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Dienstag, 2. Oktober 2012

Dem Gemeingut zufallende Urheber-, Patent- & Leistungsschutzrechte

Mozart / Wikipedia
70 Jahre nach dem Tod verfällt aktuell das Urheberrecht und das Werk fällt dann dem Gemeingut zu und kann von jedem Menschen frei verwendet werden.

Warum muss dies gleich allen Menschen kostenlos zugänglich sein? 

Ist es vorstellbar, dass die monetären Ansprüche aus dem Urheberrecht - zumindest für kurze Zeit vor der Auflösung - dem Staat oder gar der Kultur zufallen?

Dies wiederspricht nicht einer Verkürzung der Schutzfristen - nur eben ein Teil des Schutzrechtes nach dem Tod käme der Allgemeinheit finanziell zugute.


Beispiel:


Tesla / Wikipedia
  • Anstelle einem Urheberrecht, das 70 Jahre nach dem Tod verfällt, könnte dieses nach 50 Jahren an den Staat übergehen und nach weiteren 20 Jahren völlig verfallen.

  • Rückwirkend ist dies natürlich extrem schwer denkbar - aber zumindest mal als Gedankenspiel: Wie wäre es, wenn die Werke von Mozart und Goethe für die kommenden z.B. 20 Jahre kostenpflichtig werden - aber zugunsten der Finanzierung der allgemeinen Freien Kultur?

Fragen:

Goethe / Wikipedia
  • Warum sollen die dem Allgemeingut zufallenden Werke nicht auch für eine Phase monetär der Allgemeinheit zugute kommen?
  •  Angenommen alle Werke, die aktuell dem Gemeingut zugerechnet werden, hätten für eine Phase einen Kulturfonds finanziert:
    • Welche Summen stünden uns jetzt zur Verfügung? Welchen kulturellen Wert haben wir bereits in der Menscheitsgeschichte angehäuft, wenn wir dies berechnet hätten - und dies auch dem Gemeinwohl zugute gekommen wäre?

    • Sollte zur Einführung einer solchen Gemeinguts-Gebühr auch nochmals Werke einbezogen werden, die bereits dem Allgemeingut angehören?
      (z.B. "zum Gemeingut zählen Werke, deren monetären Urheberrechts-Ansprüche mindestens 10 Jahre dem Gemeinwohl zukamen"?!?)
    • Ist es vorstellbar auf diese Art und Weise folgendes zu finanzieren:
      • Ein für jeden kostenfreies Internet
      • Eine Art Grundeinkommen (für Kulturschaffende)
      • Eine Kulturflatrate und Entlohnung für jeden Kreativen, dessen Werke gedownloadet werden

Kleine Frage am Rande, die hier vielleicht garnicht hin gehört: Wie kamen denn die Kunstgegenstände und Schätze im Besitz der Bundesrepublik Deutschland in unseren Besitz und wie könnten diese dem Gemeinwohl dienen?

Donnerstag, 20. September 2012

Die Piratenpartei kämpft für die Kreativwirtschaft





  • Obwohl die Umsätze und Gewinne der Medienbranchen wie Musik, Film & Games explodieren und Verwertungsgesellschaften wie die GEMA immer mehr Einnahmen zu verbuchen haben - geht es den Kreativen, Künstlern und Autoren in der Masse nicht besser. Nur einzelne Wenige profitieren von dem Boom und ein Großteil versandet im Getriebe. Gleichzeitig sind die Preise für Schallplatten und CDs letztlich gestiegen, obwohl die Herstellungskosten gesunken sind.
    Dies will die Piratenpartei durch gerechtere Verteilung und eine Reform der Verwertungspraktiken ändern. An den genauen Positionen wird aktuell - bis voraussichtlich zum Bundesparteitag im November - gearbeitet.
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  • Die Piratenpartei stellt das Urheberrecht nicht prinzipiell in Frage - sondern die Vorstellungen und Umsetzungen des "Geistigen Eigentums". Daher geht es in der Reform des Urheberrechts genauso um die Stärkung des Urhebers, wie auch der Allgemeinheit bei der Nutzung von Werken.
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