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Donnerstag, 27. September 2012

Können MEDIEN (gesellschaftlichen) Erfolg GARANTIEREN?

Um die Frage zu beantworten, will ich zunächst darauf eingehen, dass "gesellschaftlicher Misserfolg" für jeden Menschen etwas anderes sein kann.

Aktuell wird die Generation "Krise" immer wieder mit Szenarien wie Staatsbankrott, Schuldenschnitt, pro-Kopf-Bankrott-Steuer, ... usw. bombadiert. In anderen Teilen der Welt ist es der nackte Krieg oder das Verhungern, das einen gesellschaftlichen Misserfolg markieren könnte.


Die "Schöpferische Zerstörung" ist ein Begriff aus der Makroökonomie, dessen Kernaussage lautet: Jede ökonomische Entwicklung (im Sinne von nicht bloß quantitativer Entwicklung) baut auf dem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung auf. Durch eine Neukombination von Produktionsfaktoren, die sich erfolgreich durchsetzt, werden alte Strukturen verdrängt und schließlich zerstört. Die Zerstörung ist also notwendig (und nicht etwa ein Systemfehler), damit Neuordnung stattfinden kann. [Wikipedia]

Muss eine Gesellschaft wirklich zwingend zyklisch auf Bakrott und Zerstörung hinauslaufen? Vielleicht lohnt es sich darüber nachzudenken, wie eine Gesellschaft gestrickt sein müsste, in der es gar nicht erst zum Misserfolg des Systems selbst kommen würde.


Medien können sich an der Lösung globaler und lokaler Probleme massgeblich beteiligen und gesellschaftlichen Erfolg weitgehend absichern.

Also: Nein, eine absolute GARANTIE kann es nicht geben, denn schliesslich liegt es in unserer Hand. Medien sind Träger von Kommunikation und Kommunikation ist sozusagen das "Kleinste gemeinsame Teilchen" von Problemen und iherer Lösung, die Verbindung jeglicher Fragen und Antworten.
  • Im Artikel "Können Massenmedien jedes Ziel erreichen?" wurde bereits geklärt, dass Medien NICHT ALLES, aber nahezu ALLES möglich ist - von Existenzgründungen über Markteinführungen bis zu Kampagnen und Propaganda.

  •  Im Artikel "Ist das Arbeitsamt in Wirklichkeit ein Medium?" wird deutlich, dass Medien vorhandene Jobs vermitteln können - das Arbeitsamt in der Vermittlungstätigkeit eine Art Software ist. 
    • Artikel folgt: Wie Medien Arbeitsplätze schaffen können!
      Aus dem vorigen Artikel geht hervor, dass Medien auch Arbeitsplätze schaffen kann (wenn man die globalen und lokalen Probleme als Aufgaben betrachtet, für welche die passenden Angebote zu entwickeln sind!)!

  • "Warum für Werbung Geld zahlen ..."

  • Der Artikel "Ist die Verfassung "nur" ein Medium?" geht auf das Umsetzungsproblem ein, durch welche Faktoren gute Ideen, selbstbestimmte Regeln und Gesetze auch umgesetzt werden können.  
  • Der Artikel "Woran Gründungen und Parteien scheitern?" geht auf  
  • Artikel folgen: 
    • "Ist Geld nur ein Medium?"
    • "Ist Energie nur ein Medium?"
    • Die Rolle der Medien für Kriege und Frieden
    • Organisation von Projekten und Gesellschaften durch Medien
    • Selbstbestimmte Medien und Gesundheit
    • Das Medium namens Bildung
      • Lernende Medien und Lernmedien
      • Übersicht und offener Transfer des Allgemeinwissens

Mittwoch, 26. September 2012

Woran können Gründungen und Parteien scheitern??


S. Hofschläger / pixelio.de
Meistens liegt es an (Werbe-) Kommunikation, wenn Projekte scheitern! 

Entweder wurde falsch kommuniziert oder es war zu wenig finanzielles Durchhaltevermögen für Werbe- Kommunikationsmittel vorhanden.

Natürlich gehe ich hierbei davon aus, dass es sich bei dem Angebot / der Partei grundsätzlich um eine wirkliche Lösung (und keine Scheinlösung rein illusionär erzeugter Bedürfnisse) handelt. Ist das Endprodukt Mist, sollte es nicht wundern, wenn es auf dem Haufen landet.

Hat die Unternehmung aber wirklich etwas zu kommunizieren und zur Zielgruppe zu transportieren, dann stellt sich meist die Frage, wie sich Angebot und Nachfrage / Problem und Lösung begegnen können. Ohne Kommunikation wird das nichts und diese wird in der Regel von Trägermedien transportiert.



Spielerisch ausgedrückt gibt es folgende Varianten:


  • Die Lösung selbst ist nicht praktikabel, dann sortiert sich diese meist wie von selbst aus.
  • Die Lösung ist zwar praktikabel, wird aber ...
    • a) nicht oder zu wenig kommuniziert
    • b) unverständlich kommuniziert. [Sprache]
    • c) missverständlich oder gar kontraproduktiv kommuniziert. [Logik]
    • d) unsympathisch kommuniziert [emotional]
    • e) an der Zielgruppe vorbei kommuniziert (erreicht die eigentliche Zielgruppe nicht, da die Sprache oder die Medien der Zielgruppe verfehlt wurden). [Ziele & Ausrichtung]
    • f) die natürlichen und logischen Gegenargumente wurden nicht aus dem Weg geräumt [intelektuell]
    • g) die natürlichen instinktiven Gegenbewegungen und / oder Kampagnen wurden nicht logisch widerlegt [instinktiv]
  • Befinden sich die kommunikativen Probleme bereits im Projekt / Team, wird es etwas schwieriger, denn die "innere Kommunikation" färbt sich allzuleicht und viel zu schnell auf die "äussere Kommunikation" ab bzw. wird wahrgenommen. Dies gilt natürlich absolut, wenn es sich um eine transparente Organisation handelt.

    Ebenso gilt dies auch für intransparente Projekte, denn fehlende Transparenz kann sehr wohl für Unverständniss, Missverständnisse, fehlende Sympathie und Verfehlung der Zielgruppe sorgen (b, c, d und e).

Zu wenig Geld:

Neben den verschiedenen Möglichkeiten, wie Kommunikation so schief laufen kann, ist es häufig die finanzielle Puste, die irgendwann versagen kann. 

Was wäre unmöglich, wenn wir endlos Werbekommunikation betreiben könnten?
Bei nahezu endloser Kommunikation, spielen natürlich die kommunikativen Fehler weniger eine Rolle - vorausgesetzt man lernt und kommuniziert die Lernerfolge. Auch das wird häufig vergessen: Veränderungen vergangener Fehler auch nach Aussen zu kommunizieren. Intern scheint bereits alles klar zu sein, aber das Umfeld - die Kunden, Wähler und Interessierte - haben davon noch nichts mitbekommen. Fehler eingestehen, dass kann sympathisch machen ... - bewusst Fehler leugnen, ignorieren oder das Lernen nicht zu kommunizieren, schreckt dagegen eher ab.

 
Ich behaupte, dass praktisch jede funktionierende Ökonomie mit Marketing und Vertrieb spielend und schrittweise zu einer Autarkie in der eigenen Kommunikation (Werbemedien!) kommen und somit schlussendlich den eigenen Erfolg nahezu garantieren kann. 

Sicherlich gibt es noch weitere Faktoren, die ein Scheitern ermöglichen - aber fast jedes
ökonomische und politische Scheitern lässt sich auf kommunikative und mediale Mißstände reduzieren!


"Gewiß, zwei Völker und zwei Sprachen werden einander nie sich so verständlich und so intim mitteilen können wie zwei einzelne, die derselben Nation und Sprache angehören. Aber das ist kein Grund, auf Verständigung und Mitteilung zu verzichten. Auch zwischen Volks- und Sprachgenossen stehen Schranken, die eine volle Mitteilung und ein volles gegenseitiges Vertrauen verhindern, Schranken der Bildung, der Erziehung, der Begabung, der Individualität. Man kann behaupten, jeder Mensch auf Erden könne grundsätzlich mit jedem andern sich aussprechen, und man kann behaupten, es gebe überhaupt keine zwei Menschen in der Welt, zwischen denen eine echte, lückenlose, intime Mitteilung und Verständigung möglich sei - eins ist so wahr wie das andre."

- Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel



>>> Können Massenmedien jedes Ziel erreichen?
>>> Ist das Arbeitsamt in Wirklichkeit ein Medium?
>>> Warum für Werbung Geld zahlen ...

>>> Ist die Verfassung "nur" ein Medium? 

Warum für Werbung Geld zahlen, . . .

... wenn ich mit Werbung Geld mache?


So lautet ein ausgesprochenes "Geheimnis" der Werbeindustrie. Und tatsächlich hat jedes übliche Massenmedium, jeder TV-Sender, jedes Print-Magazin und jede Zeitung im besten Fall keine Werbekosten innerhalb des eigenen Mediums.

Und warum sollte die eigene Werbung nicht zu den eigenen Werbemedien gezählt werden?

Da ich meist im Anzeigenverkauf in solchen Medien gearbeitet habe, manchmal aber auch in der Redaktion, im Layout oder Vertrieb, kenne ich den internen Kampf in Medien um diesen Platz, der im Internet obsolet geworden ist. 

Während das Layout gerne großzügig arbeitet und am liebsten verschwenderisch mit freien Flächen umgeht, kämpft die Anzeigenabteilung nicht selten um redaktionelle Erwähnungen der Werbekunden. Diese wollen natürlich auch mit ihren Pressemeldungen im redaktionellen Teil erscheinen, der letztlich eine weitaus größere und direktere Wirkung hat als die Werbeseiten. Es ist zwar verboten - aber absolute Praxis - Anzeigen in Verbindung mit redaktionellen Inhalten zu verkaufen. Das Geschäft läuft nunmal so, aber das würde kaum jemand offen zugeben - man könnte ja sonst einpacken.

Für jeden, der auf (Werbe-) Kommunikation angewiesen ist, um seine Kunden, Vereinsmitglieder oder Wähler zu erreichen, bedeutet die "geheime Werbeformel" aus der Titelzeile:

  •  Wie kann aus (welchen von) den eigenen Werbemitteln ein Anzeigenmedium werden?
    • Welche Anzeigenpartner passen in mein eigenes Werbemedium, wie z.B. in den eigenen Katalog?
    • Welche Firmen sind zwar keine direkten Konkurrenten, sondern eher Zulieferer von z.B Bauteilen oder Ressourcen, thematisch passende Bücher, Zusatzprodukte, ... usw., die ein großes Interesse an meiner Zielgruppe haben und dafür zahlen würden? 


  • Mit welchem Medium erreiche ich meine Zielgruppe ganz natürlich?
    (Wo hält sich meine Zielgruppe medial auf?)
    • Welche weiteren Inhalte wünscht meine Zielgruppe, die inhaltlich als Bereicherung gesehen werden - und nicht unbedingt als Werbung identifiziert werden? (thematische Bücher sind da z.B. ein klasse Beispiel)
    • Wie können vorhandene Eigenwerbungen sinnvoll mit Fremdwerbungen ergänzt werden, ohne die eigene Wirkung zu beeinträchtigen? Wie kann die Fremdwerbung sogar die eigene Wirkung erhöhen?
      (gute Beispiele sind Gewinnspiele mit Partnern, Sondereditionen des eigenen Produktes oder Sonderangebote "2 in 1" usw.)

  • Was, wenn übliche "Werbung" für mich nicht in Frage kommt?
    • Wenn übliche "Werbung" nicht in Frage kommt, dann handelt es sich meistens um hochwertigen "Content". Dann kommen natürlich übliche Publikations-Wege, wie z.B. ein Buch oder eine DVD in Frage, evtl. eine "Special Edition".
    • Da stellt sich natürlich grundsätzlich die Frage nach dem "Geschäftsmodell" - und vor allem dank dem Internet gibt es haufenweise neue Möglichkeiten (die allerdings, vor allem in Deutschland, noch in den Kinderschuhen stecken):
      • Spendenplattformen wie betterplace oder für Online-Publikationen flattr
      • Crowdfunding zur Vorfinanzierung
      • Merchandising, Solikonzerte, ... oder sonstige indirekte Finanzierungen durch meist eigenständig wirtschaftliche Projekte (deren Flyer nicht selten nach o.g. Verfahren ermöglicht werden!)
      • Überlegen, wie die Flächen im eigenen Medium sinnvoll für eigene wirtschaftliche Projekte, Existenzgründungen, Experimente, Merchandising, Spendenaktionen, ... etc. eingesetzt werden können. Man sollte mal grundsätzlich bedenken, dass mit einzelnen Werbeflächen die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit von kleinen z.B. Familienbetrieben gewährleistet werden könnte. Die Kraft der eigenen Medien sollte zumindest nicht unterschätzt und mindestens gewürdigt werden - auch wenn dort auf "Werbung" als solche verzichtet wird.
    • Wer die Werbung selbst auswählen möchte, die auf der eigenen Webseite erscheint - und dabei möglichst auf ökologische, soziale und / oder kulturell-kreative Inhalte zurück greifen möchte, dem wird hier geholfen: www.ecoclicks.tv 
    • In welchen Medien sollte die eigene Werbung stehen und welche Werbeflächen kann ich anderen Medie zum Tausch anbieten? Kompensationen - also unbare Tauschgeschäfte - sind im Anzeigengeschäft absolut üblich! Vielleicht kann ja bei Werbung für (gemeinnützige) Vereine, wie z.B. Greenpeace, eine Ausnahme gemacht und eine Werbung getauscht werden - sollte die Zielgruppe passen. Vereinsmagazine und sogenannte "Fanzines" haben eine weitaus höhere Aufmerksamkeit ihrer Leser, als es bei üblichen Massenmedien der Fall ist.

Diese Vorgehensweise ist sicherlich bekannt durch Flyer und Plakate, die eine Bannerzeile oder gar Bannerfarm tragen. Nur selten wird dies wirklich im Sinne einer gemeinsamen, nahezu redaktionellen, Wirkung genutzt. Dass auch die Fremdwerbung einen inhaltlichen Nutzen und insgesamten Mehrwert für den Betrachter bieten kann, wird in der Regel vergessen. Überhaupt scheint es in den seltensten Fällen von Werbung darum zu gehen, dem Empfänger nicht nur fade Werbung, sondern einen Mehrwert, ein Geschenk, ein Sammelobjekt, ... zu liefern. Letzteres sind die eigentlich wichtigsten Faktoren, um nicht nur Werbung, sondern ein zeitlos wirkendes Medium zu schaffen, welches das Papier oder den Aufwand überhaupt wert ist.


>>> Können Massenmedien jedes Ziel erreichen?
>>> Ist das Arbeitsamt in Wirklichkeit ein Medium?
>>> Warum für Werbung Geld zahlen ...
>>> Ist die Verfassung "nur" ein Medium?