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Montag, 17. Dezember 2012

Ein Neues Wirtschaftsmodell - Übersicht

Wahlwirtschaft / Kreislaufwirtschaft / Gemeinwirtschaft

Gerd Altmann / pixelio.de
Schritt für Schritt entwickel ich hier eine neues Wirtschaftsmodell mit dem Namen "Kreislaufwirtschaft" bzw. "Wahlwirtschaft" oder "Gemeinwirtschaft". 

Dazu nehme ich die bisherigen unterschiedlichen Vorstellungen von Wirtschaftsmodellen auseinander und füge diese neu zusammen.

Dies ist ein Prozess, der beim Schreiben entsteht. Auch wenn einzelne Bausteine bereits ein paar Jahre in mir gereift sind, kenne ich das Ergebnis des gesamten Puzzles noch nicht. Jeder einzelne Baustein wird einer permanenten Weiterentwicklung unterworfen sein. 

Daher bin ich für Kritik und Ratschläge besonders dankbar. @ins_pirat


Hier findet sich das Inhaltsverzeichnis der einzelnen Artikel und Bereiche:


Wahlwirtschaft / Kreislaufwirtschaft




Die Wirtschaft der Freien Wahl und Selbstbestimmung - "Wahlwirtschaft"

B. Thorn / pixelio.de
Die Entwicklung des Wirtschaftsmodells der "Medialen Wirtschaft" - ja sogar nahezu alle meine Arbeiten - sind aus der praktischen Anwendung moderner Lern- & Lehrtechnik entstanden, die ich seit meinem 19. Lebensjahr (jetzt also 17 Jahre) praktiziere. 

Diese habe ich selbst auf der Grundlage meiner Fortbildungen in Hypnose, NLP & Systemik entwickelt.

Für ein ganzheitliches und vor allem grundlegendes Verständnis meiner Entwicklungen, wie z.B. der "Medialen Wirtschaft", kann diese Entstehungsgeschichte hilfreich sein.


Die Lern- & Erinnerungstechnik "reMind":

Im Prinzip ist diese Lern- & Erinnerungstechnik so einfach wie wirkungsvoll. Man schreibt sich ein-zwei handvoll Fragen auf, die man bearbeiten möchte. Dies können Forschungs-, Prüfungs-, Lebens-Fragen ... aber auch Bedürfnisse wie Nachfragen und Probleme sein. Die Fragen müssen offen und positiv formuliert sein, dürfen also nicht einfach nur mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden können. Dann geht man in Entspannung und beantwortet sich letztlich seine eigenen Fragen selbst.

Zur Vereinfachung kann man anfangs folgende Fragen nehmen:
  • Wie funktioniert "Lernen" für mich am besten?
  • Wie kann ich mich am besten tief entspannen?
  • Wie kann ich mich am besten erinnern?
Soweit man sich nicht bereits im Vorfeld mit der Frage beschäftigt, welche Fragen man eigentlich an sich und sein Leben hat, nimmt die Entwicklung der Fragen bei den ersten Runden den größten Teil der Zeit ein. Dass sich Fragen dabei verändern, konkretisieren, neue Fragen aufwerfen oder gar in völlig neue Richtungen "umdrehen" ist natürlich, gewollt und Teil vom Prozess.

Soweit jemand wirklich ernsthafte Schwierigkeiten hat, seine eigenen Fragen zu finden, frage ich meist "Hast Du keine Probleme?". Sehr häufig folgen dann die Fragen leichter. Es kann aber durchaus sein, dass jemand glaubt keine Probleme zu haben - woraufhin ich nachbohre "... und die Welt?"
In einer derart globalisierten Welt kann man sich eigentlich nicht oft genug bewusst machen, wie schnell und existenzbedrohlich einen globale Probleme selbst betreffen können. Aber es geht ganz und garnicht darum im Trüben zu fischen, denn die Fragen, die sich aus Problemen ergeben, müssen ja ebenso positiv formuliert werden. In der Regel ist es so, dass sich diejenigen, die anfangs glaubten keine Fragen oder gar Probleme zu haben, schlussendlich besonders emotional in ein Thema stürzen, das sie schon lange fasziniert und begeistert. Nicht jeder kommt durch die Frage nach offenen Fragen oder Problemen zu einem Thema, das persönlich fasziniert. Und genau diese Begeisterung ist letztlich die Triebfeder, die uns zu Antworten drängt.

Nachdem man seine Fragen formuliert und aufgeschrieben hat, sortiert man diese von "einfach" bis "schwer". Dazu kann man die sog. "Umbrella-Technik" nutzen und jeweils zwei Fragen miteinander vergleichen - und sich fragen, welche man zuerst beantworten möchte. Die Liste der Fragen sollte nun sauber aufgeschrieben vorbereitet sein, denn ab jatzt arbeitet man am besten mit einer Begleitperson.

Kurz gesagt: Man entspannt sich und beginnt einfach mit Reden. Die Begleitung liest die jeweils nächste Frage vor und man beginnt damit, sich seine eigenen Fragen selbst zu beantworten.

Die Begleitperson achtet dabei darauf, dass man entspannt bleibt - was am besten durch einen ruhigen, gleichmässigen und natürlichen Atem "kontrollierbar" ist. Schweift man ab, verkrampft sich oder lässt man sich sonstwie ablenken, weist die Begleitperson darauf hin, empfiehlt vielleicht mal tief durchzuatmen und dann weiter "über" bzw. "zur" aktuellen Frage zu sprechen. Obwohl ein regelrechter Dialog in tiefer Entspannung möglich ist, hält sich die Begleitperson möglichst weitgehend zurück und hilft somit bei der Aufgabe, sich seine eigenen Fragen selbst zu beantworten.

Diese Herangehensweise macht im Prinzip unabhängig von jeder "Lerntechnik" - aber auch von nahezu jedem "Seminar" und "Lehrer" als solchem, denn in dieser Entspannung und im Fluss des Freien Sprechens kann sich jeder seine eigene Lerntechnik (!) oder Herangehensweise zu einem Problem selbst entwickeln. Der "Lehrer" wird zum Begleiter, der in diesem Prozess in einer lernenden und lauschenden Grundhaltung bleibt.

Der beste Lehrer müsste bester Schüler sein, da er das Lernen selbst verinnerlicht haben sollte.



Ein paar Erkenntnisse aus dieser Arbeit:

    Olga Meier-Sander / pixelio.de
  1. Praktisch jeder Mensch kann sich seine eigenen Fragen selbst beantworten! Dies hat sich auch und besonders bei Menschen mit Authismus bzw. ADHS gezeigt (eine wirkliche Studie liegt hierzu allerdings noch nicht vor!). Vor allem bei wirklich wichtigen Fragen gibt es sogar keine andere Möglichkeit, als sich selbst die eigenen Fragen auch wirklich zu beantworten. Am effektivsten lernt der Mensch, wenn er aufgenommene Information vernetzen und auf die eigene Art und Weise wiedergeben kann. Informationen auf die Art und Weise, wie es z.B. der Lehrer wünscht, wiederzugeben, trainiert subtile Fremdbestimmung und keinesfalls die Erinnerungsfähigkeit! Die eigentliche Herausforderung ist die Entwicklung der richtigen Fragen.

  2. Mit Übung kann sich jeder Mensch an alles erinnern, was dieser einmal wahrgenommen hat. "Vergessen" ist hypnotisch gesehen unmöglich und eine (antrainierte) Einbildung. Durch Wiederholung zu lernen impliziert und verstärkt den Eindruck überhaupt vergessen zu können. Daher sollte der Fokus beim Training auf dem Abrufen und Wiedergeben bereits vorhandener Informationen liegen und möglichst nicht auf dem wiederholten Aufnehmen.

  3. "Lernen" und "Erinnern" sind ein eher passiver Akt, der ganz von alleine geschieht - als denn ein aktiver und mit Anstrangung verbundener Aufwand. Je entspannter jemand in einer grundsätzlich positiv gestimmten Haltung ist, umso mehr kann sich dieser gar nicht dagegen wehren, Informationen aufzunehmen, bereits aufgenommene Informationen zu verarbeiten, zu lernen oder erinnern. Dies geschieht einfach wie von selbst. Schule und Gesellschaft trainieren in der Regel eine völlig gegensätzliche Haltung bzgl. Lernen und Erinnern.

    Fordert man einen Schüler auf, sich an etwas zu erinnern, wird dieser in der Regel das Gesicht und den Körper angespannt verzerren. Aber genau das verhindert das Erinnern! Daher ist es nicht unüblich, dass Studenten oder zumindest ältere Menschen beim Umlernen ihrer "Lernhaltung" in Tränen ausbrechen bzw. aufgestaute Anspannungen andersartig ausagieren. Dies muss nicht passieren, kann aber - und sollte als natürlicher Entladungs- und Ent-Spannungsprozess wahrgenommen werden.

    Die Unterschiede im Lernen von Jung & Alt betreffen die Lern- & Erinnerungstechnik "reMind" nur insofern, dass Ältere meist erst ein gewisses Training benötigen, bis diese in die entsprechende Entspannung gelangen, in der ein Freier Gesprächsfluss möglich ist. Kinder interagieren z.B. völlig natürlich mit den u.a. visuellen Möglichkeiten um, die einem im entspannten Zustand begegnen können.


  4. Wie bereits geschrieben, können in dieser Arbeit sämtliche Fragen an sich selbst gestellt werden, vorausgesetzt diese sind offen formuliert (nicht mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten) und durchweg positiv (also keine Frage wie "Warum bin ich so ein Ar***" oder "warum fühle ich mich wie ein Ar***", wo selbst die Antwort fast nur negativ sein kann.)

    Bei einer negativen Thematik muss die Frage selbst bereits eine Wendung beinhalten und abstrakte Begriffe sollten konkretisiert werden, wie "Was muss ich machen, um nicht mehr so kühl und ignorant zu sein?".

    Beim Antworten und Freien Sprechen kann es durchaus helfen, einfach mal das Gegenteil oder ganz sicher Falsche zu behaupten und mit den Komplementären, Parallelen, Abstraktionen und Metaphern * zu arbeiten.

    "Um zur Lehre der Atomphysik eine Parallele zu finden... müssen wir uns den erkenntnistheoretischen Problemen zuwenden, mit denen sich bereits Denker wie Buddha und Lao-tzu auseinandersetzten, wenn wir einen Ausgleich schaffen wollen zwischen unserer Position als Zuschauer und als Akteur im großen Drama des Daseins."
    *
    Niels Bohr (1885-1962) 

  5. Selbstbestimmung und Fremdbestimmung folgt

4. Probleme und Lösungen

Probleme und Lösungen: Genauso wie bei Forschungsfragen kann auch die Lösung von lokalen und globalen Problemen angegangen werden, wobei jeder Mensch gewisser Weise seinen Blickwinkel auf eine Problematik und dessen Lösung zumindest in der Theorie und in Alternativen entwickeln. Manche Menschen gehen philosophisch oder theoretisch-technisch an eine Lösung, andere pragmatisch wie im Projektmanagement. So komplex Probleme sind und so viele Menschen an der Lösung beteiligt

"Leonardo da Vinci war der festen Überzeugung, dass man - um mehr über die Form eines Problems zu erfahren - zu Beginn lernen muss, wie man das Problem in vielen verschiedenen Formen restrukturieren kann. Seiner Meinung nach ist man nach dem ersten Eindruck eines Problems noch zu voreingenommen. Das Problem an sich ist oft verändert und wird zu einem neuen Problem." (What Kind of Thinker Was Leonardo da Vinci? C. Branton Shearer, Ph.D. & Lerntipps)

3. Lebensfragen

Gerd Altmann / pixelio.de
Lebensfragen: Es ist absolut möglich und gesund nach den eigenen Lebensfragen oder gar nach dem "Sinn des Lebens" zu fragen, sofern dies einen wirklich beschäftigt! Bei meiner eigenen Reise auf der Suche nach dem Sinn meines Lebens bin ich auf folgende ganz persönliche Antwort gestossen: "Als ich nach dem Sinn der Sinne sann besann sich meine SINNlichkeit."

Mir wurde klar, dass ich den SINN meines Lebens nur durch den Einsatz meiner Sinne erfahren kann - und dass es für mich keinen SINN macht, DEN Sinn zu suchen - während ich doch eigentlich SINNe habe. Schon danach zu suchen impliziert irgendwie "den Sinn" verloren zu haben. DIE Antwort war für mich jedoch nicht der Satz, sondern die damit verknüpfte Erfahrung und Erkenntnis. Durch den Prozess des Fragens und Antwortens wurden mir meine Sinne spürbar bewusst. Das Gefühl, dass mir dabei nichts fehlt und ich mich eigentlich nur dann quälend nach dem eigentlichen Sinn des Ganzen frage, wenn ich mich grad nicht (besonders gut) fühle, brachte mich mir selbst einen deutlichen Schritt näher.

Daher ist bei Lebensfragen durchaus mit einer emotionalen Reise, die an die persönlichen Grenzen des Belastbaren führt, zu rechnen und es ist besonders darauf zu achten, nach kurzen Exkursionen in die Tiefen und eigene persönliche Abgründe, tief durchzuatmen und den Faden wieder in Entspannung und positiver Grundstimmung aufzunehmen. Das Problem und sogar die Gefahr in einer depressiven Stimmung ist, dass die Antworten in der gleichen Stimmung sind und ein Teufelskreis vorprogrammiert ist. "Wie man in den Wald schreit ..." oder besser "wie man sich selbst fragt und wie man sich dabei fühlt...!"

Die Antwort bei Lebensfragen ist meist in einer konkreten Erfahrung und eher einem Gefühl zu entdecken, als unbedingt mit einem konkreten Satz! Erst nach der eher emotionalen Erfahrung fällt es plötzlich einfacher die eigene Erkenntnis zu formulieren. Dabei hilft ganz besonders, wenn man die eigenen Gedanken dem Begleiter - wie einem Freund - mitteilen kann.

Es macht durchaus Sinn beim Fragen und Antworten mit Worten zu spielen und zu dichten oder gar melodisch zu sprechen und in einen Singsang zu gelangen. Mit den Gefühlen, also unter Einsatz möglichst aller Sinne zu lernen und forschen, macht  erst "den Sinn".


2. Forschungsfragen

Forschungsfragen: Ja, in dieser Arbeit ist es sogar möglich Fragen zu beantworten, deren Antwort man (noch!) nicht weiss. Dabei sollte man sich aufgrund der innewohnenden Prinzipien von der Beantwortung der Fragen anderer Personen (oder gar Unternehmen) fernhalten! Die Selbstbestimmung und die maximale Motivation, die Fragen zu beantworten, die einem selbst unter den Nägeln brennen, sollten oberstes Prinzip bleiben!

"Das Problem zu erkennen ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung." Albert Einstein

Dabei ist faszinierend, dass die Lern- & Forschungstechniken der großen Genies, wie z.B. Albert Einstein, allesamt - soweit bekannt - in den Grundprinzipien gleich sind. In dieser Lern-, Erinnerungs- & Forschungstechnik wurden die Prinzipien nur auf das wirkungsvolle Miimum reduziert. Einstein beschreibt seine Forschungstechniken so, dass er sich tage- oder wochenlang mit einer Fragestellung beschäftigt hat und dann irgendwann aprubt mit der Beschäftigung und Umkreisung des Problems aufhörte. Die Erkenntnisse sind ihm dann zu anderen Gelegenheiten spontan und wie von selbst gekommen. Der Ausspruch, dass so manchen Menschen die besten Ideen auf dem Klo kommen, kommt nicht von ungefähr, denn das "stille Örtchen" ist eine Raumzeit der Entspannung und des Loslassens. Dies zeigt allerdings auch, dass eine gewisse "sportliche" Anspannung beim Forschen und Lernen völlig gesund und normal sein kann. Im Prinzip geht es (auch im Leben) um eine ständige Abwechslung von An- & Entspannung, vergleichbar einem Orgasmus (was wäre dieser ohne Anspannung?). Siehe auch Vegetotherapie (Berlin) - in seltenen Fällen kann auch die notwendige Anspannung beim Lernen fehlen. Daher macht es Sinn, um in einen entspannten Zustand zu kommen, den Körper bzw. Körperteile massiv anzuspannen, bevor man diesen entspannt und loslässt.

Bei Forschungsfragen muss man, zumindest bei den ersten Forschungsrunden, davon ausgehen, dass sich die Frage meim Freien Sprechen über das Thema nicht sofort beantwortet. Soweit Fragen hinzu kommen, sich die Frage selbst verändert, entwickelt und völlig neue Formen annimmt, befindet man sich auf dem richtigen Weg!

"In einer wissenschaftlichen Studie fand Dean Keith Simonton von der University of California heraus, dass die meisten der berühmten Wissenschaftler nicht nur exzellente Arbeiten veröffentlicht haben, sondern mindestens die gleiche Menge "schlechter" Arbeiten. Sie hatten keine Angst davor zu versagen oder Durchschnittliches zu erarbeiten, um zur Perfektion zu gelangen."* (Videos von D.K. Simonton - What is Genius)



1. Prüfungsfragen

S. Hofschlaeger  / pixelio.de
Prüfungsfragen: Die beschriebene Technik ist ideal, um beim wechselseitigen Abfragen genutzt zu werden. Nach etwas Übung in der Entspannung sind in der Regel keine sonderlich emotional aufwühlenden Erfahrungen zu erwarten.

In der ersten Runde sollte der Begleiter keine Hilfestellung geben, sich aber nicht oder falsch beantwortete Fragen markieren (vergleichbar Lernsystemen mit Karteikarten). In einer zweiten Runde ist es angebracht, bereits in Form der Fragestellung möglichst abstrakte und ungewohnte Eselsbrücken als Hilfe zu liefern. Lernen funktioniert am effektivsten in Form der Vernetzung von Gelerntem mit bereits Bekanntem.

Der Lernende sollte, nachdem er eine Prüfungsfrage durch Hilfestellung beantwortete, die Antwort nochmals auf eigene Art und Weise - und möglichst mit einer eigenen Eselsbrücke - aussprechen. Je irrwitziger und abstrakter diese Eselsbrücken sind, umso besser. Es darf gelacht werden! Lernen funktioniert nur und ausnahmslos mit Spaß und Freude!!Es macht Sinn die fehlenden oder falschen Antworten in einer abschliessenden Runde nochmals auf eigene Art und Weise auszudrücken.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Der Gemeine Markt

Gerd Altmann / pixelio.de
Der Gemeine Markt ist der Aspekt der Gesamtwirtschaft, der sich rein um das Gemeinwohl und Gemeingüter dreht. 

Dazu gehört neben dem Staat selbst, dessen Gewalten vom Volk ausgehen, auch das Nominale Gemeingut namens "Steuern" sowie deren Verwendung in Form der Staatsausgaben, Subventionen, Förderungen, usw.

Einen ähnlichen Namen hat auch die empfehlenswerte Gemeinwohlökonomie.

Der Gemeine Markt  geht der Frage nach, was wir als Bürger wirklich wollen. Damit muss zunächst dem Einzelnen klar sein, was dieser will und sich Gruppen über Synergien bündeln. Was wir als Gruppe wirklich wollen, das können wir auch erreichen. 

Die Prinzipien und Thesen des Gemeinen Marktes sind:


Für ein Unternehmen / Netzwerk:
  • Die zentrale zu erreichende Autarkie ist die in Kommunikations-Medien und -Mitteln!

  • Jede funktionierende Ökonomie mit regelmässigen Ausgaben für Kommunikation, Medien, Marketing ist in der Lage Schritt für Schritt jede dieser Ausgaben als eigenständigen Betrieb aufzubauen und somit:

    • Zu Selbstkosten Kommunikations-Medien und Werbung machen zu können.
    • Einnahmen mit dem zu generieren, was vormals ein Ausgabenposten war.
    • Nahezu beliebig viel Werbe-Kommunikation betreiben und somit parktisch jedes Angebot (Produkte und  Dienstleistungen) vermarkten zu können - nahezu Erfolg garantieren zu können.

      • Dies ist abhängig von der zu erreichenden Zielgruppe: die richtige Zielgruppe (Special Interest) oder eine genügend große Reichweite (Massenmedien). siehe auch: "Woran können Projekte scheitern?"
... siehe auch "Warum für Werbung Geld zahlen, ... wenn ich mit Werbung Geld mache?"

 

Für die Gesamtwirtschaft z.B. eines Landes:
  • Auch auf ein Land bezogen sollte die zentrale und primäre Autarkie nicht unbedingt die Nahrung sein - sondern die Kommunikations-Medien und -Mittel, denn mit diesen kann in Folgeschritten auch die Nahrung autark aufgebaut und gewährleistet werden. Allerdings kann es sich ein Land - im Gegensatz zu einem Unternehmen - sehr wohl leisten sämtliche notwendige Autarkie parallel umzusetzen! 

    • Hat ein Land Freie Kommunikations-Medien und Mittel, dann können z.B. die vorhandenen Arbeitsplätze so schnell wie möglich vermittelt werden. siehe: "Ist das Arbeitsamt in Wirklichkeit ein Medium?"

    • Schüler sind eigentlich keine Konsumenten von Lernmedien, sondern sollten die Produzenten von Lernmedien sein. Der Lernprozess selbst ist am effektivsten, wenn man einerseits möglichst freien Zugang auf vorhandene Medien zu einem Thema hat und diese aus der eigenen Sicht aufbereitet und wieder in Form eines Mediums ausdrückt - und es somit den Folgegenerationen vielleicht ein bisschen erleichtert. Schüler bräuchten daher eigentlich keine Bücher kaufen, schon gar nicht eine ganze Klasse die gleichen Bücher - sondern Schulen müssten den Zugriff auf eine Bibliothek gewären und die Schüler müssten den vorgegebenen Stoff in Freien Lernmedien umsetzen. Somit würde es nicht nur den Folgegenerationen erleichtert werden, sondern die Freien Lernmedien (Sprache ist ja auch so ein "Lern-Medium") global zur Verfügung stehen. 

  • Auf ein Land bezogen sieht "Autarkie" natürlich etwas anders aus, als bei einem Unternehmen/snetzwerk. 

    • Zur Autarkie eines Landes zählen alle Betriebe, wie auch Banken, wo Bund oder Land zumindest Anteile hat bzw. die Bürger in Form von Subventionen zahlen. Genauso gut kann es sich aber auch um Genossenschaften für z.B. die lokale Wasserversorgung, Stiftungen etc. handeln. Daher ist die Frage, wie Bürger etwas finanzieren wollen, das diese wünschen, zunächst zweitrangig. Primär muss die Frage gestellt werden, was die Bürger eigentlich alles bereits finanzieren. Gut möglich, dass ein nicht unbedeutender Teil überflüssig und reine Verschwendung ist. Über eine sinnvolle Regulierung dieser Ausgaben wird ein Großteil der Wünsche eines Volkes umgehend finanzierbar. Ausserdem erhöht sich die Identifikation der Bürger mit der Infrastruktur, die diese bereits zu bedeutenden Teilen finanzieren. Beispielsweise wird die Berliner S-Bahn zu einem bedeutenden Teil von den Bürgern subventioniert und daher liegt die Frage natürlich nahe, ob man sich den Nahverkehr nicht gleich insgesamt "Fahrscheinfrei" gestaltet.

    • Im Prinzip müsste ein Schnitt gemacht werden. Alles muss auf den Tisch, was die Bürger eigentlich bereits finanzieren und jeweils darf die Frage gestellt werden, ob und inwiefern die Bürger von ihrer eigenen Finanzierung auch profitieren. Wieder müssen die Menschen wissen, was diese wirklich wollen - was diese unter ihrem eigenen Sozialwesen begreifen und wofür diese eigentlich die Macht der eigenen Staatsgewalt ausüben. Wenn klar ist, dass zunächst die sozialen Versorgungen von einem gemeinsamen Konstrukt und System getragen werden müssen, dann dürfen diese Finanzierungen auch nicht mehr in Frage gestellt werden; z.B. Bildung, Gesundheitswesen, Absicherung von Arbeitslosigkeit, etc. In einer Zeit, wo den Bürgern unter dem Deckmantel der Alternativlosigkeit ein sozialer Aspekt nach dem anderen strittig gemacht wird und plötzlich primär die Wirtschaft finanziert werden soll, welche bislang die gesamten Gewinne aus dem System gezogen hat, ist die Notbremse zu ziehen.

    • Die Ausgaben für Autarkie müssten der Dringlichkeit nach gestaffelt werden. Sicherlich sind Grundversorgungen, wie die lokale Wasserversorgung, dezentrale regenerative Energieversorgung, Freies Internet aber auch der Öffentliche Nahverkehr zentral. Und ebenso sicher rutschen aufgrund der sozialen Dringlichkeit von Kindergärten und Schulen so Großprojekte wie Flughäfen oder Tieferlegungen von Bahnhöfen auf die hinteren Plätze in der Finanzierung. Diese sinnvolle Regulierung der Ausgaben aus dem Haushalt der Bürger ist völlig ausser Kontrolle geraten - ganz zu schweigen von der Vettern- & Misswirtschaft, die sich bei fast jedem Projekt der Öffentlichen Hand breit gemacht hat. Es ist folglich mehr als legitim sämtliche Ausgabenposten des eigenen Landes in Frage zu stellen und zu fragen "cui bono" - wer profitiert?

  • Rechtlich: Das Gemeinwohl und vor allem die Gemeingüter sind NICHT über ein WENIGER an Staat und Regulierung möglich. Vielmehr entsprechen die Gemeingüter einem gesunden Verständnis von dem was Staat und Regierung sein sollte und warum ÜBERHAUPT eine Regulierung Sinn MACHT bzw. notwendig sein könnte!! 
    • a) sämtliche Güter sind zunächst juristische Güter
    • b) vor allem Gemeingüter sind bzgl. ihrer Freiheit vom Markt und der Absicherung dem Gemeinwohl zu dienen, juristisch geregelt und zu organisieren

Autarkie: Autarkie bedeutet in diesem Sinn keine Unabhängigkeit - im Gegenteil! Autarkie ist eher das Eingeständnis der Abhängigkeit von den Konsequenzen aus den Leistungen, die man sich als Gruppe oder Bürger ermöglichen möchte. Autarkie in Nahrungsmitteln ist z.B. die Abhängigkeit davon, das Land zu bestellen, zu pflegen, anzubauen und zu ernten. Autarkie in den Leistungen eines Landes für seine Bürger ist genau das Gleiche! Die Abhängigkeit Steuern zu zahlen und die Projekte zu hegen und zu pflegen. Die angebliche Unabhängigkeit ist eine Falle, die Desinteresse erzeugt und anhand derer die Bürger über den Tisch gezogen werden!


Samstag, 15. Dezember 2012

(Multi-) Mediale Wirtschaft - Einführung

Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
Ein Neues Wirtschaftsmodell:
In der "Medialen Wirtschaft" befinden sich aktuell folgende Aspekte:

  • "Wahlwirtschaft", da die Freiheit des Menschen und seine Wahl (Selbstbestimmung) in das Zentrum gerückt wird. 

  • "Kreislaufwirtschaft", da Angebote und Nachfragen nicht getrennt voneinander betrachtet werden können und einen Kreislauf um den eigentlichen Motor, die Information, darstellen.

    Dies Modell steht besonders den Modellen "Angebotsorientierter Wirtschaftspolitik" und "Nachfrageorientierter Wirtschaftspolitik" gegenüber. Angebote und Nachfragen werden hier als Kreislauf betrachtet, der abhängig vom Faktor INFORMATION (den informierenden und Informationen transportierenden MEDIEN) ist.
    Dabei gibt es den Begriff "Kreislaufwirtschaft" bereits im Kontext zu einer Produktionsweise, die keinen Müll erzeugt, sondern jegliche verwendeten Produktionsmittel auch über den Produktlebenszyklus hinaus innerhalb der Gesamtwirtschaft als zirkulierend betrachtet. Dies passt perfekt zu meinem Modell der "Wahl-" bzw. "Kreislaufwirtschaft", da in meinem Modell praktisch keine "knappen Güter", sondern primär "Regenerative" und "Zirkulierende Güter" vorkommen (siehe "Freie versus knappe Güter"). 

  • Die "Gemeinwirtschaft" ist der Aspekt der Gesamtwirtschaft, der sich rein um das Gemeinwohl und somit primär Gemeingüter dreht. 

>>> Inhaltsverzeichnis <<<

http://pir.at/medialewirtschaft