder als hätte jemand die Fernbedienung weggenommen. Das vorhandene Videomaterial ist zu einem Sender mit vielen Kanälen zu bündeln - vgl. www.greencasting.tv mit der open source Software http://mirocommunity.org/ 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die transpartente Medienproduktion der Piratenpartei eine der Kernkompetenzen ist. Gleichzeitig gibt es so viele Medien der Piraten, dass der Eindruck von Chaos und einer fehlenden Übersicht fehlt. Die Transparenz wird derart intransparent!! Es braucht nicht nur Transparenz - sondern auch eine barrierefreie, intuitiv verständliche Übersicht der Medien und Einführungen, die es den Interessierten erleichtern Zugang zu finden.


Ich freue mich darüber informiert zu werden, wenn es zu den einzelnen Bereichen bereits Material gibt - wahrscheinlich sogar sehr viel Material, das transparenter und übersichtlicher dargestellt werden will.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Strategische Öffentlichkeitsarbeit (Konzeption & Analyse)

Gerd Altmann  / pixelio.de
Die vier Phasen der Strategischen Öffentlichkeitsarbeit nach der kulturwissenschaftlichen Sichtweise von Faulstich (2000), S. 208-219


  1. Ist-Analyse (interne und externe Situationsanalyse, mit Stärken-Schwächen-Analyse, Selbstbild- und Fremdbildbestimmung) 

  2. Soll-Bestimmung (Bestimmung von Zielen der Öffentlichkeitsarbeit und mit Bestimmung der relevanten Teilöffentlichkeiten)

  3. Umsetzung (Planung der Strategie und Taktik, Termin- und Finanzplanung, Realisierung, Auswahl der Kommunikationsmedien)

  4. Wirkungskontrolle und Evaluation

Diese vier Phasen werden in den verschiedenen Konzepten der Literatur unterschiedlich bewertet. Hier eine Orientierung nach Bläse (1982), Dirk: Methodischer Rahmen für Planung, Durchführung und Kontrolle von Öffentlichkeitsarbeit, S. 194. In: Öffentlichkeitsarbeit.


  1. Ist-Analyse (Ermittlung des bestehenden Images)
  2. Soll-Analyse (Festlegung des Wunsch-Images und konkreter PR-Ziele)
  3. Soll-Ist-Vergleich (Analyse der Differenzen hinsichtlich des Images)
  4. Definition und Gewichtung der Zielgruppen
  5. Strategische Phase: Festlegung der Kommunikationsinhalte
  6. Festlegung des PR-Etats
  7. Taktische Phase: Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs inkl. Budgetierung
  8. Detaillierte Zeit- und Terminplanung
  9. Durchführung der Maßnahmen einschließlich Budget-Kontrolle
  10. Überprüfung der erzielten Wirkungen anhand der Zielsetzungen 


Dem füge ich noch eine Liste der Medien hinzu, die in 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 zur Anwendung kommt. Das bedeutet, dass diese Planung für jedes Medium (crossmedial)  gemacht werden muss.

Medien-Teams:
Gerd Altmann & Anja Wichmann  / pixelio.de

Für die wichtigsten Bereiche braucht es möglichst eigene PR-Teams:
In der jetzigen PR-Arbeit, wie ich diese wahrnehme, werden PM jeweils nur für eine Medien-Zielgruppe erstellt - Fachmedien, Photographie, Visualisierung, Audiovisuelle Medien, Radio, ... werden zu wenig bis nicht bedacht. 

Beispiele für Presse- / Medienteams:
Rainer Sturm  / pixelio.de
  • Standard-Pressemledungen und Team für die jetzigen Leitmedien, die über die Piratenpartei berichten.

  • Fachpresse-Teams, die sich um Artikel in den verschiedensten Fachmedien kümmern, die zu den Themen und Punkten des Parteiprogramms passen.

  • Social Media: Die Teams der einzelnen Social Media-Plattformen solltenmehr in den Prozess der Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden. Auf Facebook machen z.B. Bilddateien immer mal wieder ammeisten Sinn (auch Umfragen haben einen großen viralen Wert!). Dafür braucht es Photos oder gar Visualisierungen.

  • Weiterführende Interviews: Soweit wirkliche fachliche Repräsentanten zu einer Pressemeldung zur Verfügung stehen, sollte es zu fast jeder Pressemeldung möglich sein, auf Wunsch ein Interview hinzu zu buchen. Mindestens eines dieser Interviews sollte schlimmstenfalls selbst gemacht - und der Presse frei zur Verfügung gestellt werden.

  • Buch zur Partei: Für die Offliner sollte es das Wichtigste zur Partei auch als Buch (Print on Demand) geben - online natürlich zum Freien Download oder zumindest in einer der präferierten alternativen Vergütungsmodelle. Mann kann auch umfangreichere pdf-Downloads gewisser Weise e-Book nennen und Übersichten über die vielen bereits vorhandenen Downloads schaffen.

  • Photo- & Visualisierungsteam: Es fällt auf, dass der Presse offensichtlich zu wenig Freies Photomaterial zur Verfügung gestellt wird. Für komplexe Themen ist auch eine Visualisierung hilfreich. Damit sind die Veröffentlichungen insgesamt deutlich kreativ zu steigern. Zu jeder Pressemeldung sollte ein Link zu eigenen passenden Bildmaterialien. 

  • Kunst: Welche Künstler haben sich bereits mit den Inhalten der Piraten auseinandergesetzt - gibt es das Programm der Piratenpartei auf DIAs oder als Microfish? ;-) Welche Ausstellungen sind möglich? 

  • Typographie: Gibt es eine Schriftart, die im speziellen von der Piratenpartei genutzt wird - eine Freie, die zur Verfügung gestellt werden kann - oder Vorgaben aus dem CD/CI, die zu kommunizieren wären?

  • Events / Termine: Welche Termine und Veranstaltungen - wie auch Barcamps,  globale Aktionstage und zu erwartende Demonstrationen für das kommende Jahr stehen bereits fest? [Lieber man nimmt einen Google-Kalender, wenn die eigene open source Sofatware für einen Kalender noch nicht ausgereift genug ist - anstelle keinen bundesweit einheitlichen Kalender zu haben, den man auch Regionen und Themen mergen und kombinieren kann .... als gar keinen Kalender vorweisen zu können!!]

  • Online-TV: Auf youtube gibt es Hunderte spannende Videos über die Piraten - aber auch von den Piraten zu den wichtigsten Kernthemen. Aber es gibt keine Übersicht. Das ist in etwa so, als würde man vor einem Fernseher sitzen, in dem man die Kanäle noch von Hand einstellen muss - oder als hätte jemand die Fernbedienung weggenommen. Das vorhandene Videomaterial ist zu einem Sender mit vielen Kanälen zu bündeln - vgl. www.greencasting.tv mit der open source Software http://mirocommunity.org/ 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die transpartente Medienproduktion der Piratenpartei eine der Kernkompetenzen ist. Gleichzeitig gibt es so viele Medien der Piraten, dass der Eindruck von Chaos und einer fehlenden Übersicht fehlt. Die Transparenz wird derart intransparent!! Es braucht nicht nur Transparenz - sondern auch eine barrierefreie, intuitiv verständliche Übersicht der Medien und Einführungen, die es den Interessierten erleichtern Zugang zu finden.

Ich freue mich darüber informiert zu werden, wenn es zu den einzelnen Bereichen bereits Material gibt - wahrscheinlich sogar sehr viel Material, das transparenter und übersichtlicher dargestellt werden will.

Montag, 10. September 2012

Die Piratenpartei hat nicht eine Lösung - die Piratenpartei hat einen Lösungsweg!!

Das ist eigentlich ein himmelweiter Unterschied und erkllärt auch, warum sich ein Lösungsweg keiner Ideologie unterwerfen kann - sondern rein technisch bleiben muss.

Der Lösungsweg der Piratenpartei ist die Grundannahme, dass wir Menschen zu den richtigen Lösungen kommen können, wenn wir uns über Probleme und Alternativen kommunikativ, offen, transparent und vor allem basisdemokratisch austauschen, forschen - und wissenschaftlich aussortieren.
Dabei sind auch Fehler erlaubt, wenn diese eingestanden und korrigiert werden. 

Die Neuen Medien erlauben uns dabei zum ersten mal in der Geschichte, uns nicht nur in einem Land kommunikativ zu einigen und zur Lösungsfindung das Potential eines ganzen Landes zu nutzen - sondern theoretisch sogar zu globalen demokratischen Ergebnissen zu kommen.

Natürlich kommt eine Demokratie nur dann zu den besten Lösungen für jedes Problem,
wenn einerseits das volle Potential aller Fachleute und Inspirationen genutzt wird - und andererseits diese in einer Weise kommuniziert werden können, die jeder versteht und somit auch jeder wählen kann. 

Ansonsten kann es passieren, dass die beste Lösung von der besten Präsentation unterdrückt und verdrängt wird - und so lange vergessen bleibt, bis die Zusammenhänge allgemeinverständlich im Alltagsbewusstsein der Menschen angelangt sind.


Die Piratenpartei bringt uns Menschen somit das Selbstbewusstsein und Vertrauen zurück, dass wir wirkliche politische Lösungen für unsere lokalen und globalen Lösungen finden und umsetzen können. 

Somit könnten wir auf halbe und Scheinlösungen verzichten, von denen bislang meist nur wenige Menschen profitieren. Wir könnten uns davon verabschieden den anwachsenden Problemberg nur zu verwalten und aufzuschieben, wenn aus den vielen Alternativen die wirklich guten Lösungen herauskristallisiert und realisiert werden.

Die Piratenpartei traut somit dem mündigen Bürger in aller Konsequenz, sich organisieren und verwalten zu können. Dies geht allerdings nur, wenn dank "Freier Presse" und Aufklärung ein Bewusstsein für die möglichen Lösungswege und Alternativen besteht. 

Dafür hat die Piratenpartei eine ganze Reihe an technischen Werzeugen für multimediale Kommunikation und stellt einige sogar zur freien Verfügung, zB. Wiki, Forum, Twitter, Liquid Feedback, ...

Was bislang allerdings fehlt, das sind Werkzeuge für die Kommunikation selbst, für gewaltfreie Kommunikation, Lösungs- & Konsensfindung.


Bildmaterial: Benjamin Thorn  & Gerd Altmann / pixelio.de
 

Sonntag, 9. September 2012

Die Medien als Kontrolle der Staatsgewalten

Als Staatsgewalt genügen die Freien Medien, die Freie Presse und die Freien Journalisten nicht, denn der Staat könnte die Rundfunksender ja manipulativ missbrauchen.

Spätestens seit Hitler wird Staatsfernsehen aus guten Gründen nicht als Kontrolle des Staates akzeptiert. Im Gegenteil, denn das Staatsfernsehen wurde ja zur Manipulation und Kontrolle der Bürger - und nicht des Staates - eingesetzt.

Daher wurde die "Freie Presse" als sogenanntes "Kontroll-Organ" der Staatsgewalten grundgesetzlich geschützt und der Wirtschaft, dem Freien Markt regelrecht zum Fraß vorgeworfen. 

Da die unsichtbare Hand des Freien Marktes  alles regeln würde, sei der beste Platz für eine Kontrolle der Gewaltenteilung sicher aufgehoben, wenn die entsprechende Nachfrage nach "Freier Presse" diese ebenso fo(e)rdern würde.

Hinzu kommt ein Fo(e)rderdschungel mit öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten . Diese haben ebenso keinen Rang als unabhängige Staatsgewalt, sind im Gegenteil gesetzeswidrig staatlich abhängig - müssen aber der grundgesetzlich veranschlagten "Freien Presse" genügen.


Die GEZ-Sender sollten im Sinne eines Bildungsauftrages dem Bürger dienen. Noch nicht einmal das sogenannte Allgemeinwissen wurde bislang multimedial aufbereitet und den Zahlenden der Zwangsgebühren frei zur Verfügung gestellt. Auch als gewaltige Kontrollinstanz verfehlen die Öffentlich-Rechtlichen - und somit in der Summe - ihre eigentliche  Daseinsberechtigung.

So langsam bemerken wir, dass die "Kontrollfunktion der Freien Presse" gegenüber Legislative, Judikative und Exekutive praktisch aufgegeben wird, wenn eine unabhängige Berichterstattung nur möglich ist, wenn diese auch gewünscht ist und entsprechend bezahlt wird. 

Auch Rundfunkstaatsvertrag und GEZ ersetzen die Kontrollfunktion in keiner Weise, sind diese doch den zu überwachenden Staatsappareten näher als die sog. "Freie Presse" des "Freien Marktes".

Aufgrund dieses Mangels ist der Bürgerjournalismus, der durch die Neuen Medien aufblüht,  so ein Segen. Wenn die grundgesetzlich geforderte Freie Presse auch umgesetzt und gewährleistet werden soll, dürfen sich die Verantwortlichen hierauf jedoch nicht ausruhen.

Denn sonst hat niemand eine wirkliche Kontrolle über Politik, Gerichte, Polizei, Militär und Geheimdienste - und die Bürger auch keinerlei Notbremse. 

Die Trennung der Staatsgewalten ist vor allem deshalb vorhanden, weil dem Staat alleine (und als Ganzem) nicht getraut werden kann. Hier scheint keine unsichtbare Hand zu sein, die alles regelt. Die Funktionen des Staates, ihre gewaltigen Gewalten, müssen unabhängig voneinander funktionieren und ausgeführt werden. 

Noch unabhängiger davon wäre eine Kontrolle anzusiedeln, wenn ein wirkliches "Controlling" und eine Optimierung im Sinne der Grundwerte, Grundrechte und Grundanliegen überhaupt gewünscht ist. Das Volk hat bis auf Volks- & Bürgerbegehren keine Möglichkeiten in laufende Prozesse einzugreifen - wir haben nur die Wahl.

Die Wahl alleine - selbst eine verfassungskonforme - genügt nicht, um eine Kontrolle der Staatsgewalten zu simulieren. Die Aufklärung über Mißstände, unabhängige Berichterstattung und die (politische) Grundbildung für mündige Bürger würde fehlen.

Dennoch bleibt in dieser "Rechnung" nur der Bürger als letzte und primäre Instanz - zu gewährleisten, dass ihm eine "Freie Presse" dient - uns alle befähigt und ermächtigt, die Staatsgewalten zu bedienen. 

In diesem Sinn kann das Volk als Verantwortlicher der Staatsgewalten vor allem über die Medien lenken und kontrollieren, was in Politik, Gerichte, Polizei, Militär und Geheimdiensten geschieht.

Kraft der Medien und Kommunikation können wir uns vernetzen und gemeinsam eine Welt gestalten, hinter der wir auch wirklich stehen können.







Bildmaterial: deeillustration
http://pir.at/kontrollfunktion