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Sonntag, 14. Oktober 2012

IST - Analyse für Piraten-PR

Die IST-Analysen habe ich hier begonnen:

Die zentralen Knackpunkte sind meiner Meinung nach:
  1. Transparenz:
    1. (In-)Transparente Konflikte und Lernschritte

    2. (In-)Transparente, (un-)übersichtliche Inhalte, Medienproduktionen und "politische Einblicke"

      1. z.B. das "Fehlende Parteiprogramm" - es ist medial im Internet vorhanden, wird aber nicht WAHRgenommen ... geht es noch transparenter, übersichtlicher, intuitiver auffind- & bedienbar?? ;-) Dies hat sicher noch mehr Gründe, hier geht es aber nur um die Feststellung, dass vorhandene Inhalte nicht oder zuwenig Resonanz finden!
         
      2. z.B. die unendlich vielen Daten, die von der Partei transparent gemacht, zur Verfügung gestellt werden - aber irgendwo im Netz herumschwirren.

  2. Medienproduktion:

    1. Die Piratenpartei wird wahrgenommen bzw. dargestellt, keine Lösungen für die Künstler und Kreativschaffenden vorweisen zu können - aber Entscheidungen treffen zu wollen, die in bisherige Verdienstmodelle der Kreativschaffenden einschneiden.
      (Die Konsumentenrechte und Verwerter als die eigentlichen "Strippenzieher" werden weitestgehend ausgeblendet)

    2. Die Piratenpartei wird wahrgenommen bzw. dargestellt, derart in den Forderungen gegen übliche Verdienstmodelle zu sein, dass deren Mitglieder, Amts- & Würdenträger nicht die üblichen Auswertungen in ihren Publikationen nutzen dürfen (Urheberrecht, kostenpflichtige Downloads / Buchhandel, Verlagsauswertungen, sicherlich auch GEMA-Mitgliedschaften, usw.).

      Das ist ein Problem, denn die eigentlichen Lösungden der Piratenpartei müssen als ZUSÄTZLICHE Lösungen verstanden werden, die in der Regel den bisherigen Auswertungen nicht widersprechen - diese eher kostenlos beraten!!

      (Die Vorschläge und die realen Entwicklungen im Internet werden dabei weitestgehend ausgeblendet - die Weitsicht der Piraten fehlt.)

    3. Die "Kostenloskultur" wird in einen Vorwurf umfunktioniert - anstelle die Allmende und Kulturgüter neu zu begreifen!

  3.  Über die Inhalte macht es erst nach dem kommenden Bundesparteitag Sinn zu sprechen ...


Folgende Daten fehlen mir primär: 


Th. Reinhardt  / pixelio.de
  • Welche Termine und Events, Demos, Barcamps und globalen Aktionstage stehen für nächstes Jahr bereits fest?

  •  Eine Liste der wichtigsten berechtigten Kritikpunkte, denen begegnet werden möchte erstellen - "Fallbacks" (Einwändebehandlung / Gegenargumente) entwickeln.

  • Welche Kommunikations-Schwierigkeiten liegen bei den einzelnen Kritikpunkten und Krisen genau vor?

  • Mögliche Gründe für die schlechte Performance einzelner Pressemeldungen herauskristallisieren.

  • Welche Programmpunkte wurden bereits deutlich kommuniziert - und wo ist Nachholbedarf - möglichst begleitet von einer Umfrage zu den Programmpunkten

  • Bei welchen Konflikten, die es in die Öffentlichkeit geschafft haben, wurde auch der daraus folgende Lernprozess öffentlich nachvollziehbar? Welche Konflikte sind insofern vorbildlich aufgearbeitet - und wo besteht nachholbedarf? Mit welchem Konflikt-Management stellen sich die Piraten der Herausforderung, dass Transparenz auch automatisch eine höhere Aufmerksamkeit auf Konflikte mit sich bringt (und ein Großteil der Politik aus Konflikten besteht?)?? 


Umfragen als Mittel für Bürgerbeteiligung, Transparenz & Öffentlichkeitsarbeit


Gerd Altmann / pixelio.de
Umfragen sind eine Möglichkeit, um folgende Effekte in einem Streich zu erreichen:

    • Auf der Straße mit dem Bürger in Kontakt kommen und in ein interessantes Gespräch einsteigen... 

    • Dem Bürger das Gefühl geben "gefragt zu werden" - "sich für ihn und seine Meinung interessieren und diese aufzugreifen".

    • Eventuell konkrete Lösungs-Vorschläge für ein Problem erhalten ("the crowd" offline) 

    • Einerseits kann herausgefunden werden, welche Programmpunkte in der Öffentlichkeit am meisten angenommen werden und wo Nachholbedarf besteht in der Aufklärung - andererseits können emotionale bzw. instinktive Schlüsselwörter herausgefunden werden, die innerhalb einzelner Programmpunkte besonders ansprechen.

    • Wertvolles Hintergrundmaterial für die Ausarbeitung der eigenen Positionen erhalten - z.B. die natürlichen Gegenargumente und eine erste Sammlung von "Fallbacks", um diese auszuhebeln (wenn es um konkrete Positionen geht).

    • Es wird transparent und charmant kommuniziert, worüber sich die Piratenpartei aktuell Gedanken macht.

      • Sollte man dem Argument begegnen, dass die Piraten keine Ahnung hätten und jetzt auch noch den Bürger fragen, ist zurück zu rudern und prinzipiell zu klären, dass sich die Piratenpartei als Bürgerpartei versteht - und sich jeder bei der "Mitmachpartei" eingeladen fühlen darf, gemeinsam die gesellschaftlichen Probleme auch wirklich lösungsorientiert anzugehen.

    • Öffentlichkeitsarbeit, erstmal keine Antworten liefert, sondern interessiert nachfragt. (Die Antworten kommen später als Auswertung der Bürgerstimmen bzw. Positionierung der Piraten)

    • Tatsächlich einen Wert für Stimmungen auf der Straße zu bekommen.Ab 1.000 Antworten können die Ergebnisse wissenschaftlich statistisch verwertet werden.

      Z.B. werden für die Sonntagsfrage (Wahlprognose) von jedem Institut durchschnittlich 1.000 Menschen befragt.
      Wenn in jedem Bundesland nur 100-Umfragebögen ausgefüllt werden, sammeln die Piraten in ihren Umfragen deutlich mehr Stimmen. Umfragen können von den Piraten wahrscheinlich praktisch nebenzu durchgeführt werden und erfrischen die Arbeit an den Infoständen.Befragungen, die sich andere Parteien viel Geld kosten lassen, können so kostengünstig als eigene Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt werden.

    • Die Ergebnisse können zu einer eigenen interessanten Pressemeldung gebündelt werden und somit ein weiteres Mal für Aufmerksamkeit sorgen.
Die Piratenpartei nennt sich Bürgerpartei und behauptet Fragen zu haben, die von den Bürgern beantwortet werden können. Ursprünglich (und vor noch gar nicht so langer Zeit) war es die Piratenpartei, die keine Antworten hat, weil sie noch nachfragt ... allerdings primär parteiintern. Die Bürger können sich ja an die Mitmachpartei wenden, falls diese wollen ...

So lange die Piratenpartei keine Struktur hat, die den Bürger fragend einbindet - oder Kriterien, wann sich die Piratenpartei prinzipiell z.B. in Volks- & Bürgerbegehren an das Volk wendet (oder eben konkrete Volks- & Bürgerbegehren, die von der Piratenpartei zumindest unterstützt werden und somit den Eindruck erwecken, die Piratenpartei würde sich bindend für die Meinung der Bürger interessieren) ... empfiehlt es sich zyklisch Umfragen zu gestalten und auszuwerten, die den Infoständen als Material mitgegeben werden.

Der Behauptung eine Bürgerpartei zu sein, müssen auch TATEN folgen - und nicht nur eine Erwartungshaltung, die vom Bürger eine Bringschuld erwartet, auf die Piratenpartei zuzukommen. Auch - und besonders für diejenigen, die sich in der Piratenpartei nicht engagieren würden (oder vielleicht politisch sind, aber nicht aktiv werden wollen) - sollte eine Möglichkeit als Anknüpfungspunkt geschaffen werden.

Fragebögen haben mehrere psychologische Vorteile (gegenüber üblichen Ansprachen und Werbematerialien):


  • der Bürger fühlt sich gefragt und nicht beantwortet

  • der Bürger hat das Gefühl mitzuwirken, dass seine Meinung einfliesst

  • eventuell erwartet der Bürger z.B. über die Webseite an die Auswertung zu gelangen (und sich dort wieder zu finden)

  • dem Bürger wurde kein Flyer oder Prospekt aufgequatscht - im Gegenteil, er hat etwas von sich (seine Meinung, etwas aus seinem Innersten) dagelassen ...

  • ... die Frage, ob er dafür etwas braucht (einen Flyer, das Parteiprogramm, ...) ergibt sich wie von selbst, denn evtl. benötigt der Antwortende eine Info, um sich die Ergebnisse aus dem Netz zu holen - oder eben nicht.

  • Nachteil bzw. Hinweis:
    Da der Befragte etwas gegeben hat, erwartet er (subtil), dass etwas zurück kommt. Einerseits sollte daher immer gefragt werden, ob ein Flyer mitgegeben werden darf, wo auch die Website verzeichnet ist und die Ergebisse abrufbar sein werden. Ein konkretes Datum, wann die Ergebnisse abrufbar sein werden, sollte jedoch NUR DANN angegeben werden, wenn dies sicher ist - sonst verspielt man sich das gute Gefühl eines reibungslosen Austauschs von Geben und Nehmen im Kleinen!

    Ganz prinzipiell sollten die Umfragen zumindest als solche ernst genommen - und nicht nur zur Show rein kosmetisch durchgeführt werden. Die Ergebnisse sind unbedingt zeitnah zu publizieren und dürfen keinesfalls zeitlich versanden. Wird eine Auswertung vergessen oder eine Umfrage nur zum Schein durchgeführt, hinterlässt man bei jedem interessierten Befragten, der sich um die Auswertung bemüht, das Gefühl vergebener Liebesmühe / sinnlos investierten Engagements!!

  • Je nachdem welche Arten von Fragen verwendet werden, ergeben sich weitere Vorteile:

  • Gerd Altmann / pixelio.de
    • Wie bei einem Quiz fühlt man sich gut, wenn man Fragen (richtig) beantworten kann!! Da es primär um die Meinung geht, gibt es praktisch keine falschen Antworten.

      Sollte es Antworten geben, die in richtig / falsch eingeordnet werden können, sollte darauf geachtet werden, dass diese offen genug gestellt werden, um "Erfolgserlebnisse" zuzulassen.

    • Lerneffekt: Z.B. der Fragebogen für die Inhalte von Parteiprogrammen ermöglicht durch die Verknüpfung mit anderen Parteien und deren Positionen einen hohen Lerneffekt (Wissen vernetzt sich leichter, wenn es mit vor handenen Anknüpfungspunkten in Verbindung gebracht wird).

      Zurück bleibt - wenn nicht sogar klare Einzelpositionen aus dem Parteiprogramm der Piraten - zumindest die Gewissheit, dass die Piraten ein (umfangreiches) Programm haben.

      In der Auflösung direkt vor Ort sollte natürlich gezeigt werden, dass die "Treffer" nur wenigen Programmpunkten aus dem insgesamten Programm entsprechen. (Es dürfte eher selten sein, dass jemand das Programm der Piraten nahezu auswendig kann - bzw. ist dies auch ein netter "Zeitvertreib" für Piraten am Stand!!

    • Neutralität: Da im "Parteiprogramm"-Fragebogen nach beliebigen Parteien gefragt wird, bleibt Neutralität gewahrt und der Befragte fühlt sich - unabhängig seiner bisherigen Parteiwahl - persönlich angesprochen.

    • "Informieren" statt "verkaufen": Es entsteht NICHT das Gefühl, dass mir etwas verkauft oder aufgedrückt werden soll - es handelt sich eher um "pull" als "push" Marketing.

    • 2be continued ...
  • Beispiele für Befragungen / Umfragen:

Strategische Öffentlichkeitsarbeit (Konzeption & Analyse)

Gerd Altmann  / pixelio.de
Die vier Phasen der Strategischen Öffentlichkeitsarbeit nach der kulturwissenschaftlichen Sichtweise von Faulstich (2000), S. 208-219


  1. Ist-Analyse (interne und externe Situationsanalyse, mit Stärken-Schwächen-Analyse, Selbstbild- und Fremdbildbestimmung) 

  2. Soll-Bestimmung (Bestimmung von Zielen der Öffentlichkeitsarbeit und mit Bestimmung der relevanten Teilöffentlichkeiten)

  3. Umsetzung (Planung der Strategie und Taktik, Termin- und Finanzplanung, Realisierung, Auswahl der Kommunikationsmedien)

  4. Wirkungskontrolle und Evaluation

Diese vier Phasen werden in den verschiedenen Konzepten der Literatur unterschiedlich bewertet. Hier eine Orientierung nach Bläse (1982), Dirk: Methodischer Rahmen für Planung, Durchführung und Kontrolle von Öffentlichkeitsarbeit, S. 194. In: Öffentlichkeitsarbeit.


  1. Ist-Analyse (Ermittlung des bestehenden Images)
  2. Soll-Analyse (Festlegung des Wunsch-Images und konkreter PR-Ziele)
  3. Soll-Ist-Vergleich (Analyse der Differenzen hinsichtlich des Images)
  4. Definition und Gewichtung der Zielgruppen
  5. Strategische Phase: Festlegung der Kommunikationsinhalte
  6. Festlegung des PR-Etats
  7. Taktische Phase: Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs inkl. Budgetierung
  8. Detaillierte Zeit- und Terminplanung
  9. Durchführung der Maßnahmen einschließlich Budget-Kontrolle
  10. Überprüfung der erzielten Wirkungen anhand der Zielsetzungen 


Dem füge ich noch eine Liste der Medien hinzu, die in 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 zur Anwendung kommt. Das bedeutet, dass diese Planung für jedes Medium (crossmedial)  gemacht werden muss.

Medien-Teams:
Gerd Altmann & Anja Wichmann  / pixelio.de

Für die wichtigsten Bereiche braucht es möglichst eigene PR-Teams:
In der jetzigen PR-Arbeit, wie ich diese wahrnehme, werden PM jeweils nur für eine Medien-Zielgruppe erstellt - Fachmedien, Photographie, Visualisierung, Audiovisuelle Medien, Radio, ... werden zu wenig bis nicht bedacht. 

Beispiele für Presse- / Medienteams:
Rainer Sturm  / pixelio.de
  • Standard-Pressemledungen und Team für die jetzigen Leitmedien, die über die Piratenpartei berichten.

  • Fachpresse-Teams, die sich um Artikel in den verschiedensten Fachmedien kümmern, die zu den Themen und Punkten des Parteiprogramms passen.

  • Social Media: Die Teams der einzelnen Social Media-Plattformen solltenmehr in den Prozess der Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden. Auf Facebook machen z.B. Bilddateien immer mal wieder ammeisten Sinn (auch Umfragen haben einen großen viralen Wert!). Dafür braucht es Photos oder gar Visualisierungen.

  • Weiterführende Interviews: Soweit wirkliche fachliche Repräsentanten zu einer Pressemeldung zur Verfügung stehen, sollte es zu fast jeder Pressemeldung möglich sein, auf Wunsch ein Interview hinzu zu buchen. Mindestens eines dieser Interviews sollte schlimmstenfalls selbst gemacht - und der Presse frei zur Verfügung gestellt werden.

  • Buch zur Partei: Für die Offliner sollte es das Wichtigste zur Partei auch als Buch (Print on Demand) geben - online natürlich zum Freien Download oder zumindest in einer der präferierten alternativen Vergütungsmodelle. Mann kann auch umfangreichere pdf-Downloads gewisser Weise e-Book nennen und Übersichten über die vielen bereits vorhandenen Downloads schaffen.

  • Photo- & Visualisierungsteam: Es fällt auf, dass der Presse offensichtlich zu wenig Freies Photomaterial zur Verfügung gestellt wird. Für komplexe Themen ist auch eine Visualisierung hilfreich. Damit sind die Veröffentlichungen insgesamt deutlich kreativ zu steigern. Zu jeder Pressemeldung sollte ein Link zu eigenen passenden Bildmaterialien. 

  • Kunst: Welche Künstler haben sich bereits mit den Inhalten der Piraten auseinandergesetzt - gibt es das Programm der Piratenpartei auf DIAs oder als Microfish? ;-) Welche Ausstellungen sind möglich? 

  • Typographie: Gibt es eine Schriftart, die im speziellen von der Piratenpartei genutzt wird - eine Freie, die zur Verfügung gestellt werden kann - oder Vorgaben aus dem CD/CI, die zu kommunizieren wären?

  • Events / Termine: Welche Termine und Veranstaltungen - wie auch Barcamps,  globale Aktionstage und zu erwartende Demonstrationen für das kommende Jahr stehen bereits fest? [Lieber man nimmt einen Google-Kalender, wenn die eigene open source Sofatware für einen Kalender noch nicht ausgereift genug ist - anstelle keinen bundesweit einheitlichen Kalender zu haben, den man auch Regionen und Themen mergen und kombinieren kann .... als gar keinen Kalender vorweisen zu können!!]

  • Online-TV: Auf youtube gibt es Hunderte spannende Videos über die Piraten - aber auch von den Piraten zu den wichtigsten Kernthemen. Aber es gibt keine Übersicht. Das ist in etwa so, als würde man vor einem Fernseher sitzen, in dem man die Kanäle noch von Hand einstellen muss - oder als hätte jemand die Fernbedienung weggenommen. Das vorhandene Videomaterial ist zu einem Sender mit vielen Kanälen zu bündeln - vgl. www.greencasting.tv mit der open source Software http://mirocommunity.org/ 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die transpartente Medienproduktion der Piratenpartei eine der Kernkompetenzen ist. Gleichzeitig gibt es so viele Medien der Piraten, dass der Eindruck von Chaos und einer fehlenden Übersicht fehlt. Die Transparenz wird derart intransparent!! Es braucht nicht nur Transparenz - sondern auch eine barrierefreie, intuitiv verständliche Übersicht der Medien und Einführungen, die es den Interessierten erleichtern Zugang zu finden.

Ich freue mich darüber informiert zu werden, wenn es zu den einzelnen Bereichen bereits Material gibt - wahrscheinlich sogar sehr viel Material, das transparenter und übersichtlicher dargestellt werden will.

Freitag, 12. Oktober 2012

Öffentlichkeitsarbeit in transparenten Organisationen

Die Piratenpartei fordert gnadenlose Transparenz und bekommt diese. 

Mich wundert es ein bisschen, wenn Piraten über Berichte der Presse schimpfen, die sich zu großen Teilen aus dem Transparenz-Pool der Piraten bedient. 

Haben die Piraten nicht mit den Folgen von Transparenz gerechnet? Wird den Piraten erst jetzt so langsam bewusst, dass Transparenz bedeutet, dass die Konflikte und Auseinandersetzungen live mitverfolgt werden können? 

Und dann wundert man sich, dass die Konflikte auch noch live mitverfolgt und publiziert werden?


Offensichtlich können die Piraten nicht mit ihrer eigenen Transparenz umgehen. 

Denn damit nicht genug:
Konflikte, die gut und gerne zu großen Teilen zunächst privat und persönlich ausgefochten werden können, werden als Werkzeug - Mittel - und Waffe in die Öffentlichkeit (oder gar direkt zu Pressevertretern) transportiert.


Während ich noch das Gefühl habe, dass ein Umgang mit Transparenz auch transparent gelernt werden kann - beschämt mich die Medienkompetenz der eigenen Partei.

Mehr noch: Es ist schlicht menschlich völlig daneben, Konflikte in die Öffentlichkeit, Social Media oder gar vor die Presse zu schleifen - so lange nicht alle persönlichen, privaten oder gar Kreativen Chancen ausgeschöpft wurden.

Sicher ist es ein legetimes Recht, die Öffentlichkeit oder gar rechtsstaatliche Mittel hinzu zu ziehen, wenn andere Wege ausgeschlossen erscheinen - aber genau das ist nicht der Fall. Die Öffentlichkeit wird missbraucht, um Empörung, Schimpf und Schande über den Kontrahenten zu ergiessen.


Es geht nicht um Transparenz - es geht um Kontrolle! Und genau hier soll Transparenz eingesetzt werden, um die Öffentlichkeit in Rage zu versetzen - gegen Leute aus der eigenen Partei. Das ist die unterste Schublade und zeigt wie menschlich diese Schublade zu sein scheint - die man den alteingesessenen Parteien so gerne um die Ohren hauen würde. 


Mit dem bereits ehemaligen Erfolgskurs der Bundespiraten geriet die Transparenz-Partei in das Rampenlicht. Die eigene Forderung wurde erfüllt und die Öffentlichkeit hat genauer hingesehen WIE dort Politik gemacht wird - schliesslich sollte man ja ein neues WIE erwarten. Man wollte ANDERS sein...

Dabei haben einzelne Pappnasen der Partei nicht begriffen, dass plötzlich jede öffentliche Bewegung der Partei zur Öffentlichkeitsarbeit wurde.

Es gibt da tatsächlich die Vorstellung, dass es ein Unterschied wäre, ob ein Konflikt auf einem Blog, in einem "Offenen Brief" oder in einer Pressemeldung ausgetragen wird - als gäbe es bei einer transparenten Partei unterschiedliche Abstufungen in der Transparenz.

Das Lachen bleibt mir bei diesen Texten stets an der Stelle im Halse stecken, wo diese Pamphlete von einer "Öffentlichkeitswirkung" des angeblichen Gegners reden. So viel Projektion aufgrund eigener blinder Flecken habe ich selten erlebt.


Antworten zur Öffentlichkeitsarbeit der Piraten BaWü

Würde man die eigene Birne etwas kreativ anregen, könnte man sogar zu humorvollen öffentlichkeitswirksamen Texten kommen, sollte die persönliche Aussprache nicht mehr genügen. Da sieht man, was passiert, wenn vor lauter "Ernst des Lebens" der Humor abhanden kommt. Nur, man schiesst sich derart in das eigene Bein!

Die einzige Lösung, die mir einfällt, um diesem auswuchernden Problem zu begegnen, ist die Schlacht mit eigenen Waffen. Wer künftig die Öffentlichkeit missbraucht, weil er selbst zu feige für das persönlliche Ausfechten ist - oder zu unkreativ für eine Lösung zugunsten aller, sollte im eigenen Shitstorm begraben und mit Schimpf und Schande bedient werden.

Sollten sich Funktionäre oder Abgeordnete dieser medieninkompetenten Mittel bedienen, die primär für die Talfahrt der ganzen Partei verantwortlich sind, sollte dies bei Zeiten personelle Konsequenzen haben.

Was Medienkompetenz betrifft sollten die Piraten dringend von ihrem 2.0-Ross herabsteigen und in die 1.0-Grundschule gehen!!

Soweit meine paar Cent ...
Die Kommentarfunktion in meinem Blog freut sich über kreativere und humorvollere Lösungen.


Montag, 1. Oktober 2012

Strategische Öffentlichkeitsarbeit

"Die strategische Planung von Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet die Entwicklung grundsätzlicher Konzepte zur Erreichung der Unternehmensziele. Innerhalb der Strategie werden langfristige Verhaltenspläne definiert. Eine inhaltlich konkretere Planung der Maßnahmen folgt nach der strategischen Planung".*


Wer Politik macht, will auch, dass über seine Ideen, Ziele und Aktionen berichtet und geredet wird. Doch wie kommt man in die Medien? Wie findet man seine Zielgruppe? Wie setzt man sich richtig ins Bild?

Strategisch arbeiten – den Dialog gestalten – Zeile erreichen. Die Leistungen und Ergebnisse gesellschaftspolitischer Arbeit sollen Sympathie und Vertrauen schaffen, deshalb müssen sie in die Medien. Professionelle Medienarbeit ist auch „im Kleinen“ machbar und bringt Berichterstattung.

Workshop am 08.12.2012 in Nürnberg





Schulung Presse in Bremerhaven der Piraten-Partei 21-10-2011
Thema: "Strategische Öffentlichkeitsarbeit" 1/3
Sprecher: Aleks Lessmann






Artikel über die Vorträge (Konrad Rennert).


Aleks A Lessman - Strategische Öffentlichkeitsarbeit - ein Vorschlag - Diskussion erwünscht




Vortrag von Aleks Lessmann zum hessischen Pressetreffen in Frankfurt am 11.03.2012. 

Mehr Infos zu Aleks finden sich auf seiner Wikiseite: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Aleks_A



20 Jahre Temmel, Seywald & Partner sind Anlass dafür, einmal näher zu beleuchten, was gute Öffentlichkeitsarbeit ausmacht. pressetext-Reporter Oliver Rosenauer trifft sich hierzu mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien, mit denen die PR-Consulter in der Vergangenheit gearbeitet haben, u.a. die Ex-Vizekanzler Josef Pröll und Erhard Busek, Europa-Staatssekretär und Außenminister a.D. Peter Jankowitsch, die Journalisten Walter Sonnleitner, Josef Broukal und Helmut Brandstätter. Auch Kollegen wie Peter Aigner und Wolfgang Rosam sowie aktuelle Agenturkunden wie Friedrich Rödler vom Österreichischen Patentamt und Ulrich Paulmann von Quester Baustoffe kommen zu Wort. Weitere Informationen auf http://www.tsp.at oder 0043-699-18114006.



SUN TZU - Die Kunst des Krieges - Hörbuch 

Weitere Links: